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Merkel kritisiert Unternehmen für Frauenquote: "Das grenzt an Verweigerungshaltung"
LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX

Die Bundeskanzlerin fordert die Wirtschaft mit scharfen Worten auf, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Andernfalls gebe es Sanktionen.

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im_ernst_56 16.05.2019, 19:56
30. Eine schematische Parität ist Quatsch

Wenn überall und in allen Branchen und Lebensbereichen Parität herrschen soll, dann führt kein Weg daran vorbei, Frauen (und im Prinzip auch Männern) staatlicherseits konkrete Vorgaben für die Wahl des Berufes und des Studienfaches und im Prinzip auch für die Lebensplanung zu machen. In der DDR, durch die die Kanzlerin sozialisiert wurde, gab es eine staatliche Berufslenkung. Da konnte nicht einfach jeder das studieren, wozu er/sie Lust hatte. Im vereinigten Deutschland stößt man da schnell an verfassungsrechtliche Grenzen (Artikel 1, 12 GG). Und was z.B. die Parität in den Medien angeht: Von vier wöchentlichen Polittalkshows im ÖRR werden drei von Frauen moderiert. Und das ist völlig okay. Eine schematische Parität in allen Bereich ist Quatsch, Frau Merkel.

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martin_schiller 16.05.2019, 20:29
31. Unten sieht es andersherum aus

Man schaue sich ein großes Unternehmen, wie die Daimler AG an uns sieht:
(Quelle: https://www.daimler.com/nachhaltigkeit/kennzahlen-mitarbeiter.html)

Frauenanteil MitarbeiterInnen = 16,6% (2017=16,1%)
Frauenanteil TeamleiterInnen = 19,2% (2017=18,0%)
Daran kann man sehen, dass bei Daimler in der untersten Führungsebene Frauen überrepräsentiert sind, man also wenn dann Männer fördern müsste.
Dabei ist noch zu bedenken, dass die TeamleiterInnen die AbteilungsleiterInnen von morgen und die Vorstände von übermorgen sind.

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mr.zoui 16.05.2019, 20:29
32.

Hat diese Frau jetzt völlig die Bodenhaftung verloren?

Sie darf sich ja gerne am entsprechenden Gesetzgebungsverfahren beteiligen, aber ohne rechtliches und demokratisches Fundament solche Drohungen auszusprechen ist einfach unverschämt.

Und wenn wir schon bei Gewaltenteilung sind, dann dürfte die Vierte im Lande das durchaus auch kritischer beleuchten und nicht nur die Lüge der "Zielgröße null" nachplappern.

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mirage122 16.05.2019, 21:20
33. Was wäre gewesen, wenn ...?

Ich stelle mir vor, dass während der Merkel'schen Amtszeit eine wirklich fähige Frau sich nach vorne gedrängt hätte: Oh je, böse, böse! Die wäre sofort nach der Methode Angelas Stuten-Bissigkeit aus dem Weg geräumt worden. So hat sie das doch auch gerne mit ihren männlichen Widersachern gemacht. Wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, ist weg vom Fenster! Und dann noch Frauen: absolut keine Chance! Jetzt schreit sie nach weiblichen Führungspositionen! Diese Frau merkt wirklich nichts mehr!

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PriseSalz 16.05.2019, 21:25
34. Gleichstellung auch für Männer

Ich fordere hiermit das auch Männer in Frauendomänen gleichgestellt werden, z.B. bei der Zusprechung des Sorgerechtes, bei Unterhaltszahlungen etc. Frau Merkel, ich spreche Ihnen und allen Frauen die nur haben aber nicht abgeben wollen jede, aber auch jede Kompetenz ab. Mir wird speiübel von diesem ganzen Quotendgedöns...

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tony..montana 16.05.2019, 21:35
35. Merkel, vonderLeyen oder Nahles

sind nun wirklich keine Werbung für eine Frauenquote.
Abgesehen davon haben vernünftig geführte Unternehmen keinerlei Probleme mit Frauen in Führungspositionen.
Aber solange Frauen in den MINT-Fächern völlig unterrepräsentiert sind bleibt die Anzahl der potenziellen Damen überschaubar...
tony

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gweihir 16.05.2019, 21:59
36. Logik-fail

Frauen kommen in Fuehrungspositionen, wenn sie sich darum bemuehen und die entsprechenden Faehigkeiten haben. Es gibt keine Hindernisse speziell fuer Frauen. Das es weniger in Fuehrungspositionen gibt, liegt daran, dass da weniger hinwollen. Die Unternehmen koennen da genau garnichts tun.

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gweihir 16.05.2019, 22:02
37.

Zitat von jonath2010
In den Vorständen seien nur 8,5 Prozent Frauen. "Das grenzt schon auch irgendwo an Verweigerungshaltung", sagt die Bundeskanzlerin. Aber die Schuld allein bei den Unternehmen zu suchen, erscheint mir zu einfach. Die Frauen müssen auch "wollen". Ich bin zwar kein Vorstand eines börsennotierten Unternehmens, aber ich kann mir vorstellen, wie sich die (männlichen) Vorstandsmitglieder tagtäglich rund um die Uhr und das ganze Jahr über in ihre Arbeit reinhängen (müssen). Ich vermute mal, dass viele Frauen einem derart physischen und psychischen Stress einfach nichts abgewinnen können.
Ich kenne eine, die diesen Pfad gerade geht, und, falls sie bis zum Ende will, da oben auch ankommen wird. Es gibt schlicht keine oder fast keine Aufstiegshindernisse fuer Frauen. Es wird halt einfach die gleiche Qualifikation, das gleiche Talent und, vor allem, der gleiche Einsatzwille verlangt, und das ist auch richtig so.

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leserandreas 16.05.2019, 22:30
38. Enttäuschung

Im Wortsinne verlieren derzeit immer mehr Politiker und Politikerinnen die Zuversicht, es könne sich, entsprechend der tatsächlichen Geschlechterverteilung von rund 50:50. etwas ähnliches in allen Lebensbereichen realisieren lassen. Sie sind, wie Angela Merkel nach 30 Jahren Politik frustriert formuliert, ent-täuscht vom Beharrungsvermögen der männlichen Alphatiere. Ja, man kann noch hundert Jahre mit vielen Sachargumenten gegen die Quoten sein, aber die tatsächlich Nichtberücksichtigung von Frauen ist zu allerletzte sachlichen Gründen geschuldet. Es ist das hochdotierte Männerego, das einfach nicht freiwillig Platz macht.

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annegret.mirbach 16.05.2019, 22:44
39. Warum keine Quote?

Ich bin fassungslos, wie naiv hier argumentiert wird. Nicht von Merkel, sondern von den Kommentator*innen. Ohne Quote oder politischen Druck passiert gar nichts in den (DAX) Unternehmen. Die Herren fühlen sich miteinander und untereinander sehr wohl. Selbst oft weniger durch Leistung, sondern durch Seilschaften dahin gekommen, wo sie jetzt sind. Und Frauen wollen durch Qualifikation bestechen. Bingo und nichts verstanden. Warum also keine Quote?

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