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"Meistertitel so viel wert wie Studium": Chef verteidigt Wurstverkäuferin auf Faceboo
Kzenon/Getty Images

In einem bayerischen Supermarkt soll sich eine Kundin despektierlich über eine Mitarbeiterin hinter der Fleischtheke geäußert haben. Der Chef des Ladens ließ sich im Netz darüber aus. Die Reaktionen überraschten ihn.

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Gottloser 31.05.2019, 22:05
110. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Edeka-Fleischverkäuferin

Aber auch zur Fleischverkäuferin im nahen REWE bzw in der externen Metzgerei im Supermarkt. Ach ja, das Fleisch, die Wurst, der Käse und sogar der Fisch Skins bestens. Man muss nicht zum Veganer werden!

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eineve 31.05.2019, 22:06
111. traurig

das noch heute frauen, deren kinder gezwungen sind sie mit dem m-wort "liebevoll" anzusprechen, so mit ihnen umgehen um diesen die zukunft zu zerstören, nur weil sie nicht einsehen wollen mit ihrem erziehungsauftrag auseinander zusetzen und derart menschen unwürdig sich verhalten.
es ist ja auch gegenüber dem kind respektlos es derart in der öffentlichkeit vor zu führen, es würde nichts tun.

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alter Schwede 1965 31.05.2019, 22:10
112. Noch einen:

Früher nannten wir die Bachelor-Absolventen einfach korrekt: Studienabbrecher mit Vordiplom, aber weiß Gott nicht Akademiker, was sie sicher nicht sind. Ich freue mich auf den Shit-Storm!

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dagmar1308 31.05.2019, 22:15
113. Es ist einerseits richtig,

dass eine Berufsausbildung genau so gleichwertig ist wie ein Studium, insbesondere genau so ehrenwert. Es kommt aber darauf an. Auf beiden Seiten gibt es Pfeifen. Wursttheke: meine Frau, früher Bäckereifachverkäuferin, hat während ihres Studiums oft hinter der Fleischtheke beim HL gejobbt. Die Stories der versierten Utensilien der Festangestellten höre ich immer wieder.
Sie hat dann lieber über 30 Jahre als Psychologin angestellt gearbeitet.
Beide Milieus kenne ich als Hilfsarbeiter ohne Schulabschluß, als Handwerker mit Berufsabschluß und als Diplom Volkswirt.
Es kommt auf den Menschen an und wie er seine Arbeit verrichtet.

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ge1234 31.05.2019, 22:20
114. Es ist ...

... natürlich grober Unfug, eine handwerkliche Ausbildung mit einem Universitätsstudium gleichzusetzen oder sogar höher zu bewerten; nichtsdestotrotz hat jeder den gleichen Respekt verdient, der seinen Lebensunterhalt durch eigene Arbeit verdient, ob er nun Müllwerker, Metzgermeister, Zahnarzt oder Atomphysiker ist. Allerdings bezweifle ich, dass hinter der Fleischtheke bei Edeka, Rewe oder sonstigem Supermarkt - Ausnahmen bestätigen die Regel- tatsächlich gelernte FleischfachverkäuferInnen stehen. Solches Fachpersonal, welches seinen Beruf tatsächlich von der Pike auf gelernt hat, findet man eigentlich nur noch in Familienbetrieben bzw. kleinen Metzgereien auf dem Land. Das gleiche gilt für Bäckereien und entsprechend BäckereifachverkäuferInnen.

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Atheist_Crusader 31.05.2019, 22:22
115.

Zitat von hw7370
Haben sich auch die Maenner fuer die Maennerfeindkliche Edekawerbung auf Youtube bedankt? Davon abgesehen hat Herr Werner Recht und zeigt die Arroganz so mancher Damen, die oft genug von Maennern ernaehrt werden.
Es spielt überhaupt keine Rolle wer da wen ernährt. Selbst wenn die Frau drei Doktortitel und ganz allein einen Multi-Milliarden-Euro-Konzern hochgezogen hätte, wäre das immer noch ein widerliches, arrogantes Verhalten.

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dw_63 31.05.2019, 22:24
116. Na ja...

Zitat von der_anonyme_schreiber
Dass ein Handwerksmeister mindestens einem Studienabschluss ( „mindestens“ wegen der praktischen Erfahrung) gleichzusetzen ist sollte eigentlch der Dümmste wissen. ( ich hab übrigens studiert...).
zu meiner Zeit musste man sich die allgemeine Hochschulreife über Gymnasium und Abitur verdienen, aber auch das hat einem nicht eine schier grenzenlose Auswahl an Unis und Fächern beschert.

Bevor jetzt mich die Forusten hier zerreißen, ich grüße und helfe auch Putzfrauen, Müllmänneren, etc, jeder ist erst einmal ein Mensch, der als solches behandelt werden MUSS.

Nur den Handwerkern traue ich nicht, aus 15 Jahre eigener Hände Häuserbau, über den Tisch ziehen gehört bei denen dazu. Ebenso bei Autoverkäufer, Makler, etc.

