Forum: Karriere
"Meistertitel so viel wert wie Studium": Chef verteidigt Wurstverkäuferin auf Faceboo
Kzenon/Getty Images

In einem bayerischen Supermarkt soll sich eine Kundin despektierlich über eine Mitarbeiterin hinter der Fleischtheke geäußert haben. Der Chef des Ladens ließ sich im Netz darüber aus. Die Reaktionen überraschten ihn.

Seite 32 von 33
James Blönd 02.06.2019, 17:35
310.

Zitat von curiosus_
Warum? Für einen Fachfremden ist das durchaus eine Frage. Erschreckend wird es nur dadurch, dass Sie damit assoziieren, dass damit gemeint wäre es gebe da nichts zu forschen. Das steht da aber nicht. Die Frage hätte durchaus (aus Interesse) auch von mir kommen können. Und ich halte mich als Dipl.-Phys., nicht für dumm, allerdings für ziemlich neugierig. Was in den Naturwissenschaften eine grundlegende Motivations-Voraussetzung ist. Was sicher auch für Ihren Sohn zutreffen dürfte.
Auch, wenn das hier nicht gerade ganz das Thema ist: Wenn Sie Dipl.-Physiker sind, darf ich Sie vielleicht um einen kleinen Gefallen bitten - mein älter Sohn (Master Psychologie & parallel Medizin) weigert sich nämlich beharrlich, seinen Freund (Physik fertig und ebenfalls Medizin) zu fragen, aus Imagegründen, versteht sich.

Frage: Warum hat AE den Äther verbannt? Ich finde partout keine Info dazu im Netz. Das einzige, was ich weiß, ist, dass sie nicht in die ART passte (oder war es die SRT?).

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Beitrag melden
spmc-12355639674612 02.06.2019, 18:10
311. Mikronationalismus?

Zitat von ge1234
... Franken Teil des Freistaats Bayern ist, sind Franken noch lange keine Bayern. Und zwar in erster Linie, weil die Franken selbst keine Bayern sein wollen. Einfach mal in Nürnberg nachfragen. Uns Ober- und Niederbayern sind im Gegenzug dazu die Franken eigentlich ziemlich wurscht!
Ich bin dann ja mal gespannt, wann sich München, Nürnberg und Augsburg zu freie Städten erklären, so wie es auch Frankfurt a. M. füher war.
Aber so, wie Sie es beschreiben, wäre die Gründung eines neuen Bundeslandes Franken ja im Interesse Bayerns sein, also des Bayerns, das Sie als Bayern bezeichnen. Verfassungsrechtlich müsste das sogar gehen - im Gegensatz zu einem Austritt Bayerns aus der Bundesrepublik, der nach unserem Grundgesetz nicht erlaubt ist. Dann müssten Sie auch nicht unter einem Ministerpräsidenten Söder leider, der aus Nürnberg stammt.
Unser geschätzter Forenkollege niska hat dann noch angemahnt, die Oberpfalz nicht zu vergessen, womit er natürlich recht hatte - die hatte ich bei meiner Aufzählung doch glatt übersehen.
Aber merken Sie was? Wenn wir den Nationalismus immer kleinteiliger denken, geht das Hoheitsgebiet irgendwann höchstens noch bis zum Gartenzaun und ob der dann stabil genug ist, irgendwelchen Belagerungen von außen zu trotzen, wage ich zu bezweifeln. Von Ihren Nachbarn dürfen Sie keine Hilfe erwarten, da die sich - egoistisch wie sie sind - um ihren eigenen Gartenzaun kümmern müssen.

Beitrag melden
Hukowski 02.06.2019, 18:12
312. Jo

Zitat von andneu
Wir haben jetzt alle verstanden, was für tolle Hechte BWL'er sind.
Trump hat auch einen BWL Bachelor. Auch so ein Geistesriese.

Beitrag melden
marcaurel1957 02.06.2019, 18:16
313.

Zitat von hartwig2
Bachelor = Geselle Master= Meister Schon von der Übersetzung her
Sie müssen das nicht nur übersetzen, sondern verstehen.....

Bachlor: akademischer Grad
Meister: qualifizierter Handwerker

Beides anständige und ehrenwerte Berufe, die die Gesellschaft braucht!

