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Mein Leben als Essenslieferantin: "Auf dem Tisch lag eine Waffe"
DPA

Schlecht bezahlt und kaum Rechte: Essenslieferdienste stehen wegen der Bedingungen für ihre Fahrer in der Kritik. Eine junge Frau berichtet, warum sie den Job trotzdem jahrelang gemacht hat.

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ansv 18.04.2018, 18:30
1.

Netter Bericht - hat nur mit der heutigen Situation der Lieferfahrer nichts mehr zu tun. Ein gestelltes Auto? Hier gibt es nur Fahrräder, die gehören den Fahrern, die sie instandhalten, die bei Wind und Wetter taugliche Kleidung brauchen und - wie am Rande erwähnt - nur für die Strecken bezahlt werden, für die es Auträge gibt. Das Unternehmerische Risiko liegt beim Fahrer. Komplett, denn auch das Handy ist privat. Und das alles für wunderbare 8,50 / beauftragte Stunde.

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112211 18.04.2018, 19:15
2. App

Man designe eine APP und beute damit Arbeitnehmer aus. Wie praktisch.

Irgendwie ist mir noch nicht so recht in den Sinn gekommen, wie man auf die Idee kommen kann, sich -abgesehen von absoluten Nahrungsengpässen in den eigenen 4 Wänden- im Restaurant zubereitetes Essen nach Hause liefern zu lassen, zu einem durchaus stattlichen Preis. Für die Restaurants mag das eine teilweise lohnende zusätzliche Einnahmequelle sein, für den Kunden aber bei vielen Speisen der Verzicht auf Geschmack. Eine Pizza schmeckt nur frisch aus dem Ofen lecker, aber niemals aus einem Pappkarton. Gleiches gilt für viele weitere Speisen.

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fromdalake 18.04.2018, 19:50
3.

Unterstreiche ich 1:1! Erinnert mich an meine Zeit als Student - nur dass ich damals 4,65? die Stunde bekam, mit Trinkgeld aber meist deutlich über 10?. Klasse war immer der Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen - Studentenparties am Fluss, Zahnärzte (immer ohne Trinkgeld), Rotlichtmitarbeiter/innen (sehr gutes Trinkgeld), Bereitschaftspolizei, Sanis. Leuten, den man selten in dieser Mischung begegnet. Und ja - gebt Trinkgeld und seid nett, ohne das ist der Job kein schöner

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varlex 18.04.2018, 19:57
4.

Zitat von ansv
Netter Bericht - hat nur mit der heutigen Situation der Lieferfahrer nichts mehr zu tun. Ein gestelltes Auto? Hier gibt es nur Fahrräder, die gehören den Fahrern, die sie instandhalten, die bei Wind und Wetter taugliche Kleidung brauchen und - wie am Rande erwähnt - nur für die Strecken bezahlt werden, für die es Auträge gibt. Das Unternehmerische Risiko liegt beim Fahrer. Komplett, denn auch das Handy ist privat. Und das alles für wunderbare 8,50 / beauftragte Stunde.
Steht doch so prinzipiell auch im Bericht.

Ansonsten, es ist wohl insgesamt von der Region und dem Auftraggeber abhängig.

Der Lieferdienst, bei dem ich regelmäßig bestelle, da kommen alle Lieferanten mit dem Auto.

Insgesamt ist dies eine der wenigen Bereiche, in dem ich Barzahlung bevorzuge, da leider kein Trinkgeld in die Kartenzahlung eingepreist werden kann. 10% sind mir da selbstverständlich.

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herbert 18.04.2018, 21:20
5. Auch wenn viele das Geld nötig haben aber

man hat auch das Recht diesen Job schlicht abzulehnen.
Niedriglohnland Deutschland und wo ist der Aufschrei der Gewerkschaften und den Linken plus SPD ?

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kumi-ori 19.04.2018, 04:58
6.

Ich finde es generell nicht angebracht, sich ein Urteil über seine Kunden zu erlauben. Wohnung geschmackvoll oder nicht, Zuhälter oder nicht - darüber sollen andere sich den Kopf zerbrechen.

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christof.schroeter 19.04.2018, 06:03
7. Mindestlohn nur mit Trinkgeld ausreichend?

Sie bekommt Mindestlohn und ist auf Trinkgeld angewiesen. Was bedeutet das für geringqualifizierte Angestellte in Branchen, die kein Trinkgeld bekommen?

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kumi-ori 19.04.2018, 06:04
8.

Zitat von herbert
man hat auch das Recht diesen Job schlicht abzulehnen. Niedriglohnland Deutschland und wo ist der Aufschrei der Gewerkschaften und den Linken plus SPD ?
Die SPD hat hier mit dem Mindestlohn schon sehr viel erreicht. 8,40 + ca. 3 Euro Trinkgeld/Stunde ist ja so schlecht auch wieder nicht.

Es muss auch Jobs geben, bei denen man sich in zehn Minuten einigt, ohne ein dreimonatiges Bewerbungsverfahren zu durchlaufen, und aus denen man mit einem Telefonanruf wieder aussteigen kann. Die wenigsten Studenten planen, bis an den Rest ihres Lebens Pizza spazierenzufahren.

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vö123 19.04.2018, 09:24
9. Was ist denn das für eine Überschrift?

Mein Leben als Essenslieferantin: "Auf dem Tisch lag eine Waffe"
Die Geschichte hatte mit ihrem Leben doch überhaupt nichts zu tun!

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