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Lohngleichheit: "Wir sind dazu verpflichtet, diese Unterschiede abzubauen"
DPA

Manuela Schwesigs Gesetzesentwurf zur Lohngerechtigkeit wird von der Koalition stiefmütterlich behandelt. Die Familienministerin ist davon nicht überrascht.

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m.m.s. 02.06.2016, 22:55
80. Lohngleichheit = Arbeitsgleichheit

Wir freuen uns alle darauf dass die Lohnungleichheit endlich beseitigt wird. Die Feministinnen werden dann auch die gleiche Arbeit leisten. Endlich wird das von den bösen europäischen Männern finanzierte Schlaraffenland ein Ende haben und die arme unterdrückte Feministin selber einer Erwerbsarbeit nachkommen können.

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micnolde 03.06.2016, 23:10
81. tja, ...

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/gender-time-gap-frauen-arbeiten-kuerzer-als-maenner-a-1026548.html

Frauen arbeiten 23 % weniger als die Männer, bei einem Lohnunterschied von 7 Prozent. Verdienen dann Frauen nicht mehr als Männer?

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chrima 03.06.2016, 23:49
82. Unglaublich

Wirklich langsam unglaublich was die Dame da von sich gibt.

Schon ihre Vor-Vor-Vor...-Gängerin Bergmann räumte in einem Interview ca. 2003 ein, dass es höchstens in Ausnahmefällen "Ungleichen Lohn für gleiche Arbeit" gibt.
Ihre Vor-Vor-...-Gängerin von der Leyen nahm nach Intervention von Manndat e.V die Lüge des "ungleichen Lohns bei gleicher Arbeit" von den Internetseiten des Ministeriums für alle außer Männer.

Selbst ein Gesetz (AGG) wurde speziell erlassen, um angeblich lohndiskriminierten Frauen die Klage zu erleichtern.
Dumm nur, dass da seit Jahren keine entsprechenden Urteile rauskommen...
Und da setzt sich diese Quotenministerin (im Doppelsinn des Wortes) dreist hin und versucht die tausendfach widerlegte Lohndifferenzlüge erneut aufzutischen, ja damit ein neues Gesetz zu begründen, dass angebliche Frauenbenachteiligung verhindere!

Was möchte diese "Dame" erreichen? Dass sämtliche Vorurteile über Blondinen und Quotenfrauen bestätigt werden?
Dass langsam auch der letzte sich belustigt abwendet, wenn mal wieder das Gejammer über angeblich so benachteiligte Frauen losgeht?
Herzlichen Glückwunsch, letzteres Ziel hat sie erreicht.

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chrima 03.06.2016, 00:09
83.

Zitat von aramanth
Um ein Beispiel für die Diskriminierung in Tarifverträgen zu geben: Ein Werkstattleiter wird anders eingruppiert als die Kantinenleitung. Mit der Begründung, zwar hätten beide die Leitungsverantwortung, das eine sei technisch, das andere NUR Hauswirtschaft. Beide haben eine gleichwertige Arbeit - Führungskraft - werden aber durchaus verschieden eingruppiert.
Skandälchen! Skandälchen!

Und die notwendige Qualifikation für die Kantinenleitung gegen die einer Werkstattleitung?
Welche Personalverantwortung? Qualifikation des geleiteten Personals, Etat, ...?

Ein beliebtes Mittel der Rosinenpicker und -innen: Apfel und Pflaume vergleichen.

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petrapanther 03.06.2016, 00:19
84.

Zitat von caruso2
Sie zitieren nicht die Original-Studie des Statistischen Bundesamtes sondern eine Interpretation. In den 7 % sind nicht Berufsunterbrechungen, die durch Kinderbetreuung bedingt sind berücksichtigt. Ich habe es Berufserfahrung genannt, na und? Lesen sie erstmal die Originalliteratur und zwar bis zum Ende. Das es andere Quellen gibt, die die Frauenlobbysoße sabbern, keine Frage. Das STATIS hat das bisher nicht ......
"In den 7 % sind nicht Berufsunterbrechungen, die durch Kinderbetreuung bedingt sind berücksichtigt."
Das mag sein - aber wird es dadurch etwas besser? Was ist das für ein krankes System, das Frauen finanziell abstraft, weil sie ein Kind zur Welt bringen? Kein Wunder, dass so viele Frauen sich entschliessen, das sein zu lassen. Aber die sind dann ja egoistisch, habe ich recht?

"Das die 7% nicht erklärt werden können, heißt eben, dass sie nicht erklärt werden können und nicht dass sie eine geschlechtsspezifische Benachteiligung aufzeigen."

Die 7% sind per Definition eine geschlechtsspezifische Benachteiligung, da sie nur Frauen betreffen.

