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Lohnunterschiede von Männern und Frauen: Schwesig plant Gesetz für transparente Gehäl
DPA

Gehälter sollen künftig für alle öffentlich sein - unabhängig von der Größe des Betriebs. Das plant Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nach SPIEGEL-Informationen. Wirtschaftsverbände fürchten ein "Klima des Misstrauens".

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marthaimschnee 28.02.2015, 08:15
1.

Starke Unruhe und Unfireden? Warum hat die Wirtschaft solche Angst davor? Vielleicht weil rauskommt, daß sie sich ständig nörgelnde Low-Performer besser bezahlt, als engagierte Stillhalter, einfach um sie ruhig zu halten? Daß sie einzelne weit über dem Schnitt mit Geld zuschüttet, weil die es geschafft haben, sich irgendwie unentberlich zu machen, oder gar von Leichen im Keller wissen?
Haben sie Angst davor, daß die wirklichen Leistungsträger auf die Barrikaden gehen, wenn sie die Gehälter einiger Klötze am Bein kennen, oder gar feststellen, was das Managervolk so nach Hause trägt?
Ja, vor sowas sollten sie wohl Angst haben, denn Menschen gegeneinander auszuspielen funktioniert dann weniger gut, dafür richtet sich der Hass dann nach oben!

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Irene56 28.02.2015, 08:15
2. Blinder Aktionismus

Die Gehälter öffentlich machen soll also zum sozialen Frieden beitragen? Wäre es nicht vernünftiger, gezielt Untersuchungen anzustellen, wo denn tatsächlich unterschiedliche Löhne/Gehälter für die GLEICHE Arbeit und die GLEICHE Arbeitszeit gezahlt werden. Da wäre dann auch den Frauen geholfen. Aber Schwesig ist genauso eine Schwätzerin wie ihre beiden Vorgängerinnen es waren.

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GinaBe 28.02.2015, 08:17
3. Hierarchische Verhältnisse für immer und ewig!

Der Ansatz ist ideell, ein guter Wille steckt dahinter, die tatsächlichen Gehaltsunterschiede aufzudecken und publik zu machen. Die Gewerkschaften werden anschließend fordern, diese Differenzen auszugleichen, was auch nach hinten losgehen kann, denn dann werden männliche Gehälter den weiblichen angepasst und nicht anders herum.

Wie auch immer diese Unterschiede angelegt werden, liegt die Ursache in der europäisch- christlichen Ideologie.
Frauen haben eben zu dienen und nicht selbstständig zu denken, zu arbeiten und zu leben.

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großwolke 28.02.2015, 08:17
4.

Hm... es gab doch kürzlich sogar hier auf dem kostenlosen und für alle Internetnutzer zugänglichen SPON einen netten kleinen Artikel darüber, dass, branchen- und positionsbereinigt, der Gender pay gap bei ca 2 % liegt. Das Gesetz würde also in die von der Ministerin beabsichtigten Richtung gar nicht wirken können, weil es dort nichts zu wirken gibt. Was nicht heißt, dass es nicht allerlei Wirkungen entfalten würde. Die gingen aber in etwas andere Richtungen und wären vielleicht nicht besonders segensreich. Wie sagt man so schön: Wollen ist eines, kriegen etwas anderes. Vielleicht sollte Frau Schwesig nochmal im stillen Kämmerlein darüber nachdenken, dass Wirkung und Intention einer Handlung nicht notwendigerweise in dieselbe Richtung gehen müssen. Auch dann nicht, wenn man es doch gut gemeint hat.

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compass 28.02.2015, 08:18
5. Datenschutz?

Normalerweise werden von der SPD Datenschutzargemente eher zuviel als zu wenig betont. Aber beim Gehalt soll Datenschutz plötzlich keine Rolle mehr spielen? Ja klar doch, wenns der "Gleichberechtigung" dient.

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mannheimer34 28.02.2015, 08:22
6. Es geht

niemanden was an , was ich verdiene.
Die Politiker sollten sich lieber um wichtigere Sachen kümmern.

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kroganer 28.02.2015, 08:23
7. Überflüssig!

Ich brauch das nicht und finde es auch wirklich überflüssig! Mich interessiert nicht was meine Kollegen verdienen bzw. An Gehalt bekommen.
Ich möchte auch nicht das andere wissen wieviel ich bekomme, das ist Privatsache!

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tssd47 28.02.2015, 08:25
8. keine Unruhen

In Norwegen kann jeder im Internet einsehen, wieviel sein Nachbar, Arzt oder Chef verdient, ohne dass es zu Unruhen kommt. Haben da ein paar Gierschlunde Angst, geoutet zu werden?

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windsurfgleiten 28.02.2015, 08:27
9.

In Norwegen und Schweden sind Gehälter transparent. So kann man in Schweden im "Taxeringskalender" nachschlagen, was der Nachbar, Kollege oder Chef verdient - und ist das eigentlich wirklich so eine Gefahr, wie z.B. der Bundesverband der Deutschen Industrie vermutet?

Man hat doch eher den Eindruck, in Deutschland hat eine Entwicklung stattgefunden, die nun transparent würde und davor haben vor allem diejenigen Angst, die ihre Stände sichern möchten.

Wie so oft sorgen sich die Privilegierten mehr um die Sicherung ihrer Vorteile als die weniger Privilegierten um die Angleichung. Das ist schon traurig irgendwie.
Denn in Deutschland kann man ein Tempolimit auf Autobahnen ebenso wenig durchsetzen, wie transparente Gehälter, eine Basis-Krankenversicherung für alle (nicht getrennt nach privat und gesetzlich) oder eine Basis-Rentenversicherung für alle (in die auch Selbstständige, Juristen, Ärzte, Beamte etc. einzahlen).
Wir waren lieber das Kastendenken, bis wirklich gar nichts mehr geht.
Und selbst dann sagen wir noch, liebe gesetzlich versicherte, ihr müsst halt privat vorsorgen. Die Zeiten haben sich geändert - während der Freund im Versorgungswerk etwas mitleidig drein schaut.

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