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Manager Thomas Sattelberger: "Deutsche Konzerne sind eine Schule der Intrigen"
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Das Top-Management sei "arm an Kreativität" und "klont seine Nachfolger", kritisiert Thomas Sattelberger im SPIEGEL-Interview. Der frühere Telekom-Vorstand hält ein Outing als Homosexueller in dieser Macho-Kultur für sehr heikel.

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hbm-1291214196194 08.02.2015, 23:35
10. das problem....

...ist die schon angesprochene kurzfristigkeit in den zielen und in den erfolgsbemessungsgrundlagen. ich erlebe das aktuell in einem MusterStück. jahrelang unglaubliche zahlen geliefert - heute leiden alle unter dem Investitionsstau und man muss die verschlafenen massnahmen aus 10 jahren in zwei nachholen um Konkurrenzfähig zu bleiben....

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cosy-ch 08.02.2015, 23:59
11. Genau das ist der Unterschied ...

...zwischen italienischer und deutscher Industrie: die Italiener sind extrem Anpassungsfähig bei hoher Qualität. Deutsche sind selbstverliebte bis arogante "Beste" biss der Sturm aus einer andren Richtung kommt.

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ludna 09.02.2015, 00:10
12. Was mich stört an diesem Artikel

ist der Schwenk zur Homosexualität. Und das macht das Ganze unglaubwürdig.
Der CEO von Apple: homosexuell. Ex-Chief CEO of BP Lord Browne: homosexuell ,Westerwelle, Wowereit, Wurst (ok, er, sie, es ??)

Bekenntnis zur Homosexualität als Ausdruck vom Moral und sozialer Einstellung?? Sorry, das halte ich für ein Märchen.

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raber 09.02.2015, 01:22
13. Intrigen-Weltmeister

Eine Einstimmigkeit der Ziele braucht nicht unbedingt innovationsbremsend zu sein; nur wenn eine andere Rictung eingeschagen wird und das Projekt abgeschossen wird weil es nicht in die erklärten Ziele passt. Und dies geschieht oft. Das Thema ist die "Schule der Intrigen" und darin sind deutsche Unternehmen Weltmeister. Das hat sich nach dem 2. Weltkrieg noch einmal bestätigt als fast alle IG-Farben Oberen oder Siemens und andere nach sehr kurzer, wenn überhaupt, Haft verantwortungsvolle Positionen bekleiden durften obwohl sie Helfer bei Arbeitssklaveneinsatz und Tötungen waren. Anschliessend auch bei der Besetzung von neuen Vorstaänden und Aufsichtsräten sind Intrigen täglich Brot. Angelsächsiche Unternehemen sind davon nicht unbelastet, aber Leistung zählt dort meisents mehr als Verwandtenwirtschaft und Amigo-sein.

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lotoseater 09.02.2015, 08:05
14. Jährlich?

Zitat von bissig
In Zeiten, in denen die Controller das sagen haben und das kurzsichtige Erreichen der vorgegebenen jährlichen Zielzahlen mehr zählt als längerfristige, ...
Jährlich? Wow, in so einem langfristig orientierten Unternehmen würde ich auch gerne mal arbeiten. Bei uns wird von Quartal zu Quartal gedacht und gehandelt.

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wolle0601 09.02.2015, 08:22
15. Lassen wir doch einfach

die Evolution entscheiden. Wenn die Zustände in einigen Unternehmen so sind wie beschrieben, und dies den Unternehmen schadet, wird die Selektion am Markt das schon regeln.

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cerec 09.02.2015, 11:22
16. Deshalb ist Deutschland Exportweltmeister

Wir sollten doch bei aller Liebe zur Andersartigkeit, die
Resultate betrachten, danach sind deutsche Konzerne ( und Mittelständler) die Spitze und zwar über mehrere Managergenerationen.
Meckern kann jeder ( siehe Kommentare), aber erstmal besser machen, das heißt aber nicht, das es noch besser
geht!

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willibaldus 09.02.2015, 12:47
17. Ich habe mal in einem Zweig

eines grossen Konzerns gearbeitet, dass so weit ab vom Schuss war, dass kein bedeutender Manager sich dorthin verirrt hat. Höchstens in die Zentrale in dem Land, als Sprungbrett (muss ja mal im Ausland gearbeitet haben).
Das Arbeitsklima war locker, vieles wurde in der Einheit selbst erledigt, selbst Designfehler in den Anlagen wurden selbsttätig korrigiert.
Das lief so gut und vergleichsweise reibungslos, dass regelmässig die Schwellköpfe aus Deutschland vorbeikamen um sich bei irgendwelchen Anlässen in unserem Licht zu sonnen.
In Deutschland kam dann im gleichen Konzern die Erfahrung, dass jeder klein klein vor sich hinarbeitet. Kaum jemand mit dem anderen redet, geschweige denn fachübergreifend. Neid, Egomanie und Besitzstandwahrung.
Mit diesem ständigen Kleinkrieg hätten wir bei der Produktion im Ausland auch nichts zustande gebracht.

