Forum: Karriere
"Meistertitel so viel wert wie Studium": Chef verteidigt Wurstverkäuferin auf Faceboo
Kzenon/Getty Images

In einem bayerischen Supermarkt soll sich eine Kundin despektierlich über eine Mitarbeiterin hinter der Fleischtheke geäußert haben. Der Chef des Ladens ließ sich im Netz darüber aus. Die Reaktionen überraschten ihn.

Seite 11 von 33
thiloj 31.05.2019, 21:18
100. Da fällt mir der Witz ein

In der Metzgerei: "Ich hätte gern Leberwurst - von der groben, fetten." - "Tut mir leid, die hat heute Berufschule."
https://m.spiegel.de/panorama/witz-8-der-mit-der-wurst-a-387781.html

Beitrag melden
ancoats 31.05.2019, 21:25
101.

Zitat von spon_2485973
Bei aller Wertschätzung für jegliche Form der Beschäftigung: ein akademischer Abschluss und ein Meisterbrief, ein Abitur und eine Duale Berufsausbildung stehen nicht im Bildungsstand gleichberechtigt nebeneinander. Die Breite und die Vielfalt des Wissens ist bei einer universitären Ausbildung ungleich umfangreicher, als bei einer Berufsausbildung. Wer dies nicht akzeptieren möchte, kann damit hadern, sich selbst und anderen etwas vormachen aber die Tatsache wird sich nicht ändern.
Na ja, mindestens beim heutigen Bachelor of Irgendwas darf das schon mal getrost bezweifelt werden; "Breite und Vielfalt des Wissens" habe ich dort bislang eher selten angetroffen... Aber wie auch immer: akademische Bildung sagt auf jeden Fall nicht per se etwas darüber aus, ob jdie entsprechende Tätigkeit / der jeweilige gesellschaftliche Beitrag "wertvoll" ist oder nicht. Ganz im Gegensatz zum dämlichen Ausspruch dieser Dame, denn der sagt zielich viel aus über deren Weltsicht, Manieren, Empathie und soziale Kompetenz. Und nix Gutes.

Beitrag melden
klampar 31.05.2019, 21:27
102. Einfach nur völlig respektlos

Allerdings muß ich zur Stellungnahme von EDEKA hinzufügen, dass es genauso wenig eine Rolle spielt, ob ein Mitarbeiter eine Ausbildung und einen Schulabschluss hat - auch Leuten ohne irgendeine Qualifikation hat man respektvoll gegenüber zu sein und sollte nicht als abschreckendes Beispiel darstellen.

Beitrag melden
widower+2 31.05.2019, 21:29
103. Ach so!

Zitat von altai
Das ist eine virale Kampagne der EDEKA AG. Und ihr fallt darauf alle rein. Ich war dabei die Frau hat sowas auch nicht gesagt sondern was anderes.
Wenn Sie angeblich dabei waren, könnten Sie uns hier doch über den tatsächlichen Sachverhalt aufklären. Warum tun Sie das also nicht und machen sich hier wichtig?

Beitrag melden
achimriess 31.05.2019, 21:40
104. Bravo!!!

So einen Chef möchte ich auch haben!!!

Beitrag melden
KPX 31.05.2019, 21:40
105.

Zitat von MisterD
das war von der EU ein sehr unglücklicher Kunstgriff, um die deutschen Abschlüsse überhaupt irgendwo reinzupacken. Außerhalb Deutschlands kennt man nämlich weder Meister, noch staatl. gepr. Techniker... Das diese Gleichstellung lachhaft ist, können Sie alleine schon erkennen, wenn Sie sich mal die Ausbildungsdauer vor Augen führen... Bachelor = min. 6 Semester Studium Techniker = 2 Jahre Schule Meister = 1 Jahr Schule Selbst wenn der Stoff vom Niveau her derselbe wäre (was er nicht ist), würde das nicht hinkommen. Lassen Sie doch einen Handwerksmeister mal eine gewöhnliche Differenzialgleichung 2. Ordnung lösen, dann wissen Sie, wie gleichwertig das alles ist ;)
Ich würde gern den Hochschulabsolventen sehen, der fünf Jahre nach seinem Studium noch eine "gewöhnliche Differentialrechnung" lösen kann - ich könnte das nicht.
Vor allen Dingen kann man damit kein Geld verdienen.......
Ändert sich eigentlich das Niveau wenn der Meister oder der Azubi Abitur hat?

Beitrag melden
Gottloser 31.05.2019, 21:53
106. Liebe Journalsten

Schmeißt die vermeintlichen Social Media auf den Müll. Nicht jedes Post ist relevant. Ich würde eher sagen 1 von 1000000 hat Relevanz. Der Rest ist Geschwätz!

Beitrag melden
Michiko 31.05.2019, 21:54
107. Darf man sich jetzt, analog zu den alten weißen Männern, ...

...über junge weiße Frauen auslassen?
Oder setzt mir Margarete Stokowski gleich ein Stoppschild vor die Nase, weil per Definition ein unterdrücktes Geschlecht gar nicht Macht ausüben kann?

Beitrag melden
auf_ein_wort 31.05.2019, 21:55
108. das kenn ich nur zu gut ..

Ich selbst arbeite als Aushilfe an der Kasse in einer Netto-Filiale. In meinem Hauptjob habe ich sehr viel Verantwortung und ein entsprechendes Gehalt.
Ich mach den Job gern, weil ich schon während meines Studiums kassiert habe.
Häufig erlebe ich abwertendes und anmaßendes Verhalten der Kunden. An mir prallt das ab. Aber einige meiner Kolleginnen haben leider nicht das Selbstvertrauen, um sich zu wehren. Die machen einen Knochenjob, unter hoher Belastung. Dem gehört Respekt gezollt und keine Verachtung.

Beitrag melden
hans-jürgen74 31.05.2019, 22:04
109.

...ich bin seit 20 Jahren bei einem Discounter und habe davor 5 Jahre bei 2 Selbständigen gearbeitet, bzw. Ausbildung und Fachabitur damit gemacht (höhere Handelsschule vorher).

Ich würde mich hüten mit einem Finger auf jemanden zu zeigen und zu diffamieren, der mir meine Nahrungsmittel verkauft.

Ich glaube eher das die Frau einfach nur dumm war, und ihr Kind "anspornen" wollte.

Geht natürlich überhaupt nicht! Die Verkäuferin hat vllt. Lust an ihrer Arbeit? Verdient vllt. keine 80k, aber sie ist vermutlich glücklich mit ihrer Arbeit?
(Ja, ich habe während den ersten 2 Jahren auch an der Wurst/Käsetheke gestanden, und ich muss sagen das hier auch sehr viel Wissen erfordert wird, Fleisch aus ganzen Teilen zu zerschneiden, alle Käsesorten kennen etc...)

Was mir wirklich die letzten Jahre auffällt, ist, das die Gesellschaft uns "Verkäufer/innen" für Leibeigene und Dumm hält... und das ist traurig, und das ist die Kernaussage von dem Marktleiter! Wir sind nicht dumm, wir wissen nur was wir tun! Würden wir es nicht wissen (ich fange jetzt nicht mit z.B. HACCP an!) würde die halbe BRD an Brechdurchfall leiden (überspitzt gesagt...)....

Beitrag melden
Seite 11 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!