Beitrag melden
spmc-12355639674612 02.06.2019, 18:27
314. Die klassischen Fächer

Zitat von marcaurel1957
Ein Bachelorabschluss in einem der klassischen Fächer ( nicht Gender Studies) ist sicher die deutlich höhere Qualifikation....was sich auch and der Bezahlung ablesen läßt. Nötig, ehrenhaft und anständig sind beide
Was verstehen Sie eigentlich unter den "klassischen Fächern"? Philosophie, Juristerei und Medizin, also das, was wir am Anfang vom Faust lesen (Habe nun ach ... und leider auch Theologie ...)?
Also: Jura und Medizin schließen mit dem Staatsexamen ab, nicht mit dem Bachelor. Blieben noch Philosophie - man mag dazu bei Faust noch die Naturwissenschaften zählen - und Theologie.
Ein Elektromeister kann mit Strom wahrscheinlich besser umgehen als ein Bachelor-Physiker und vor allem darf er das, und ich bin mir nicht sicher, ob sich die Bezahlung nicht in ähnlichen Größenordnungen abspielt. Ab dem Master sieht das dann sicher anders aus, aber bis dahin ...

Beitrag melden
curiosus_ 02.06.2019, 18:52
315. Ernst gemeint?

Zitat von James Blönd
Auch, wenn das hier nicht gerade ganz das Thema ist: Wenn Sie Dipl.-Physiker sind, darf ich Sie vielleicht um einen kleinen Gefallen bitten - mein älter Sohn (Master Psychologie & parallel Medizin) weigert sich nämlich beharrlich, seinen Freund (Physik fertig und ebenfalls Medizin) zu fragen, aus Imagegründen, versteht sich. Frage: Warum hat AE den Äther verbannt? Ich finde partout keine Info dazu im Netz. Das einzige, was ich weiß, ist, dass sie nicht in die ART passte (oder war es die SRT?). Vielen Dank schon mal im Voraus.
"Partout keine Info dazu im Netz?" Dazu braucht's nicht mich, da reicht, wie so oft, Wikipedia:

Probleme der Äthertheorien, insbesondere das Michelson-Morley-Experiment.

Wie so oft in der Physik, wenn eine Theorie immer komplexer werden muss um die messbare Realität zu beschreiben (so z.B. auch bei der Epizykeltheorie): Dann kommt Ockhams Rasiermesser zum Einsatz. Das war auch bei Einstein der Fall:

Aufgrund der negativen Ergebnisse der Experimente zweiter Ordnung, und da die Idee des vollständig mitgeführten Äthers zu vielen Schwierigkeiten ausgesetzt war, musste entweder Fresnels Theorie des (annähernd) ruhenden Äthers modifiziert werden oder der Äthergedanke überhaupt verworfen werden.
..
Albert Einstein versuchte in jungen Jahren (1894/1895) den Äther in seine Überlegungen einzubeziehen. Diese Bemühungen mündeten 1905 darin, dass er den Äther verwarf.
..
Mehrere von Einstein 1905 entscheidend geprägte Hypothesen (Lichtquanten, Äquivalenz von Masse-Energie, Relativitätsprinzip, Lichtkonstanz etc.) haben sich dieser Annahme zufolge dabei gegenseitig beeinflusst und hatten folgende Konsequenzen: dass Strahlen und Felder als unabhängige Objekte existieren können, dass kein ruhender Äther existiert,..


Also hat Ockham mal wieder zugeschlagen. Einstein hat den Äther überflüssig gemacht.

Beitrag melden
marcaurel1957 02.06.2019, 19:10
316.

Zitat von Hukowski
Trump hat auch einen BWL Bachelor. Auch so ein Geistesriese.
Richtig, von der Wharton School of Business, der University of Philadelphia, einer Ivy League University....also einer der 20 besten Universitäten der Welt.

Allerdings hat er nur das Undergrade Programm abgeschlossen.

Wie dem auch sei, die Tatsache, dass Trump ein Schwachkopf ist, erlaubt nicht die Implikation,dass Wharton schlecht ist und auch nicht, das Menschen mit einem akademischen Abschluss in Ökonomie nicht erstklassig ausgebildet sind.

Um ehrlich zu sein, wäre ich damals gern zum Studium an eine der Top US amerikanischen Universitäten gegangen...eine bessere Ausbildung kann man auf diesem Planeten nicht bekommen....leider hatten meine Eltern nicht soviel Geld wie dafür nötig gewesen wäre

Meinen hypothetischen Kindern würde ich dies heute ermöglichen.