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albert schulz 10.02.2015, 21:47
18. Der kleine Junge scheint sich richtig wohlzufühlen

„Ertragsziele würden oft exzessiv bis auf die unterste Ebene durchgestellt.“

Man nennt das Delegieren von Verantwortung, und das ist vernünftig, weil man die ganzen Hanseln dazwischen nicht hat, die sich den ganzen Tag auf die Brust klopfen und die Leute vom Arbeiten abhalten.

„Das Top-Management klone seine Nachfolger, Konzernzentralen seien eine "Schule der Intrigen".“

Gehorchen ist wichtigste Eigenschaft, ein alter Hut. War immer so und wird immer so blei-ben. Wer anderes erhofft ist gnadenlos naiv. Je größer der Laden, desto mehr Mittelbau, der 90% seiner Zeit mit Intrigen beschäftigt ist. Ein Problem großer Apparate. Wie die Seilschaf-ten allüberall. Die sind nicht deutsch sondern ziemlich menschlich.

"Wenn sich Unternehmen autistisch verschließen und die veränderten Wertvorstellungen in der Gesellschaft nicht wahrnehmen, werden sie keine gute Zukunft haben"
Warum sollten sie die derzeit maßgebliche anthroposophische Gartenlaubenromantik über-nehmen ? In der Wirtschaft herrscht stets Krieg und Kampf. Weicheier sind nicht erwünscht, es sei denn als Betthasen

„Dort sind Homosexuelle eine Rarität, erst allmählich entdecken schwule Manager das Ou-ting als Befreiung.“

Quark. Nicht jeder Schwule rennt fähnchenschwingend durch die Welt und outet sich. In den Führungsetagen dürfte es eine ganze Menge Homos geben, zumindest wenn sie noch nicht zu alt sind, aber das werden sie ganz sicher niemandem auf die Nase binden. Außer ihrer Frau vielleicht. Sie weiß das nicht gerade selten zu schätzen. Wie ist das eigentlich beim Spiegel ? Vermutlich wie überall. Jede Menge singuläre Mädels und angepaßte supersofte Jungs.

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albert schulz 10.02.2015, 21:52
19. Märchenstunde – voll am Leben vorbei

Der Schwulenparagraph fiel im Wesentlichen im Jahr 1969, eine der ersten Amtshandlungen der neuen SPD/FDP- Regierung.

Nicht jeder Schwule rennt fähnchenschwingend durch die Welt und outet sich. In den Füh-rungsetagen dürfte es eine ganze Menge Homos geben, zumindest wenn sie noch nicht zu alt sind, aber das werden sie ganz sicher niemandem auf die Nase binden. Außer ihrer Frau vielleicht. Sie weiß das nicht gerade selten zu schätzen. Wie ist das eigentlich beim Spiegel ? Vermutlich wie überall: Jede Menge frische singuläre Mädels und überangepaßte brave Jungs.

Homosexuelle sind im Übrigen kritiklose Frauenverehrer, Anbeter des Mütterlichen. Das dür-fen sie ruhig sein, aber sie sollen erwachsene Männer mit dem Unfug in Ruhe lassen. Die sind ganz zufrieden, wenigstens teilweise der mütterlichen Knute aus inniger Liebe und tie-fem Verständnis entronnen zu sein. Sie haben Respekt vor Frauen, aber keine Angst.
Vermutlich sind zwischen 20 und 50 Prozent aller Männer mehr oder weniger schwul, also alles andere als Exoten. Mit Genetik hat das rein nichts zu tun. Sondern mit den Mädels. Und der Wehrhaftigkeit der Jungs und mit ihrem Selbstwertgefühl.

Wirkliche Genießer sind bisexuell. Schon immer gewesen. Und sowohl tolerant und sensibel als auch bissig und aggressiv, je nachdem. Und lassen sich recht ungern von geschwätzigen alten oder jungen Vetteln verscheißern. Mit diesen kreischenden Jammerlappinnen vergli-chen ist der Papst ein ganz erträgliches Rindvieh.

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