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Lohngleichheit: "Wir sind dazu verpflichtet, diese Unterschiede abzubauen"
DPA

Manuela Schwesigs Gesetzesentwurf zur Lohngerechtigkeit wird von der Koalition stiefmütterlich behandelt. Die Familienministerin ist davon nicht überrascht.

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antonnymos 03.06.2016, 06:02
90. jaja die Statistik

damit kann man noch immer alles beweisen.

Wo in anderen Ländern diese Gender-paygap Debatte längst gelöst scheint geht es bei uns jetzt also los?

Ich würde die Politiker einmal bitten auf die Kluft zwischen arm und reich zu schauen!

Oder wie wäre es mit der Kluft zwischen den Landkreisen? (Für die gleiche Arbeit bekomme ich aus irgendeinen Grund in Hof nur die Hälfte von dem, was jemand in München bekommt ... unabhängig vom Gender - ist das jetzt Landeidiskriminierung?)

Im Prinzip ist mir das ja egal - als Angestellter regelt man das normalerweise für sich (egal ob Mann oder Frau) - wenn Frau Schleswig gut verhandeln kann ist das eben gut für sie. Allerdings befürchte ich, dass so einige Unternehmen die Lust verlieren werden Frauen (vielleicht sogar in Teilzeit) zu beschäftigen wenn sie jetzt den Feministen-Bonus gleich oben drauf legen müssen.

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FocusTurnier 03.06.2016, 06:38
91. Der Unterschied zu Finnland ist....

Zitat von brooklyner
In Finnland ist das auch so. Da werden die Einkommen auch veröffentlicht.
.....daß nach Schwesigs Plänen AUSSCHLIESSLICH Frauen das Recht hätten, sich über die Gehälter der Kollegen/-innen zu informieren. Männer hätten diesen Auskunftsanspruch nicht - denn sie verdienen ja (dank der Patriarchats-Mitgliedskarte) sowieso alle 25% mehr....

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FocusTurnier 03.06.2016, 06:43
92. Frau Schlaumeierin

Zitat von det_frollein
Als studierte Maschinenbauingenieurin und durchaus kein Fan eines Feminismus von Alice Schwarzer und Co wollte ich auch nie an Lohnungleichheit glauben. Alles eine Frage der Leistung, dachte ich und ja, eine 50 - 60 h Woche mache ich gerne. Alles Pustekuchen! Ab einer gewissen Position gibt es nämlich keine Tarifverträge mehr, da sind Gehälter Verhandlungssache, liebe Herren Schlaumeier.!!
Das nennt sich AT-Bezahlung (aussertariflich). Und dort ist das Gehalt nicht festgeschrieben, sondern Gegenstand einer Gehaltsverhandlung. Wenn also Frauen und Männer dort immer und über alle Branchen das gleiche Gehalt verhandeln, gibt es dort auch keine Lohnlücke mehr. Ganz einfach, Frau SChlaumeierin....

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underdog 03.06.2016, 07:02
93.

Zitat von Spiegelleserin57
echte Gleichberechtigung heißt für BEIDE Teile gleiche Rechte, Gehälter und auch PFLICHTEN! Da muss eben auch der Papa mal die Kinder von der Kita abholen und auch wenn sie krank sind Zuhause bleiben und sie pflegen.
...dann muss frau aber auch damit leben, wenn ihr Partner weniger Geld nach Haus bringt und evtl auf der Karriereleiter nicht weiter nach oben steigt. Und ich fürchte, hier werden viele Ihrer Geschlechtsgenossinnen Sie bitter enttäuschen. Denn viele Frauen sind nicht so reflektiert und bereit, das in Kauf zu nehmen. Die Weichen werden bereits bei der Partnerwahl gestellt.

Kurz: Männer verdienen mehr, weil sie müssen, weil sie mehr zu verlieren haben, wenn sie sich nicht darum bemühen. Darum verhandeln sie härter, darum ist ihnen die Karriere wichtiger, darum setzen sie für den Beruf sogar ihre Gesundheit aufs Spiel, wohingegen Frauen diese Themen entspannter und nach anderen Maßstäben angehen können - und logischerweise statistisch vermeintlich nicht so gut dastehen. Weil sie mehr Freiheiten haben als Männer. So sollte man das vielleicht auch einmal betrachten und nicht nur das feministisch-eindimensionale Jammerkonzert spielen.

