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Lohngleichheit: "Wir sind dazu verpflichtet, diese Unterschiede abzubauen"
DPA

Manuela Schwesigs Gesetzesentwurf zur Lohngerechtigkeit wird von der Koalition stiefmütterlich behandelt. Die Familienministerin ist davon nicht überrascht.

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loncaros 02.06.2016, 17:41
10.

Zitat von dhanz
Gibt es eigentlich Tarifverträge, wo Frauen und Männer unterschiedlich bezahlt werden? Wenn ja: verstößt das nicht gegen Art. 3, 2 GG?
Natürlich nicht, diese angebliche Lohnungleichheit Mann/Frau ist ein Strohfeuer, dass die SPD mit Benzin begießt, um von der Lohnungleichheit unten/oben abzulenken.

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WeissAuchAllesBesser 02.06.2016, 17:42
11.

Die Gründe für Gehaltsunterschiede sind doch so gut wie nie in den Betrieben zu finden:

Wenn sich Frauen statistisch öfter für die Familie eine berufliche Auszeit nehmen oder in Teilzeit arbeiten ergibt das in der Statistik dramatische Effekte.
Allerdings ist es absolut gerecht, mit reduzierter Berufserfahrung und Lücken in der Berufstätigkeit weniger zu verdienen.
Wenn Frau Schwesig Vorschläge machen würde wie man mehr Männer in die Babypause und in typischen Frauenberufen unterbringt, dann wäre das eine sinnvolle Sache. Ebenso positiv würde es sich auswirken, wenn es mehr weibliche Ingenieure und Handwerker geben würde.

Aber bitte verschont die Wirtschaft vor unangemessenen und realitätsfernen Kampagnen bei denen es nur darum geht Frauen die Opferrolle einzureden...

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micromiller 02.06.2016, 17:42
12. In der Theorie richtig,

in der Praxis nicht sinnvoll durchführbar. Gehälter müssen leistungsbezogen bleiben, Die Leistung kann nur am Arbeitsplatz des Mitarbeiters gemessen werden und ist von vielen Individuellen Faktoren abhängig. Eine sozialistische Einheitsbelohnung nach staatlich vorgegebenen Klassifizierungen wird neue Beamtenjobs schaffen aber den Bürgern nicht helfen. Ein vernünftiger Mindestlohn, niedrigere Steuern für Arbeirnehmer mit wenig Einkommen und wachere Gewerkschaften werden helfen.

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doktor_polidori 02.06.2016, 17:47
13. Gerechtigkeit?

Ich zweifele an, dass die viel beschworene Gender-Gap existiert bzw. so groß ist, wie allgemein berichtet (ich habe da 17% im Kopf). Das würde ja bedeuten, ein Arbeitgeber zahlt freiwillig einem Mann 17% mehr, anstatt eine Frau anzustellen. Ich bin überzeugt, die Gap ergibt sich aus der unterschiedlichen Bezahlung verschiedener Berufe (Automechaniker ggn. Krankenschwester). Falls ich recht habe, wird das vorgeschlagene Gesetz schlecht bezahlten Frauen kaum helfen, da ihre Kolleginnen im Schnitt genauso schlecht verdienen!

Ich finde das Gejammer auch etwas Doppelzüngig, gibt es doch eine weitere Gap zwischen den Geschlechtern. Mädchen sind seit geraumer Zeit deutlich erfolgreicher bei den schulischen Leistungen. Wird dies diskutiert, hört man eher ein Triumphieren denn die Sorge, es könne ungerecht gegenüber den Jungen zugehen. Wenn man also die Lohnungleichheit gesetzlich abschaffen möchte, dann bitte ich auch das Schulsystem so zu organisieren, dass Jungen und Mädchen gleiche Chancen auf Bildung haben!

Es ist immer so: Wo die Frauen die Nase vorn haben, sind sie halt clever, wo das nicht der Fall ist, ist natürlich ein Mangel an Gleichberechtigung verantwortlich!

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ecdora 02.06.2016, 17:49
14. Regeln und Vorschriften haben nur Sinn,

wenn die Einhaltung kontrolliert und angemessen sanktioniert wird. Nur dieser Zusammenhang erhöht die Hemmschwelle.
Neueste Masche der Unternehmen: Es wird kein Zeitlohn vereinbart, sondern Pauschalen für Tätigkeiten. Das Zeitrisiko trägt der Arbeitnehmer. z.B. Fahrten von A nach B. Verkehrstau,Wetterprobleme, Logistikprobleme gehen zu Lasten des Arbeitnehmers. Das unternehmerische Risiko wird dadurch auf den Arbeitnehmer verlagert. Besonders tun sich in diesem Missbrauchbereich gGmbH hervor die oft von den christlichen Gemeinschaften betrieben werden. Pfui Deibel.

