Forum: Karriere
Mein Leben als Zahnarzt: "Besserwisser kann ich nicht leiden"
DPA

Der Job war nicht sein Traum, aber die gute Bezahlung zu verlockend. Ein Zahnarzt berichtet - von unnötigem Gequatsche in der Praxis, besserwisserischer Patienten und nervigen Ausreden für schlecht gepflegte Zähne.

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andre_gottschling 03.03.2017, 11:15
50.

Zitat von viwaldi
Leider glauben viele Menschen, weil sie ein Einser-Abitur haben und viel Geld verdienen wollen, sie wären handwerklich geschickt genug, Zahnarzt zu werden. Dann gibt es viele, die glauben wirklich, die Gesundheit des gesamten Menschen hinge allein von den Zähnen und der Zahnstellung ab. Die wollen jedem erst Mal den Kiefer komplett neu sortieren und sanieren. Da werden 70 Jährigen .....
Genau!
Daher kam ja auch bereits von anderer Beitragsseits der Hinweis das es zum Automechaniker gereicht hätte. Autos quatschen wenigstens nicht so viel.

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Dr.HansWurst 03.03.2017, 11:22
51. So ein absoluter Quatsch!

Liebe Spiegelredaktion, recherchiert doch bitte besser nach für eure Artikel.
Mit platzt buchstäblich der A……, wenn ich so etwas lese. Es wird hier das Bild vermittelt, ein STUDENT könne das Berufsleben eines Zahnarztes einschätzen und darf dies auch noch öffentlich kundtun. Ich frage mich mit welchem „reichhaltigem“ Erfahrungsschatz der Student (der bis zu seinem Examen maximal 20 Patienten behandelt hat), zu solchen Aussagen kommt? Würde sich ein Kollege, der seit 20 Jahren im Berufsleben steht, zu solchen Aussagen hinreißen lassen, würde ich noch sagen: Ok. Inhaltlich mit einigen Abstrichen und weniger von oben herablassend, könne man den Artikel noch als „konstruktiv“ ansehen, bzw. als Resümee seiner Berufserfahrung. Auf welchen Säulen stützen sich nun aber die Aussagen des Studenten? Ich, als Lehrender an einer Uniklinik, schätze die Situation der/des jungen „Kollegin/en“ etwas anders ein. Hier steht der minimale eigene Aufwand der maximalen Ausbeute an Scheinen gegenüber. In Wirklichkeit wissen die Patienten oft besser bescheid als die Studenten selbst, denn Letztere bereiten sich oft nicht auf die einzelnen Arbeitsschritte am kommenden Behandlungstag vor und sind dann natürlich genervt von den Patienten, die „alles besser wissen“... um nur ein Beispiel zu nennen. Alles in Allem, zeigen die hier beschriebenen zahnärztlichen Probleme im Behandlungsalltag, die Überheblichkeit und fehlende Selbstreflektion der heutigen Studenten.

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Putenbuch 03.03.2017, 11:28
52. Zweifelhafte Selbsteinschätzung...

"ich habe gerne mit Menschen zu tun..."
Was danach kommt, klingt aber garnicht danach. Menschen sind unperfekt, Menschen haben Angst, schließlich müssen sie sich vor dem Arzt eine Blöße geben, sind in Not, ob nun verschuldet oder unverschuldet hat den Arzt i.d.R. nicht zu interessieren. Und sie sind dort oft, weil sie müssen, nicht weil sie wollen. Was der Autor nach dem Eingangssatz beschreibt, lässt eher auf einen Menschenfeind schließen, jemand der Mitmenschen nur als Mittel zum Zweck benutzt. Sei nützlich, damit ich schnell und effizient Kohle an dir verdienen kann und halte ansonsten bitte die Klappe. Ein echter Menschenfreund....

Nein, lieber Jungzahnarzt, es ist nicht die Aufgabe des Patienten, Ihnen zu gefallen, oder sich vor Ihnen zu rechtfertigen, oder nützlich für Sie zu sein.
Patienten wäre vermutlich besser damit gedient, wenn sich der Beschriebene einen anderen Beruf suchen würde. Bei Bento gibt es gerade so einen ermutigenden Artikel über den beruflichen Neuanfang, da sollte er mal reinschauen. Ich meine das überhaupt nicht zynisch, sondern ganz ernst.
Vor einem Zahnarzt wie dem möchte ich mir keine Blöße geben müssen. Mit besten Grüßen

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schillers_locke 03.03.2017, 11:31
53.

