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MBA-Programme: Business Schools in der Krise
TUCK

Schlechtes Image, weniger Geld: Die Finanzindustrie hat Berufsanfängern nicht mehr viel zu bieten. Das spüren auch Business Schools - ihnen gehen langsam die Bewerber aus. Gehört der Master of Business Administration bald der Vergangenheit an?

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Korsowolle 19.03.2013, 13:38
30. Es wird höchste Zeit....

dass diese eindimensional ausgerichteten Verbildungsstätten verschwinden. Produzierten nichts als Heizdüsen im Sinne der Profitmaximierung - insbesondere des eigenen. Der dort 'gelehrte' Schwachsinn einer globalen und neoliberalen Profitmaschine ist absolut out - auch wenn sog. Wissenschaftler nicht lassen können von diesem Schwachsinn. Zieht sich leider durch alle Entscheidungsebenen dieser Gesellschaften. Shareholder Value ! Das Unwort des Jahrhunderts.

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guppsi 19.03.2013, 13:50
31. aus der Praxis

nichts für ungut, aber wie könnt Ihr denn bitte über den MBA herziehen, wenn die meisten von Euch gar keinen haben? Ich habe einen vor 2 Jahren einen an einer Topschule in UK gemacht. Vollzeit, 13 Monate. Ich war auch unsicher, im Endeffekt kauft man ja die Katze im Sack. Aber rückblickend möchte ich diese Zeit nicht missen. Ich bin um einige Euro ärmer aber um Erfahrungen reicher, die ich so nie bekommen hätte. Dies betrifft vor allem die Dinge, die mit dem akademischen nichts zu tun haben. Daher kann ich verstehen, dass das einen faden Beigeschmack hat, wenn hier jede FH einen MBA verkaufen will, der am Ende nur ein verpacktes BWL Studium darstellt. Es sollte strengere Regeln geben, was sich MBA nennen darf. Und als Tipp für diejenigen, die sich ernsthaft überlegen,einen MBA zu machen: Lieber ein paar Euro drauf legen und an eine der Top 20 Schulen Europas gehen. Sonst kann ich mir gut vorstellen, dass das Geld woanders besser angelegt wäre.

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AcrossTheUniverse 19.03.2013, 14:03
32. Es gibt besseres...

...als beispiel sei hier nur der MBA Sustainability der Leuphana Universität erwöhnt.

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Talloires 19.03.2013, 14:53
33. Nur eindimensionale Banker?

Wer das über ein seriöses MBA Studium sagt, hat keine Ahnung, aber umso mehr Vorurteile. Am französischen Insead (einer Gründung der Pariser Handelskammer) war der MBA Kurs schon 1969/70 mit drei Trimestern/Jahr, ohne Semesterferien, recht umfangreich. Ein abgeschlossenes Studium und einige Jahre Berufserfahrung waren für die Zulassung Voraussetzung, ebenso die Beherrschung der drei Unterrichtssprachen für Vorlesungen, Seminare und Arbeitsgruppen (Engl, Frz., Deutsch). Der studentische Arbeitstag in der Campusuniversität hatte wenigstens 12 Stunden; der Lehrstoff umfasste u.a. Buchhaltung, Finanzen, Planung, Organisation und Psychologie, Produktion, Statistik, Marketing, Programmieren etc. und jeden Tag als Gruppenarbeit umfangreiche Fallstudien zu den einzelnen Fächern die dann am nächsten Tag vorgetragen wurden. Der Akzent lag dabei nicht auf der Wissensvermittlung sondern auf der Fallanalyse und Entscheidungsübung .
Dass man sich dabei in einer internationalen Atmosphäre von Lehrkörper und Studenten aus über 20 Ländern zurechtfinden mußte, versteht sich von selbst.
Viele Absolventen wurden zunächst Consultants, arbeiteten in einem Unternehmen, wurden selbständig oder nahmen eine Tätigkeit in ihrem Familienunternehmen auf. Einige (wenige) gingen tatsächlich zu einer Bank. Einge arbeiteten aber auch wissenschaftlich weiter oder bei NGOs.
Was die wissenschaftliche Seite angeht: INSEAD betreibt selbst Forschung und ermöglicht Promotionen. Ist das nun alles eindimensional?

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mullerc 19.03.2013, 15:11
34. Erstaunlich...

welche Unkenntnis und Agressivität hier zu Tage tritt. Es sieht nicht so aus, als wenn die überwiegende Anzahl der Kommentatoren dieses Artikels eine dieser Schulen jemals von innen gesehen haben. Dort hätten sie zumindest gelernt, sich mit Urteilen zurückzuhalten, wenn man keine Ahnung hat.

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jenny_340 19.03.2013, 15:21
35.

Zitat von Korsowolle
dass diese eindimensional ausgerichteten Verbildungsstätten verschwinden. Produzierten nichts als Heizdüsen im Sinne der Profitmaximierung - insbesondere des eigenen
Und was produzieren Sie so? Nur heiße Luft?

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kawa_uli 19.03.2013, 15:27
36.