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u30 02.06.2016, 17:51
15. Sie sind eigentlich Feminist aber wissen es nicht

Zitat von bernd.stromberg
Volle Zustimmung von mir! Parallel zum gesetzlich festgelegten "Frauenmindestlohn" bei gleicher Qualifikation werden Frauen verpflichtet genauso viele Wochenstunden und Überstunden zu leisten wie Männer, bei gleichzeitig weniger Krankheitstagen. Ach wäre das toll, all die Emanzen hier auch mal um 17, 18, 19 Uhr noch auf dem Flur rumlaufen zu sehen. Die hauen nur leider um 16 Uhr meist schon ab in den Feierabend. "Aber die haben ja vielleicht Kinder?!". Ja, aber auch nur einige, nicht alle der Kolleginnen. Und Kinder haben auch männliche Kollegen. Sind die männlichen Kollegen weniger wert oder haben die weniger Recht darauf, Zeit mit ihren Kindern verbringen zu dürfen? Für mich war Gleichberechtigung immer eine Selbstverständlichkeit und ich habe nie einen Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht in meinen jüngeren Jahren. Aber inzwischen muss ich sagen haben einige Emanzen erfolgreich wieder einen tieferen Graben zwischen die Geschlechter gezogen. Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt eurem Geschlecht ein Bärendienst erwiesen. Wobei ich zum Glück genug intelligente Frauen kenne, die die "Rosinenpickerei" und Vorteilsnahme der Feminist/er/en/innen/in/erinnen als genau das erkennen was es ist: grober Unfug.
Ihr Post ist ein Beispiel dafür wie mehr Frauenrechte die gesamte Arbeitswelt besser machen! Warum gehen denn die Frauen früher zu ihren Kindern? Weil genug Männer nicht sagen "dürfen" - ich muss los, mein Kind wartet und die Kinder aber irgendwie betreut werden müssen. Da muss die Frau ran. Bei der rechnet man ja schon damit, deshalb bekommt sie weniger Kohle (könnte eine Kausalität sein. Auch schön - knausrig mit der Gehaltserhöhung sein, weil sie ja bald schwanger sein könnte). Wenn jetzt Männer einfach mal weniger alberne Youtubevideos schauen oder sich trauen würden zu sagen: "Ja, meine Kinder sind mir wichtig." oder auch nur "Ja meine Freizeit ist mir wichtig" und pünktlich gehen oder abends zu Hause weiterarbeiten wenns Not tut, so wie die Halbtagsmuddis das schon längst machen, dann hätten sie mehr Zeit für ihre Kinder oder Hobbys. Stellen sie sich jetzt noch vor ihre Frau verdient genau so viel wie sie! Sie könnten sogar im Notfall (Angehörige krank z.B.) auf Halbzeit reduzieren. Ja sie könnten arbeiten um zu leben! Mann muss sich nur trauen!

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fletcherfahrer 02.06.2016, 17:51
16. Ich habe ein Dutzend Kolleginnen...

...die die gleiche Arbeit wie ich für einen Tausender (!) weniger machen. Aber bevor der Aufschrei kommt: Ich werde nach dem alten Gehaltstarifvertrag bezahlt (vor dem Jahre 2000 eingestellt) und die Damen nach dem neuen Tarifvertrag (nach 2000 eingestellt). Beide Tarifverträge gelten natürlich für Frauen und Männer. Aber für die Statistik gibt das natürlich ein schiefes Bild: Frauen sind unterbezahlt. Es drängen eben mehr Frauen in Bürojobs.

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brooklyner 02.06.2016, 17:52
17.

Zitat von BettyB.
Wer als Frau in Deutschland "gleichbehandelt" werden will, darf natürlich nicht "christlich" wählen und scheinbar tappt Schwesig auch in die Falle, doch selbst ihr Kompromissvorschlag hat kaum eine Chance, die völlig verständliche Einsicht in die Gehälter bleibt den christlichen Schweden somit vorbehalten, vielleicht allein weil es sich mehrheitlich nicht um Katholiken handelt...
In Finnland ist das auch so. Da werden die Einkommen auch veröffentlicht.

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spmc-129257983452022 02.06.2016, 17:55
18. Gleichheit...

Ich wäre voll dafür, Aber dann im gleichen Atemzug auch gleicher Lohn für gleiche Arbeit in Ost und West... Da klafft nach 25 Jahren immernoch eine Lücke von 15-20%...

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caruso2 02.06.2016, 18:01
19. Völlig unbeeindruckt davon, dass es diese

geschlechtsspezifische Benachteiligung von Frauen nicht gibt, jedenfalls nach dem Statistischem Bundesamt, treibt Schwesig ihre ideologische Frauenbevorzugungskampagne weiter. Wenn ihr soooo an Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern gelegen wäre, wie sie es vorgibt, warum tritt sie dann nicht dafür ein, wenn sie schon das Grundgesetz bemüht, dass die Wehrpflicht nicht aus dem Grundgesetz gestrichen wird?

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