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Lohnungerechtigkeit: Bei Ryanair verdienen Männer 67 Prozent mehr als Frauen
REUTERS

Unternehmen in Großbritannien müssen seit Kurzem offenlegen, wie viel Gehalt sie Frauen und Männern zahlen. In der Flugbranche klaffen die Summen besonders weit auseinander.

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James Gandolfini 04.04.2018, 10:10
40. Unfassbar..

67% Lohnunterschied.. Wenn ich "Gender-Pay-Gap" höre, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Ein derartiger Vergleich macht nur Sinn, wenn die gleichen Jobs verglichen werden. Eine Stewardess verdient nicht das gleiche wie ein Pilot! Eine Erzieherin verdient nicht das gleiche wie ein KFZ-Meister. Eine Halbtagskraft verdient nicht das gleiche wie jemand, der 40Std/Woche arbeitet. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Das hat absolut nichts mit Benachteiligung zu tun. Ein um sämtliche relevante Faktoren bereinigter "Gender-Pay-Gap" würde vermutlich unter 5% betragen. Ich bin sehr dafür, dass Frauen die gleiche Kohle bekommen wie Männer aber dieses undifferenzierte Rumgejammer bringt niemanden weiter.

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fluxus08 04.04.2018, 10:10
41. Und die Fußballdamen wiederum

Zitat von okav
Die Balltreter dort, bekommen mehr als das hundertfache der Gehälter der Angestellten Frauen in Verwaltung und Gebäude Pflege. Auch die Fussballdamen bekommen bei gleicher Arbeit nur einen Bruchteil des Gehalts der Herren Spieler. Skandal!
verdienen sehr viel mehr als der durchschnittliche männliche Angestellte: Sie sehen, man kann sich den ganzen Tag mit diesem Nonsens die Zeit totschlagen.
Was ist das hier, ein seriöses Nachrichtenmagazin oder eine Karnevallsveranstaltung?

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larsmach 04.04.2018, 10:48
42. PilotInnen verdienen mehr als FlugbegleiterInnen - so, what!??

Die Überschrift müsste korrekt heißen: PilotInnen verdienen mehr als FlugbegleiterInnen.
Da dies nahezu Volksschulwissen ist, wäre eine Analyse Vergütungen zwischen Piloten und Pilotinnen oder Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen bei gleichen Arbeitszeiten interessanter.

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sandra_hofmann 04.04.2018, 10:55
43. Seriöser Journalismus

sieht anders aus. Wie kann man von ungleicher Bezahlung sprechen, wenn nicht mal dieselben Voraussetzungen (Ausbildung, Arbeitszeit etc ) erfüllt ist? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und da können nur Piloten mit Pilotinnen und Bodenpersonal mit Bodenpersonal verglichen werden und eben NICHT Bodenpersonal mit Piloten. Klar verdienen die nicht gleich, das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Artikel wie diese, tragen NICHT dazu bei, dass die Presse wieder mehr Vertrauen genießt.

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rstevens 04.04.2018, 10:57
44.

Zitat von larsmach
Die Überschrift müsste korrekt heißen: PilotInnen verdienen mehr als FlugbegleiterInnen. Da dies nahezu Volksschulwissen ist, wäre eine Analyse Vergütungen zwischen Piloten und Pilotinnen oder Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen bei gleichen Arbeitszeiten interessanter.
Ja, aber letzteres wäre ja Arbeit und guter Journalismus. Eine reißerische Überschrift mit Offensichtlichem im Text bringt viel schneller und günstiger Klicks. Außerdem kann man so sicher einen Strich auf der Checkliste für die täglichen drei Artikel zur Benachteiligung von Frauen machen. Stellen Sie sich vor, bei einer echten Recherche wäre herausgekommen, dass die Lohnunterschiede zwischen Piloten und Pilotinnen nicht messbar sind. All die Arbeit umsonst, und kein Haken auf der Checkliste. Das ist viel zu riskant.

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jkleinmann 04.04.2018, 11:19
45. Ernsthaft?

Es wird angeprangert, dass Piloten mehr verdienen als Stewardessen? Würden sie in dem selben Beruf weniger verdienen, wäre das ein Skandal. So ist es aber eher ein gesellschaftliches Problem, wenn Frauen nach wie vor weniger qualifizierte (und daher naturgemäß schlechter entlohnte) Berufe ausüben.
SPON: Hier leider nicht seriös.

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sirgorath 04.04.2018, 11:23
46.

Hat jemand eine Quelle zu den Zahlen von Ryanair? Der Artikel liefert leider keine und ich wollte mal schauen, ob sich das Gehalt zwischen Pilot und Pilotin unterscheidet.

