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Mehr Kreativität: So planten Genies ihren Tag
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Von Beethoven bis Andy Warhol wussten sich berühmte Geistesgrößen zu helfen, um Raum für Kreativität zu schaffen. Der Trick mit dem abgeschraubten Türknauf oder Picassos "Zu-Hause-Tag" - der Überblick über sehr eigene Rituale.

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al2510 24.03.2015, 07:32
1. Wan werden wir endlich aufhören

zum Werk unserer Hände zu sagen: Mein Gott.
Wir brauchen nicht solche "Größen" zu betrachten, es reicht doch im Baumarkt vorbei zu sehen. Das wird natürlich verachtet, weil das ist ja nützlich, wenn es nicht Kunst werden soll.
Aber wäre es nicht viel besser wir würden so viel Zeit und Interesse für die Probleme und Nöte unseres Mitmenschen aufwenden. Gestern beim Nähen habe ich mir auch gedacht, wäre es jetzt nicht schöner mit Menschen zusammen zu sitzen und zu reden. Nur leider ist das nicht möglich, weil jeder etwas Großes sein will und sich durch seine Arbeit verherrlicht. Und weil jeder etwas Großes sein will, verachtet er das Werk der anderen weil er ja der Größte sein will, und alle sind unglücklich. Und jeder macht etwas noch Größeres und alle sind noch unglücklicher, weil keiner die Größe erkennen will, weil man ja selber der Größte sein will.
Gemeinsam einsam.
Lauter Kleine können ihre Unfähigkeit ertragen und sind aufeinander angewiesen. Da ist man glücklich. Da ist der Nächste der Gott, der Helfer in der Not. Da hat man echte Freunde. Weil keiner ein Großer sein will.

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nandolino 24.03.2015, 11:16
2.

Also mein Tagesablauf und der anderer Genies läuft meistens normal ab ,nur auf einer anderen Ebene.

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syracusa 24.03.2015, 14:15
3. eine andere Strategie

Eine andere, in meinen Augen die wichtigste überhaupt, Strategie zur Förderung von Kreativität besteht darin, "neben der Spur" zu denken.

Unser Hirn arbeitet am effektivsten, wenn es in eingefahrenen Bahnen denkt. Aber das lähmt nicht nur die Kreativität, sondern führt über das Phänomen der "kognitiven Dissonanz" oft sogar zu Wahrnehmungs- und Verständnisfehlern. Einsteins Schaffung der speziellen Relativitätstheorie beispielsweise beruht "lediglich" in der Aufgabe einer solchen liebgewordenen Denkgewohnheit. nämlich sich von der Definition (!) Newtons einer absoluten, von allem unabhängig und gleichmäßig fließenden Zeit zu verabschieden. Dazu reichte es völlig aus, die Lichtgeschwindigkeit als oberste Grenzgeschwindigkeit anzunehmen. Der Rest ist weitgehend trivial, denn da reicht schon der Satz des Pythagoras, um über ein paar kurze Umwege die berühmte Formal E=mc² abzuleiten.

Dieses "Neben-der-Spur-Denken" kann man sich antrainieren. Warhol ist ein gutes Beispiel dafür, aber eigentlich gilt das für die meisten Kreativen aus Kunst und Wissenschaft, die nicht nur modische Eintagsfliegen geblieben sind, sondern die zeitlose Wereke geschaffen haben.

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Herr Hold 24.03.2015, 15:58
4. Teilweise

Zitat von nandolino
Also mein Tagesablauf und der anderer Genies läuft meistens normal ab ,nur auf einer anderen Ebene.
Das stimmt nur teilweise. Mein normaler Tagesablauf wird von Zeit zu Zeit von genialen Einfällen unterbrochen, die ich dann in Melodien kleide, in Gemälden umsetze, in mathematische Formeln bringe. Manchmal bin ich auch etwas müde, weil ich nachts wach bin und neue Planeten und Sterne finde.

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curryander 24.03.2015, 16:05
5. fuer dieses buch

wurde doch hier bei spon schon geworben.

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BettyB. 24.03.2015, 18:26
6. Das ist ein Ding...

Warhol als Geistesgröße, er, dem Gunter Sachs die gesamten in Hamburg ausgestellten Bilder abkaufte, um nicht als schamlos belächelter Galerist in die Geschichte einzugehen, weil er kein einziges verkauft hatte. Sachs machte den Grafiker Warhol, der ansonsten mit ihm zum Gespött nicht nur der New-Yorker-Szene geworden wäre, zum weltbekannten Maler von wahrlich bezweifelbarer künstlerischer Qualität. So weit, so originell. Aber wo bleibt dabei der nicht rein kaufmännische Geist? Wenn, dann nur bei Sachs...

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Sam_Dicamillo 24.03.2015, 19:05
7.

an BettyB. sie blicken durch, Warhol als "Künstler" zu bezeichnen war ein infame Lüge, und beleidigung für "Echten"
Künstler, die sich um das Handwerk und Gehalt gekümmert hatten.
Er errinert mich an Leonard Cohen und Lou Reed, zwei angeblichen "Sänger", die zusammen niemals einen einzigen
Ton richtig intonierten.

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Lady Hesketh-Fortescue 24.03.2015, 19:57
8.

Zitat von BettyB.
Warhol als Geistesgröße, er, dem Gunter Sachs die gesamten in Hamburg ausgestellten Bilder abkaufte, um nicht als schamlos belächelter Galerist in die Geschichte einzugehen, weil er kein einziges verkauft hatte. Sachs machte den Grafiker Warhol, der ansonsten mit ihm zum Gespött nicht nur der New-Yorker-Szene geworden wäre, zum weltbekannten Maler von wahrlich bezweifelbarer künstlerischer Qualität. So weit, so originell. Aber wo bleibt dabei der nicht rein kaufmännische Geist? Wenn, dann nur bei Sachs...
Andy Warhol hat sehr früh angefangen, war bereits in den 50ern ein enorm erfolgreicher Grafiker und hat zehn Jahre an seiner Technik gefeilt, sein Netzwerk ausgebaut und systematisch auf seinen Durchbruch hin gearbeitet. Und Sie glauben zu wissen, dass an einer einzigen Aktion sein Erfolg hing?

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monoman 24.03.2015, 20:17
9.

Wer kreativ komplett unbegabt ist, der käuft sich einfach Kreativität: Mit dem Schlafsack in die Fussgängerzone und bei vier Grad Celsius vor der Applekathedrale übernachten, um sich am nächsten Tag das neueste i-rgendwas zu kaufen. Damit kann man sich dann wenigstens kreativ vorkommen, wenn man es schon nicht ist. Auf jeden Fall sieht man damit wenigstens kreativ aus, in Werbeagenturen oder sonstigen Nerdstuben sieht man ja auch überall die leuchtenden Äpfel ;-)

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