Mir ist es egal, ob ein Arzt emphatisch oder superfreundlich ist. Solange er respektvoll mit mir umgeht, kann ich eine kühle und professionelle Behandlung aushalten. Natürlich nur, wenn die Arbeit auch handwerklich (scheinbar) nicht zu beanstanden ist.
Der dargestellte Student mag seine Arbeit - wenn alles rund läuft und es ein Idealpatient ist. Finde ich auch nicht verwerflich.

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finger_weg 03.03.2017, 11:35
54. Wahnsinn

Studiert noch Zahnmedizin, steht kurz vor dem Examen und fühlt sich offensichtlich schon kompetent, solche Aussagen zu machen. Vor solchen "Nichtzahnärzten" kann man nur warnen. Leider gibt es zuviele von diesen Typen, die diesen Beruf nur wegen des Geldes wählen, denn in keinem anderen Job geht das so einfach. Der "Kunde ist König" gilt für diese Berufsgruppe nicht. Zum Glück gibt es auch gute Zahnärzte, die nicht so ticken.

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narbonne 03.03.2017, 11:36
55. Besserwisser

Es ist sicherlich nicht einfach, Menschen jeden Tag in den Mund zu schauen. Das haben diese Leute aber als Beruf gewählt. Da Ärzte nachweislich Fehler machen, ist es verständlich, dass Patienten sich vorher informieren und Behandlungsvorschläge des Arztes in Frage stellen. Das ist bei Handwerkern nicht anders. Auch Handwerker behaupten viele Dinge, die sich hinterher als falsch erweisen. Viele Menschen lassen sich leider einschüchtern, schweigen und es kommt zu Fehlern. Darunter leidet ausschließlich der Patient, denn es ist kaum möglich, den Arzt,der in diesem Fall "Handwerker" ist, zu belangen.

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eggshen 03.03.2017, 11:38
56. Sozialneid...

Zitat von kuschl
... Was mich an der Diskussion stört, ist der durchscheinende Sozialneid, den einige Foristen gleich wieder zu einem Rundumschlag gegen bestimmte Berufe pauschal nutzen. ...
Ich glaube, da interpretieren Sie zu viel.

Allerdings erkennen immer mehr Kunden (aka Patienten), daß Medizin von Ärzten immer stärker als handwerkliche Dienstleistung verstanden wird, aus der man das Maximum herausschlagen möchte.
Von mir aus ist das auch OK. Jedoch sollten die 'Halbgötter in weiß' dann akzeptieren, daß die Kunden nicht mehr so viel auf den Nimbus des Arztes geben und ggf. auch (subjektiv empfunden) 'besserwisserisch' auftreten - oder sogar den Dienstleister (aka Arzt) wechseln, weil sie mit dessen Leistungen nicht zufrieden sind.

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yogiPlus 03.03.2017, 11:54
57. statt Zucker nimm' Xylit & einmal täglich Chlorhexedrin Spülung 0.05%

Ansonsten zur Aufklärung frei im Internet runter zu laden:
1) „Zahnarztlügen: Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt“ -
von Dorothea Brandt und Dr. Lars Hendrickson
2) „Zahngesund: Wie Sie ohne Zahnarzt gesund bleiben“ -
Dorothea Brandt und Dr. Lars Hendrickson

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rwweide 03.03.2017, 11:56
58. Bitte den Beruf wechseln

Es gibt auch andere Fälle. Ich selbst habe seit meiner Kindheit das Problem, dass wenn mir einer in den Mund langt und kommt zu nahe an Gaumen oder hinteren Zungenberreich muss ich würgen quasi kot..... Kein Zahnarzt bis heute hatte bisher dafür Verständnis oder Geduld, mir bleibt nur noch die teure private Zahnklinik mit Narkose. Ich kenne kaum einen Beruf, wie der Zahnarzt, wo fehlendes Einfühlvermögen fehlt.

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Luke1973 03.03.2017, 11:56
59. Zahnarzt

Also dieser Herr hat wirklich den falschen Beruf gewählt. Davon, dass er angeblich gern mt Menschen arbeitet, merkt man nun wirklich gar nichts. Er wäre in einem zahntechnischen Labor sicher besser aufgehoben.

Er verkörpert so ziemlich alles, was heutzutage an Ärzten und der Medizin im allgemeinen kritisiert wird.

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