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"Meistertitel so viel wert wie Studium": Chef verteidigt Wurstverkäuferin auf Faceboo
Kzenon/Getty Images

In einem bayerischen Supermarkt soll sich eine Kundin despektierlich über eine Mitarbeiterin hinter der Fleischtheke geäußert haben. Der Chef des Ladens ließ sich im Netz darüber aus. Die Reaktionen überraschten ihn.

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Cailean 31.05.2019, 17:48
10. Unterstellung und Vorurteile

Mir ist völlig schleierhaft, wie manche Foristen aus diesem Artikel herauslesen können, dass die Frau 1. verheiratet ist 2.ihr Mann Akademiker ist 3.Frauen von Akademikern generell herablassend sind 4.sie selbst Akademikerin ist. So wird Unterstellung (die Frau hinter der Theke hätte keine gute Ausbildung) mit Unterstellung (alle Akademiker sind soziale Idioten) beantwortet.
Davon abgesehen, der Marktleiter ist klasse!

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mildenberger76 31.05.2019, 17:55
11. Alles wie immer

denn dies Verhalten gab es bereits vor 50 oder 100 Jahren und es wird es auch in 50 oder 100 Jahren geben.
Toll vom Chef des Lebensmittel Marktes das anzuprangern denn wo er Recht hat hat er es eben.
Handwerk ist Gold wert. Immer weniger wollen es machen, weshalb wir immer mehr verdienen. Wie mich so ein Akademiker jemals finanziell einholen will sehr ich nicht. Wobei Geld auch nicht hilft wenn Mann/Frau einfach nur Oberflächlich und Dumm ist.

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Das Pferd 31.05.2019, 18:05
12.

Zitat von Cailean
Mir ist völlig schleierhaft, wie manche Foristen aus diesem Artikel herauslesen können, dass die Frau 1. verheiratet ist 2.ihr Mann Akademiker ist 3.Frauen von Akademikern generell herablassend sind 4.sie selbst Akademikerin ist. .............
stimmt. Aus der Aussage ist nur zu entnehmen, daß sie zu dumm zum Lästern ist, und nur über mäßige erzieherische Fähigkeiten verfügt. Arroganz kann man noch mit guter Wahrscheinlichkeit vermuten.

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spon_2485973 31.05.2019, 18:06
13.

Bei aller Wertschätzung für jegliche Form der Beschäftigung: ein akademischer Abschluss und ein Meisterbrief, ein Abitur und eine Duale Berufsausbildung stehen nicht im Bildungsstand gleichberechtigt nebeneinander. Die Breite und die Vielfalt des Wissens ist bei einer universitären Ausbildung ungleich umfangreicher, als bei einer Berufsausbildung. Wer dies nicht akzeptieren möchte, kann damit hadern, sich selbst und anderen etwas vormachen aber die Tatsache wird sich nicht ändern.

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GustavN 31.05.2019, 18:15
14.

Erstmal ist Franken nicht Bayern und zweitens ist es lachhaft einen Meistertitel mit einem Studium gleichzusetzen. Nichts desto trotz ist die Reaktion des Marktleiters (?) für eine derartige Respektlosigkeit absolut nachvollziehbar und verständlich.

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titoandres 31.05.2019, 18:27
15.

Man kann das unverschämte und niedrige Verhalten dieser Frau auch verurteilen, ohne Unwahrheiten zu verbreiten, die die Geschichte noch überhöhen. Ein Meister ist nicht einem Universitätsabsolventen gleichzustellen. Ob die Dame eine Akademikerin ist oder nicht: Sie hat wesentliche Regeln des Anstands nicht verstanden und verdient Spott und Ablehnung.

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appenzella 31.05.2019, 18:27
16. Nicht zu vergessen die

üppige Bondine, die den Doktor Arzt heiratet, sie ist übrigens Krankrnschwester, und dann darauf besteht, daß ihre Umgebung sie mit Frau Doktor anredet. Selbst erlebt..keine Spinne in der Yuccapalme!
Grüezi der appenzella

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MisterD 31.05.2019, 18:30
17. Naja...

so drastisch würde ich das natürlich nicht formulieren und erst Recht nicht fingerzeigend in voller Lautstärke im Supermarkt...

