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Manpower-Chefin Calasan: "Deutsche Firmen sind selbst schuld, wenn Fachkräfte fehlen"
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Fachkräftemangel? Richtig groß kann die Not nicht sein, sagt Vera Calasan im Interview. Die Chefin des Personalvermittlers Manpower findet, dass viele Firmen einer weltfremden Vorstellung vom idealen Bewerber nachhängen. Und für ausländische Mitarbeiter sind die wenigsten offen.

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MaxiScharfenberg 26.11.2012, 15:10
110. Sehr gut beobachtet!

...und richtig! Die Schmerzen bei der Suche nach den profilgerechten Arbeitnehmern sind keine echten Leiden. Es werden Menschen gesucht, die es nicht gibt und wenn man sich die dann nach Pseudoausschreibungen erfolgte tatsächliche Besetzung anschaut, denkt man, der Text wäre ein ganz anderer bei der Suche gewesen...

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bee2 26.11.2012, 15:10
111. Ungeeignete Personalabteilung

Personalabteilungen haben beim Einstellungsprozess zu viel Mitspracherecht bekommen, können aber fachtechnisch zu wenig Knowhow bieten, um Personal auszusuchen. Um nichts falsch zu machen, wird dann eher abgelehnt. Umständlich. Fachabteilungen sollte ihr Personal wieder mehr selbst auswählen. Den Rest, die Abwicklung der Einstellung, kann dann die Personalabteilung machen. Headhunter arbeiten im direkten Zusammenspiel mit der Fachabteilung vielfach effizienter.

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RoLf132 26.11.2012, 15:14
112. schaun wer mal

Folgender Text wurde kopiert - die Quelle war nicht zu eruieren:



(öffentlicher Arbeitgeber) Stadt Halle
„Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der konzeptionellen und organisatorischen Vorbereitung zumeist kulturgeschichtlicher Ausstellungen. Daneben wird die Mitarbeit bei der Betreuung der ständigen musealen Einrichtungen der Franckeschen Stiftungen sowie die systematische Inventarisierung und Dokumentation eines ausgewählten Bestandes aus den Stiftungssammlungen erwartet.
Vorausgesetzt wird ein akademischer Abschluss in einem kulturgeschichtlichen Fach – bevorzugt mit Promotion – mit einem Schwerpunkt in der Frühen Neuzeit. Da die Franckeschen Stiftungen für 2011 eine Ausstellung zur nordamerikanischen Geschichte vorbereiten, sind Kenntnisse der nordamerikanischen Geschichte sowie gute Englischkenntnisse wünschenswert.
Erwartet wird außerdem überdurchschnittliches Engagement, die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und die Identifikation mit den Zielen der Franckeschen Stiftungen.
Die Stelle wird mit einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von 1.000,00 € festgesetzt.“

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kfp 26.11.2012, 15:15
113.

Zitat von cyranodemadrid
Meine Frau ist Dipl. BWL, Marketing Expert mit internationaler Erfahrung und kann mi 4 Weltsprachen arbeiten, und sie findet keine Arbeit.
Was erwarten Sie denn? Ihre Frau ist - nun ja, eben eine Frau! Und das hier ist Deutschland, das Land der Herdprämien und Flexiquoten. Sehen Sie's gelassen, wenn Ihre Frau sich ein bisschen geschickt anstellt, schafft sie es vielleicht in ein paar Jahren bei Netto von der Regaleinräumerin zur Kassiererin aufzusteigen...

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yovanka 26.11.2012, 15:18
114. Die einzig richtige Entscheidung...

Zitat von cyranodemadrid
Meine Frau ist Dipl. BWL, Marketing Expert mit internationaler Erfahrung und kann mi 4 Weltsprachen arbeiten, und sie findet keine Arbeit. Sie wird sich nun selbstaendig machen.
im bestehen Marktumfeld. Viel Glück!

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snoook 26.11.2012, 15:19
115. Wenn sie selbst bei inländischen so zickig sind...

... weil der Bewerber nicht GENAU das anzubieten hat, was in der Ausschreibung stand, er (um Gottes Willen!) über 40 ist oder vielleicht sogar eine Frau (!) oder schwerbehindert oder oder oder, dann gehen Ausländer, die nicht perfekt Deutsch sprechen, keinen deutschen Abschluss haben und womöglich z.Zt. noch im Ausland wohnen natürlich überhaupt gar nicht!
Wo kämen wir denn da hin?