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haresu 03.06.2016, 07:40
94. Verzerrte Wirklichkeit

Zitat von xzeusx
Ich dachte das Gehalt kann jede(r) selbst verhandeln? Wieso fühlt sich eine Frau unterbezahlt, wenn sie dem Gehalt in der Vertragsverhandlung zugestimmt hat? Entweder sie fühlt sich für ihre Arbeit gerecht entlohnt oder nicht. Daran ändert doch das Gehalt der anderen Mitarbeiter nichts. Und wer sich nicht gerecht entlohnt fühlt, kann entsprechend reagieren, z.B. mit einer Forderung nach mehr Gehalt oder der Kündigung. Wozu muss der Gesetzgeber da nun 'reingrätschen?
Ich kann dieses Märchen vom "verhandeln" nicht mehr hören. Die Wirklichkeit ist: man kriegt was im Vertrag steht und man weiß nicht was der Kollege bekommt. Wüsste man es könnte man auch nichts tun. Der Gesetzgeber "grätscht" nicht rein, er erfüllt seine Pflicht. Den natürlichen Marktzustand gibt es an dieser Stelle einfach nicht, er ist auch gar nicht wünschenswert und wenn es ihn gäbe wäre es genau die Aufgabe des Staates die Schwächeren zu schützen.

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Rayleigh 03.06.2016, 07:46
95.

Gleiches Geld für gleiche Arbeit( und Zeit) ist ja sicher keine Bürokratieaufgabe. Jedes Lohnprogramm, das ich kenne, kann einem die durchschnittlichen Gehälter uns Löhne auswerten. Da kann jeder schnell nachprüfen.

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dale_cooper 03.06.2016, 07:56
96. Verpflichtung zu Überstunden

>>Zitat: Parallel zum gesetzlich festgelegten "Frauenmindestlohn" bei gleicher Qualifikation werden Frauen verpflichtet genauso viele Wochenstunden und Überstunden zu leisten wie Männer, bei gleichzeitig weniger Krankheitstagen. Ach wäre das toll, all die Emanzen hier auch mal um 17, 18, 19 Uhr noch auf dem Flur rumlaufen zu sehen. Die hauen nur leider um 16 Uhr meist schon ab in den Feierabend. "Aber die haben ja vielleicht Kinder?!". Ja, aber auch nur einige, nicht alle der Kolleginnen. Und Kinder haben auch männliche Kollegen. Sind die männlichen Kollegen weniger wert oder haben die weniger Recht darauf, Zeit mit ihren Kindern verbringen zu dürfen?

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scottbreed 03.06.2016, 08:36
97. aber aber

dann müssten ja harz4 Empfänger ja das selbe bekommen wie die jobcenter Mitarbeiter.... Weil beides wird aus dem selben Steuer Topf finanziert.. Und ne Eingliederungs Vereinbarung ist ja in Prinzip auch nix anderes als nen Arbeitsvertrag. Na da wird sich aber ne Freundin von mir freuen für die gute Nachricht.........

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bernd.stromberg 03.06.2016, 08:43
98. Optionale Zustimmung

Zitat von
. In Gehaltsverhandlungen haben Frauen die schlechteren Karten, weil es keine Transparenz gibt.
Hier muss ich Frau Schweswig zustimmen.

Während für Männer in praktisch jedem Büro der sogenannte "Männergehälter Transparenzatlas" frei ausliegt, der jedem Mann einfache Gehaltsverhandlungen beschert, weil er transparent alle Gehälter seiner männlichen Kollegen im Büro beinhaltet, haben es Frauen da viel schwerer.

Somit halte ich das Argument von Frau Bräsig äh Schwesig für total nachvollziehbar.

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nobby_l 03.06.2016, 09:04
99. Die Frage ist nur:

Zitat von petrapanther
Die 7% sind per Definition eine geschlechtsspezifische Benachteiligung, da sie nur Frauen betreffen. ... Wenn Kinderbetreuung zu massiven Erwerbseinbussen führt, dann kann man schwerlich von einem Privileg sprechen, oder? Übrigens steht es meines Wissens auch Männern frei, an der Kinderbetreuung mitzuwirken oder diese sogar hauptamtlich zu übernehmen.
Was hat der Arbeitgeber damit zu tun? Wenn eine Frau deswegen über weniger Erfahrung verfügt, wird dem eben beim Gehalt Rechnung getragen.

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