Beitrag melden
fmschertes 02.06.2019, 19:21
317. Einbildung ist auch ´ne Bildung

und zwar eine ohne Sinn und Verstand.
Zunächst einmal ist Schulbildung und deren Vermittlung Angelegenheit der einzelnen Bundesländer.
Daraus ableitend ergeben sich, jedenfalls in der föderalistisch strukturierten Bundesrepublik Deutschland, geringe Unterschiede in Form und Inhalt, sowie in Methodik und Didaktik der zu vermittelnden Lerninhalte, die zu den vielfältigen Schul- und besonders zu den weiterführenden Ausbildungsabschlüssen führen. Daher schreibe ich folgendes, auch wenn die Standards nach ISCED 0 bis 8 normiert wurden, nur für Nordrhein-Westfalen.
Die erfolgreich abgeschlossene Industrie- oder Handwerksmeisterprüfung ist dem Fachabitur gleichgestellt (Gleichstellung beruflicher Ausbildung). Beide Personengruppen, eigentlich sind es derer sogar drei, die der Meister wie auch die der Fachabiturienten und die der Vollabiturienten sowieso, sind auf Grund der ihnen vermittelten Lerninhalte in der Lage (qualifiziert) eine Fachhochschule zu besuchen (Gleichberechtigung schulischer Ausbildung). Der Besuch einer solchen Bildungseinrichtung ist freiwillig.
Selbst wenn der Chef die (Aus)bildungsniveaus nicht exakt dargestellt haben sollte, hat er als Vorgesetzter doch recht gut reagiert.

Beitrag melden
KevinPriegnitz 02.06.2019, 19:34
318. es ist doch nicht nur real so

wie man sich mittlerweile online mitteilt so greift das wie in diesem Artikel geschrieben auch "offline" in die reale Welt. Alles wird rücksichtsloser weil man sich bei facebook oder wie hier in den Artikelkommentaren widergeben kann. Ich hatte mal jemanden aus einer fb-Gruppe real zufällig getroffen und ihn direkt drauf angesprochen ob das wirklich "seine" Meinung war. Deren Antwort: "war doch nicht so gemeint".... ja aber das kann man nicht lesen.

Beitrag melden
dekadenter_arbeitsloser 02.06.2019, 19:49
319. Auch Respekt vor Arbeitslosen und Bandarbeitern!

Mein Respekt gilt auch den Menschen, die beim Arbeitsamt Schlange stehen. Niemand kennt deren Geschichte. Selbst eine duale Ausbildung und diverse Weiterbildungen schützen nicht vor dem Arbeitsamt. Man kann als Bester einer Weiterbildung abschneiden und die erworbenen Kenntnisse im nächsten Job jahrelang erfolgreich umsetzen und sogar erweitern. Letztendlich landet man dann aber sowieso am Band (ja, das sogenannte „HartzIV“, „Fordern und Fordern“, oder auch „staatliche Umerziehungsprogramm von der B-Fachkraft zum Hilfsarbeiter“).
Ich bin mir hingegen nicht sicher, ob bestimmte Akademiker und & Co. (natürlich auch keine Verallgemeinerung) die Kraft, Energie und das Durchhaltevermögen hätten, meinen derzeitigen Job auf Dauer auszuüben (mittlerweile kämpfe ich in dem Bereich seit 8 Jahren). Die sollen sich da erstmal hinstellen und „rumrennen“, etc. … (gut, dass ich relativ gut durchtrainiert bin, das hilft …).
Durch diesen gigantischen staatlichen und gesellschaftlichen Druck wagt man ja auch kein Risiko mehr, eventuell noch einmal etwas anderes zu versuchen (wobei ich bei Bewerbungen eh nur Absagen erhalte). Einmal stigmatisiert und kurzzeitig "HartzIV" reicht. Keinen „normalen“ Menschen lässt es kalt, wenn im Geschäft in der Nachbarschaft getuschelt wird, „rennen (Lauftraining) kann er, „schaffen“ kann er nicht“.
Weiterbildung ist in dieser Situation auch kaum eine Option. Momentan gelten zwar im 2-Schicht-System nur freiwillige Überstunden und (gelegentliche) Samstagsarbeit (auch freiwillig). Das kann sich aber auch wieder ändern und zur Pflicht werden, wobei ich eh meistens dabei bin. Und nach meiner Erfahrung bringen ein paar Stunden „Volksbildungswerk“ kaum etwas. Das muss schon mindestens eine 3-monatige-Vollzeit-Weiterbildung sein. Da lernt man dann wirklich viel (natürlich kommt es auch auf den Dozenten an)... …
Aber in unserem System ist man dann halt in einer solchen Situation „gefangen“ … … naja, mit den Kollegen verstehe ich mich gut, der Verdienst ist wenigstens für den Bereich überdurchschnittlich und ich habe keine weite Anfahrt, auch was ...

Beitrag melden
Seite 32 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!