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mapsch 26.11.2012, 15:21
116. Fachkraftlüge

Ich bin Maschinenbautechniker mit allgemeinem (Englisch-) Abi und suche seit 3 Jahren einen Job. Meine einzige Chance wären ein paar Jobs mit Verantwortung, überdurchschnittlichen Arbeitszeiten, Reise- und Umzugsbereitschaft, Stressresistenz und Befristung gewesen. Die weiteren Anforderungen sind oft so speziell, dass ich einige davon neben dem Job erwerben müsste. So weit – so gut. Kommt das Gespräch auf die Bezahlung, könnte ich davon weder mein sehr bescheidenes Singleleben, noch die allseits empfohlene (gerade ruhende) Zusatzaltersvorsorge finanzieren, geschweige denn das benötigte Fahrzeug um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Meine Ausbildung ist auch noch nicht fertig bezahlt…Sehe ich in die Tariftabelle der IG-Metall, entspräche mein Gehalt dem einer ungelernten Hilfskraft. Und es geht hier wohlgemerkt NICHT um Zeitarbeit - die nehmen mich immer gern in ihre Datenbanken auf und finden dann auch nichts!! Als Hilfskraft oder Facharbeiter würde ich für das Geld auch arbeiten, aber da werde ich als überqualifiziert abgelehnt. Zwischendurch habe ich meine Flexibilität gezeigt und auch branchenfremd gearbeitet, aber mir wurde mehrfach gesagt, das mache sich nicht gut im Lebenslauf. Aha…damit verbaue ich mir also meine Zukunft??? Zudem bin ich offenbar mit 47 ein Greis - wenn auch noch recht rüstig! Dann lese ich vor einiger Zeit dass der deutsche Maschinenbau erstaunlich gut dasteht und derzeit Rekordumsätze produziert. Ich glaube längst verstanden zu haben, wozu die Einführung von Zeitarbeit in dieser Form gedient hat! Falls ich überhaupt wieder mal zum Vorstellungsgespräch geladen werde, nehme ich ein Leberwurstbrot mit, falls die da auch kurz vor dem verhungern sind! Ich bitte um Verständnis, dass ich derzeit leider nicht der Wirtschaft als ordentlicher Konsument dienen kann und nur Geld koste, auch (und gerade das) der Unternehmen!

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untutored 26.11.2012, 15:27
117. Volonatriat

Zitat von RoLf132
Folgender Text wurde kopiert - die Quelle war nicht zu eruieren: (öffentlicher Arbeitgeber) Stadt Halle „Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der konzeptionellen und organisatorischen Vorbereitung zumeist kulturgeschichtlicher Ausstellungen. Daneben wird die Mitarbeit bei der Betreuung ......
Bei dieser Stelle handelt es sich um ein Volonatriat von 2007.

Volontariat Ausstellungen (Franckesche Stiftungen zu Halle) - H-Soz-u-Kult / Chancen / Stellenangebote

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DarkSpir 26.11.2012, 15:27
118. Betriebssprache Englisch?

Unser Konzern ist von Deutschland aus international tätig. Intern reden wir schon deutsch miteinander, auch innerhalb der DACH-Gruppe. Mit allen Anderen geht es auf englisch. Das geht. Am Anfang bricht man sich da gegebenenfalls schon einen ab, aber: Die Leute sind meist auch keine Muttersprachler, die merken nicht wenn man selbst Gramatikfehler macht bzw machen sie selbst. Und was die Übersetzungsfehler betrifft: Die kann ich nicht vermeiden. Selbst wenn ich innerhalb des Konzerns auf Deutsch bleibe und den anderen Gruppen meine Sprache aufzuwingen, müssen sie sie auch selbst erst mal lernen. Und dann machen die die Übersetzungsfehler. Womit wir dann bei einer ganz besonders deutschen Unart sind: Wir wissen dann, wer den Fehler gemacht hat und es waren nicht wir. Klar. Wir können ja Deutsch.

Und um noch einen weiteren Seitenhieb auf die Sprachebene nachzuschieben: Setzt mal einen Franke, ein Bayer, ein Schwabe, ein Sachse, ein Pfälzer, ein Berliner und ein Hesse in ein Callcenter... ;)

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wachsamer 26.11.2012, 15:28
119. wachsamer

Die deutschen Fachkräfte sind in Österreich und der Schweiz beim Arbeiten, weil in diesen Ländern besser gezahlt wird. Auch nach Dänemark, Norwegen und Schweden sind Fachkräfte abgwandert. In Deutschland will man nur Hungerlöhne zahlen. Die Deutschen Unternehmer sind selbst schuld. Die sollen die Fachkräfte ordentlich zahlen, dann sind wieder genügend Fachkräfte verfügbar.

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