Zur Ehrlichkeit gehört allerdings auch mal sich selbst zu fragen:
Wenn Sie die Wahl hätten... soll Ihre Tochter dann lieber Fleischwarenfachverkäuferin lernen? Oder doch lieber Jura, Mathematik oder Medizin studieren?

Keine Frage, eine Ausbildung ist gut und hinter den Fleischtheken stehen mitnichten nur Vollidioten. Die kennen sich richtig gut aus mit dem, was sie tun...

Aber einen Meister mit einem Akademiker gleichzusetzen und die duale Ausbildung über das Abitur zu stellen. Das schießt zu weit über das Ziel hinaus. Ein Physiker ist in der Regel intelligenter, als eine Fleischwarenfachverkäuferin... das darf man durchaus auch so sagen.
Genauso wie man wohl mit Fug und Recht behaupten kann, dass Rainer Callmund zu dick ist und Lena Meyer-sowieso zu dürr...

Verteidigung seiner Angestellten in allen Ehren. Aber dann bitte ohne im selben Satz andere (Akademiker, Abiturienten) zu beleidigen...

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peterka60 31.05.2019, 18:33
18. Guter Beitrag

Zitat von Cailean
Mir ist völlig schleierhaft, wie manche Foristen aus diesem Artikel herauslesen können, dass die Frau 1. verheiratet ist 2.ihr Mann Akademiker ist 3.Frauen von Akademikern generell herablassend sind 4.sie selbst Akademikerin ist. So wird Unterstellung (die Frau hinter der Theke hätte keine gute Ausbildung) mit Unterstellung (alle Akademiker sind soziale Idioten) beantwortet. Davon abgesehen, der Marktleiter ist klasse!
Sie haben natürlich recht, viele Leute "plappern" einfach etwas daher. Das ändert aber nichts daran, dass solche Situationen überall auf der Welt vorkommen Da hilft nur, sich den /die blöde Person einfach vorzuknöpfen und diese blöd dastehen lassen. Vor einigen Jahren habe ich es erlebt, dass ein sehr fähiger und talentierter junger Mann, der bei mir arbeitete, von einer Gruppe älterer Männer wegen seines etwas komischen Ganges belächelt und blöde Sprüche gemacht wurden, so dass er es hören konnte. Ich habe mir gleich die ganze Gruppe zur Brust genommen und die Situation auf die harte Art bereinigt. "Wenn ich noch einmal von jemandem so etwas höre, bekommt ihr es mit mir persönlich zu tun, ist das allen klar!", und Ruhe war. Der junge Mann ist heute Geschäftsführer in einer erfolgreichen, mittleren IT-Firma. Es geht einfach nicht, dass ein Mensch wegen seiner Bildung, seines Aussehens oder seiner Art ausgelacht oder angepöbelt wird.

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widower+2 31.05.2019, 18:34
19. Lachhaft?

Zitat von GustavN
Erstmal ist Franken nicht Bayern und zweitens ist es lachhaft einen Meistertitel mit einem Studium gleichzusetzen. Nichts desto trotz ist die Reaktion des Marktleiters (?) für eine derartige Respektlosigkeit absolut nachvollziehbar und verständlich.
Eher nicht, da der durchschnittliche Handwerksmeister mehr verdient als der durchschnittliche Uni-Absolvent. Und dieses Verhältnis wird sich mit zunehmender Akademikerschwemme und immer mehr Bachelor-Abschlüssen, die sogar weit unter einem Meisterbrief anzusiedeln sind, immer weiter in Richtung Handwerksmeister verschieben.

Ich - mit Uni-Diplom - rate meinen Kindern daher sogar eher zu einer handwerklichen Ausbildung als zu einem x-beliebigen Studium. Aber das ist ja auch nicht der Kern der Debatte. Es geht um die Wertschätzung und den Respekt für jeden Menschen. Unabhängig von seiner Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit.

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