Aber auch die sind Menschen, und jeder verdient Respekt und Achtung, auch ein Flüchtling.

Und damit komme ich zu dem, womit man mich hier zerreißen wird, Studieren kann inzwischen fast jeder, der einen Berufsabschluss und entsprechende Berufserfahrung hat. Was ich da so an Bewerbern mit Beachelor (früher Vordiplom und eigentlich nichts Wert), oder als Master da sehe, und was die während der Probezeit abliefern, da ist mir ein Bewerber, der den altbackenen Weg gegangen ist lieber, die Fehlerquote ist viel viel geringer.

Studium ist heute weit aus weniger Anspruchsvoll wie früher, das Niveau der Menschen mit Master ist merkbar gesunken.

Bildung und Fähigkeiten sind immer persönlich, der eine kann das besser, der andere das, bei einem ist es halt ein Studium (richtiges), beim anderen ein Meister oder was anderes, aus beiden können Karrieren entstehen, oder auch nicht.

Der Satz von der Mutter im Supermarkt kommt meiner Einschätzung nach von der Generation Helikoptereltern, und deren Weltbild einer Leistungsgesellschaft. Ohne Fleischfachverkäuferin könnte die Dame keine Wurst kaufen, mit deren und vielen anderen „minderwertigen“ Leistungen Sie ihr verzogenes Göhr großzieht.

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eineve 31.05.2019, 22:24
117.

Zitat von spon_2485973
Bei aller Wertschätzung für jegliche Form der Beschäftigung: ein akademischer Abschluss und ein Meisterbrief, ein Abitur und eine Duale Berufsausbildung stehen nicht im Bildungsstand gleichberechtigt nebeneinander. Die Breite und die Vielfalt des Wissens ist bei einer universitären Ausbildung ungleich umfangreicher, als bei einer Berufsausbildung. Wer dies nicht akzeptieren möchte, kann damit hadern, sich selbst und anderen etwas vormachen aber die Tatsache wird sich nicht ändern.
doch dem ist so. es ist sogar so, das sie als "abgeschlossener" universitär ausgebildeter akademiker gar keine lehrlinge ausbilden dürfen in der lebenmittelbranche - beim meisterbrief ist das automatisch mit thema.
auch dürfen sie als universitär ausgebilderter mensch überhaupt keine metzgerei führen - sie müssen sogar dazu einen meisterbrief-inhaber einstellen. und die themen zum meisterbrief habens in sich!

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widower+2 31.05.2019, 22:28
118. Kein Shit Storm

Zitat von alter Schwede 1965
Früher nannten wir die Bachelor-Absolventen einfach korrekt: Studienabbrecher mit Vordiplom, aber weiß Gott nicht Akademiker, was sie sicher nicht sind. Ich freue mich auf den Shit-Storm!
Nur volle Zustimmung! Ein Bachelor in irgendwas kann sich gerade so mit einem Gesellenbrief im Handwerk vergleichen, wenn man äußerst wohlwollend urteilt. Aber auch nur dann.

Der Dünkel der "Akademiker" in diesem Thread kot***zt mich als gestandenen Akademiker einfach nur an. Ein freundlicher und wertschätzender Umgang mit allen Mitmenschen unabhängig von deren Ausbildung sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Wenn man sich aber nur deshalb als besserer Mensch fühlt, weil man glaubt, eine Differenzialgleichung 2. Ordnung lösen zu können, ist wohl Hopfen und Malz verloren.

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winnie0815 31.05.2019, 22:28
119.

Zitat von James Blönd
Ich könnte mir vorstellen, die junge Mutter ist Ingenieurin. Oder mindestens mit einem verheiratet: "Warum dieser Fliesenleger Siemens- und Audi-Ingenieure als Kunden ablehnt" https://www.spiegel.de/karriere/bayern-fliesenleger-will-keine-ingenieure-von-audi-und-siemens-als-kunden-a-1247555.html Einfach Hausverbot für solche Kunden. Fertig.
So wie die besagte Mutter, allen Fleischereifachverkäuferinnen eine geringe Bildung unterstellt, so unterstellen Sie allen Ingenieurinnen und Ingenieuren Arroganz.
Sie sind keineswegs besser als die Mutter aus dem Edeka.

Der respektlose Umgang mit anderen Menschen hat eher was mit einer schlechten Kindersube und mit einem schlechten Charakter zu tun als mit dem Bildungshintergrund.

Ich bin selbst Ingenieurin und auch noch mit einem solchen verheiratet. Niemals würde ich Menschen nach ihrem Bildungshintergrund bewerten oder gar Menschen mit geringerem Bildungshintergrund abwertend behandeln. Meine Schwiegermutter war übrigens Reinigungsfachkraft.

Fragt sich, wer hier arrogant ist...
Ihre Behauptung jedenfalls ist einfach nur unverschämt und spielt in drselben Liga wie der der Edeka-Mutter.

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