"Die Lücken und Brüche kann man als Benachteiligung interpretieren. Aber sie dokumentieren wohl eher das Privileg der Frauen die Kinder betreuen zu dürfen und nicht arbeiten zu müssen."

Wenn Kinderbetreuung zu massiven Erwerbseinbussen führt, dann kann man schwerlich von einem Privileg sprechen, oder? Übrigens steht es meines Wissens auch Männern frei, an der Kinderbetreuung mitzuwirken oder diese sogar hauptamtlich zu übernehmen.

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rabie 03.06.2016, 00:33
85. Schwachsinn

"Sie haben die niedrigeren Löhne und werden sogar für die gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt."

Es mag ausnahmen geben aber in der Regel ist gerade dies nicht der Fall. Von "gleicher arbeite" kann überhaupt keine Rede sein, selbst in Bürojobs sind Männer vergleichsweise deutlich fähiger.

Und überhaupt wie oft sind Frauen im Monat krank? 3-4 Tage ...

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Velociped 03.06.2016, 01:04
86. Merkwürdig

Die 23% sind nicht real - real wird von 3-8% Lohnunterschied gesprochen. Die 3-8% sollten natürlich hinterfragt werden. Allerdings gibt es generell keinen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Gerade die Gewerkschaften verteidigen den Bestandsschutz aus alten Tarifverträgen, der dazu führt, dass gleiche Arbeit gerade im öffentlichen Dienst sehr unterschiedlich bezahlt wird - deutlich unterschiedlicher als 3-8%. Die Gesetzesvorlage macht nun den Spagat, den geringen geschlechtsspezifischen Unterschied verringern zu wollen, ohne den grossen geschlechtsneutralen Unterschied zu thematisieren. Schliesslich scheint ungleicher Lohn ein zentrales Credo der konservativen Marktwirtschaft zu sein.
Daran muss dieser Entwurf scheitern. Wer Ungerechtigkeit nur dann beseitigen will, wenn er zwischen Frauen und Männern besteht - ansonsten ihn aber hinnimmt, produziert das Gegenteil von Gerechtigkeit.
Also entweder gleicher Lohn für gleiche Arbeit - unabhängig vom Geschlecht oder weiter Lohnunterschiede nach Gutsherrenart - aber nicht diese Mogelpackung!

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mens 03.06.2016, 01:39
87. Gleiche Arbeit?

Nur weil die Beschreibung des Arbeitsplatzes die selbe ist, heisst es ja noch lange nicht, dass die qualitativ & quantitativ gleiche Arbeit geleistet wird. Ein männlicher Mitarbeiter, der ohne "Lücken" im Job immer 150% geben konnte wird immer mehr verdienen und schneller aufsteigen als JEDER andere Mitarbeiter im Betrieb, der dies nicht wollte oder KONNTE – ob Frau oder Mann. Hier liegt doch das Problem. Frauen "fallen" oft allein schon durch die Kinder "aus", oder übernehmen eher die Pflegerolle in der Familie. Aber wie soll ein Arbeitgeber das ausgleichen? Für die Zeiten in denen die Frau der Gesellschaft einen Dienst erwiesen hat muss auch die Gemeinschaft aufkommen. Bei Fällen TATSÄCHLICH ungerechter Bezahlung bei gleicher Leistung müsste schärfer durchgegriffen werden. Wenn ich mir aber das Versagen des Staates beim Thema Überstunden-Missbrauch z.B. in Medien und Gastronomie angucke – wird das nix.

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black-mamba 03.06.2016, 02:23
88. Frauen unter sich?

Ok... bin Mann, denke "trotzdem" dass Frauen bei gleicher Leistung genauso viel verdienen sollten wie ein Mann. Aber das ist doch nur ein Teilproblem. Wie wäre dennceune ganzheitliche Lösung bezüglich der Lohnungerechtigkeit: Frauen verdienen das gleuche wie Männer UND(!!!) Leiharbeiter bekommen das gleiche, was Stammmitarbeiter in den jeweiligen Unternehmen bekommen - auch die Prämien(!). Alles andere ust doch Heuchelei, Frau Schwesig. Denkem Sie bitte daran, dass Sie auch für uns Männer da zu sein haben ;-)

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Miere 03.06.2016, 05:49
89. Es fängt doch viel früher an.

Das Gleiche-Bezahlungs-Problem stellt sich doch erst, wenn eine Frau einen Vollzeitjob hat und damit die Gelegenheit, ihr Gehalt mit dem männlicher Kollegen zu vergleichen.

Der schwierigere Punkt ist aber doch der, als Frau überhaupt diesen Job zu bekommen, weil Arbeitgeber extrem ungern Frauen im gebärfähigen Alter einstellen, wenn sie es irgendwie vermeiden können.

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