Zitat von guppsi
nichts für ungut, aber wie könnt Ihr denn bitte über den MBA herziehen, wenn die meisten von Euch gar keinen haben? Ich habe einen vor 2 Jahren einen an einer Topschule in UK gemacht. Vollzeit, 13 Monate. .
Donnerwetter ...dreizehn (13) monate......Vollzeit....? Soweit ich mich erinnere dauert eine kfz mechaniker ausbildung 3 jahre ......vollzeit.
Die koennen dann aber auch was..
Ich glaube 13 monate mba kann man sich allenfalls auf die "business card" drucken.
Haetten sie besser ein jodeldiplom gemacht ...dann haetten sie was eigenes....(hab ein mba ...aber zum glueck vorher was anstaendiges gelernt)
Gruss....

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elsol 19.03.2013, 15:50
37. selbstbewusst...

...ist eine nette Umschreibung für die Einstellung von so manchem MBA-Nachwuchs.

Wer hat denn bitte die Fotostrecke gemacht? Ironische Spielerei? Die stellen sich ja in Pose als wären sie Götterboten.

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sarang he 19.03.2013, 18:07
38. Gerade das Insead

Zitat von Talloires
Wer das über ein seriöses MBA Studium sagt, hat keine Ahnung, aber umso mehr Vorurteile. Am französischen Insead (einer Gründung der Pariser Handelskammer) war der MBA Kurs schon 1969/70 mit drei Trimestern/Jahr, ohne Semesterferien, recht umfangreich. Ein abgeschlossenes Studium und einige Jahre Berufserfahrung waren für die Zulassung Voraussetzung, ebenso die Beherrschung der drei Unterrichtssprachen für Vorlesungen, Seminare und Arbeitsgruppen (Engl, Frz., Deutsch). Der studentische Arbeitstag in der Campusuniversität hatte wenigstens 12 Stunden; der Lehrstoff umfasste u.a. Buchhaltung, Finanzen, Planung, Organisation und Psychologie, Produktion, Statistik, Marketing, Programmieren etc. und jeden Tag als Gruppenarbeit umfangreiche Fallstudien zu den einzelnen Fächern die dann am nächsten Tag vorgetragen wurden. Der Akzent lag dabei nicht auf der Wissensvermittlung sondern auf der Fallanalyse und Entscheidungsübung . Dass man sich dabei in einer internationalen Atmosphäre von Lehrkörper und Studenten aus über 20 Ländern zurechtfinden mußte, versteht sich von selbst. Viele Absolventen wurden zunächst Consultants, arbeiteten in einem Unternehmen, wurden selbständig oder nahmen eine Tätigkeit in ihrem Familienunternehmen auf. Einige (wenige) gingen tatsächlich zu einer Bank. Einge arbeiteten aber auch wissenschaftlich weiter oder bei NGOs. Was die wissenschaftliche Seite angeht: INSEAD betreibt selbst Forschung und ermöglicht Promotionen. Ist das nun alles eindimensional?
ist für seine Netzwerke berühmt berüchtigt, ohne die zumindest in der Vergangenheit eine Karriere in Frankreich zeitweilig fast unmöglich war.

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Jens Schuetz 19.03.2013, 18:46
39. MBA vs Dipl Ing

Zitat von kawa_uli
Donnerwetter ...dreizehn (13) monate......Vollzeit....? Soweit ich mich erinnere dauert eine kfz mechaniker ausbildung 3 jahre ......vollzeit. Die koennen dann aber auch was.. Ich glaube 13 monate mba kann man sich allenfalls auf die "business card" drucken. Haetten sie besser ein jodeldiplom gemacht ...dann haetten sie was eigenes....(hab ein mba ...aber zum glueck vorher was anstaendiges gelernt) Gruss....
Ich hab einen MBA und bin nun so schlau als wie zuvor. Ein MBA verschafft einem einen Ueberblick in vielen Bereichen. Will man sich dann auf einen spezialisieren, gibt es aber kein Vorbei an praktsicher Erfahrung.
Ist der Rest vom MBA dann Verschwendung?
Ich denke es ist gut wenn man als Projektleiter in der Entwicklung zum Beispiel auch weiss wie Marketing funktioniert und wie die Verkaeufer denken. Selbst wenn man nie das Marketing selber macht, hilft es einem doch bessere Produkte zu entwickeln. Als reiner Ingenieur verbeisst man sich sonst zusehr in hoeher schneller weiter und hoert nicht so gut auf das was Kunden zBsp wollen.

Gleiches in meinem Ingenieurstudium (in Deutschland). Ich bin in die Gentechnik gegangen und brauchte also keine technische Mechanik, Elektrotechnik usw. Gut war es trotzdem und hat mir geholfen bessere Laborgeraete fuer den Eigenbedarf zu basteln.

Vom Aufwand her sind MBA (USA) und Ingenieur (D) sehr aehnlich. Waehrend die Vorlesungen und Pruefungen in D intensiv waren, hatte man aber noch genug Freizeit fuer Sport oder andere Freizietaktivitaeten. Bei den Amis sind die Pruefungen leicht und die Vorlesungen human, aber dafuer halten sie dich aucha usserhalb der Shcule mit Hausaufgaben beschaeftigt. Die Professoren sind auch von anderer Qualitaet, akademisch schwach, aber dafuer mehr praktische Erfahrung. Networking an Ami Unis wird stark ueberschaetzt., aber vielleicht sieht das bei Skull und Bones anders aus?

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