Der Artikel wurde vermutlich auf Basis von diesem Infoblatt geschrieben: https://investor.ryanair.com/wp-content/uploads/2018/04/ryanair-gender-pay-gap.pdf

Da sehe ich aber, solange eine Pilotin mit derselben Flugerfahrung wie ein Pilot dasselbe verdient wie dieser, kein Problem.

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markus_wienken 04.04.2018, 11:55
47.

Zitat von Claudius32
Warum schreibt Ihr immer wieder den gleichen Unsinn vom angeblichen Gender Pay Gap??? Die vielfache Wiederholung stärkt nicht den Wahrheitsgehalt!
So langsam spricht es sich auch innerhalb der "normalen" Bevölkerung herum, dass es den GenderPayGap so gar nicht gibt und sich immer mehr Menschen um dieses Thema gar nicht mehr scheren.
Das Problem dabei ist, dass diese dämlich falschen und irreführenden Berichte/Überschriften vermutlich auch Auswirkungen auf Berichterstattungen tatsächlicher Diskriminierung von Frauen in anderen Bereichen hat und die dann auch niemanden mehr interessiert...

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anders_denker 04.04.2018, 11:59
48. Bei Ryanair verdient das Bordpersonal mehr als die Piloten

Wenn man das Bordpersonal aufsummiert und die nicht direkt bei Ryanair beschäftigten Piloten aus der Berechnung herausnimmt.
Irgendwie kann man sich jede krude Headline basteln!

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Sibylle1969 04.04.2018, 11:59
49.

Ihr Vorschlag würde aber nur eingeschränkt funktionieren. Wenn sich jetzt tatsächlich ganz viele Frauen auf die gut bezahlten (MINT-)Berufe stürzen würden, dann würden die Gehälter dort auch sinken, denn zu einem nicht geringen Anteil ist das relativ hohe Gehalt durch die Knappheit der Qualifikation am Arbeitsmarkt begründet. Was wiederum daran liegt, dass ein MINT-Studium ziemlich schwer ist.
Wenn dann niemand mehr in der Alten- oder Krankenpflege arbeiten will, dann müssten dort die Löhne entsprechend steigen. Tun sie aber nicht, obwohl hier schon heute eine Riesenknappheit an Arbeitskräften besteht, weil unsere Gesellschaft nicht willens, bereit oder in der Lage ist, hier deutlich höhere Löhne zu zahlen.

Ich habe mal gelesen (kann leider keine Quelle finden), dass in der Schweiz mal der Versuch gemacht wurde, zahlreiche weit verbreitete Berufsgruppen nach einem einheitlichen Kriterienkatalog zu bewerten, um ein wirklich gerechtes Gehaltssystem zu etablieren. Die wichtigsten Kriterien dabei waren der Grad der Qualifikation, das Ausmaß der Verantwortung, die man bei seiner Arbeit trägt, sowie wie schwer/anstrengend/stressig/unangenehm/gefährlich die Arbeit ist.
Heraus kam, und an diesem Punkt hat man den Versuch schnell wieder aufgegeben, dass eine ganze Reihe Berufe, nämlich vor allem im medizinisch-sozialen Bereich, deutlich unterbezahlt sind, während eine ganze Reihe anderer Berufe, vor allem im kaufmännisch-technischen Bereich, eher überbezahlt sind.

Die o.g. Kriterien (Qualifikation, Verantwortung, Schwere der Arbeit) sind aber beileibe nicht die einzigen Faktoren, die den Lohn für eine Arbeit determinieren. Hinzu kommen viele weitere Faktoren, z.B.

- Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.
- Verhandlungsposition (z.B. durch eine mächtige Gewerkschaft) (ein einfacher Arbeiter in der Automobilindustrie - sofern Stammbelegschaft und kein Leiharbeiter verdient vergleichsweise gut, da in der Vergangenheit die IG Metall sehr gute Löhne erkämpft hat)
- Ertragskraft der Firma/Branche (z.B. Gastronomie und Einzelhandel geringer als Automobilindustrie)
- tatsächlicher oder vermeintlicher Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens (hier fallen mit Investmentbanker ein, die gemäß diesem Kriterium krass überbezahlt sind)
- Berufserfahrung, Alter
- bei nicht tarifgefundenen Jobs: Verhandlungsgeschick des Bewerbers

Das Problem der niedrigeren Durchschnittsbezahlung von Frauen löst man also nicht, indem man sagt, liebe Frauen, geht halt in die besser bezahlten Berufe, sofern die Besserbezahlung überwiegend auf einer Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage beruht. Außerdem hat man dann immer noch das Problem - wie Sie richtig sagen - dass es bei vielen gut dotierten Jobs nach wie vor große Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern gibt. Und das ist nach wie vor vor allem ein Frauenproblem. Sicherlich einer der Gründe, warum diese Jobs von Frauen selten gewählt werden.

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