Forum: Karriere
Meyer-Werft: Kampf um die Werkverträge
DPA

Die Meyer-Werft ringt um ihren Ruf: Zwei rumänische Leiharbeiter starben beim Brand in einer Massenunterkunft. Nun wird dem Schiffsbauer Ausbeutung vorgeworfen. Eine Sozialcharta soll die Arbeiterrechte stärken - und die umstrittenen Werkverträge als Instrument erhalten.

Seite 1 von 6
kabian 27.07.2013, 09:59
1. Vertuschen und in Deckung gehen

Die Meyer-Werft versucht es mit Papierkram.
Es scheint ja unheimlich schwierig zu sein die Mitarbeiter auf der Werft zu fragen wieviel sie im Monat verdienen und wieviel Stunden sie arbeiten.
Damit wird das Unternehmen leider nicht entlastet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
experiencedsailor 27.07.2013, 10:09
2. Auch die Meyer-Werft ist ein sterbender Schwan

- Schiffbau hat keine Zukunft in Deutschland.Man versucht sich halt mit allerlei Verträgen durchzuwurschteln. Was das jetzt allerdings mit zwei außerhalb der Arbeit zu Tode gekommenden Arbeitern zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M.Schneider 27.07.2013, 10:28
3. werften, Schlachthöfe usw

Zitat von sysop
Die Meyer-Werft ringt um ihren Ruf: Zwei rumänische Leiharbeiter starben beim Brand in einer Massenunterkunft. Nun wird dem Schiffsbauer Ausbeutung vorgeworfen. Eine Sozialcharta soll die Arbeiterrechte stärken - und die umstrittenen Werkverträge als Instrument erhalten.
Leider eine ganz normale Geschichte in der freien Wirtschaft, die Lohne werden mit Osteuropäern gedrückt, perfide wirds wenn es diesen "Lohnsklaven" gelingt Kindergeld zubeantrangen , da sowas natürlich mit dem Lohnverrechnet wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
si tacuisses 27.07.2013, 10:29
4. Diese Werkverträge dienen eindeutig nur einem:

Zitat von sysop
Die Meyer-Werft ringt um ihren Ruf: Zwei rumänische Leiharbeiter starben beim Brand in einer Massenunterkunft. Nun wird dem Schiffsbauer Ausbeutung vorgeworfen. Eine Sozialcharta soll die Arbeiterrechte stärken - und die umstrittenen Werkverträge als Instrument erhalten.
dem Lohndumping im Mäntelchen der Legalität.
Schon das leere Geschwätz der Gewerkschaften und die wie üblich "brauchen-wir-nicht-Argumentation" des Herrn Hundt sagt alles.

Warum gibt es kaum Werkverträge mit deutschen Unternehmen ?
Weil es sich eben nicht lohnt für einen Arbeitnehmer 30 Euro in Rechnung zu stellen und nur 2 Euro für die Überlassung zu kassieren.
Umgekehrt lohnt sich das schon.
Dass Arbeitgeber eben nicht Recht und Gesetze achten ist doch sonnenklar. Aber es ist so einfach sich hinter einem Werkvertrag mit zweifelhaften Partnern zu verstecken und den Unschuldigen und Un-
wissenden rauszutun. Sagt einem der Name Amazon nichts ?
Auch Herrn Meyer dürfte klar sein, was hier ablief.
Alles Abstreiten ist pure Heuchelei.
Die Politik erlaubt es und damit ist sie die Alleinschuldige.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
martin-kö 27.07.2013, 10:46
5. Werkverträge = vielfach Ausbeutung

Die Grundlagen für Werkverträge sind von Schröder/ Clement und Genossen so schlampig formuliert worden, dass Ausbeutung und modernes Sklventum à la 19. Jh. überall praktiziert werden; selten erhalten die Arbeitenden einen angemessenen Lohn, die Zwischenfirmen verdienen sich eine goldene Nase, die Arbeiter haben keine Rechte,
keine Gewerkschaft, häufig keinen Anspruch auf Ferientage etc.: sie werden einfach ausgebeutet. Letztlich eine Schande, was sich die Herrenmenschen Schröder, Clement etc.ausgedacht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
udinbak 27.07.2013, 10:47
6. Ganz schwierig in den Griff zu bekommen?

Man braucht hier keine Auskünfte von der NSA, um den Missstand zu erkennen. Man müsste sich nur mal um den Arbeitsmarkt kümmern. Die Bundesregierung tut es nicht, nicht einmal die aus Niedersachsen stammende Arbeitsministerin.
Auch die Presse hat sich wochenlang nicht um den Skandal gekümmert. Ich habe ihn zunächst nur in der Regionalpresse finden können und im NDR. Er ist aber wert, im Bundestag als Beispiel für die asoziale Politik am Arbeitsmarkt diskutiert zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drake2tausend 27.07.2013, 10:58
7. Ist leider so

Werkverträge und billigste Leiharbeiter sind leider leider unumgänglich im deutschen Schiffbau.
Sie werden keine einzige Werft in Norddeutschland mehr finden, die nicht darauf setzt und dennoch in vager Zukunftsprognose lebt.
Die Konkurrenz aus Asien ist da geradezu übermãchtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mooringman 27.07.2013, 11:11
8. Wie immer

tut die Politik so,als habe sie nichts gewusst. Alle,die Ahnung von der Schiffbauindustrie haben,wissen,was da abläuft. Bei Meyer und anderswo!Und im kleinen Papenburg wußten sowieso alle was abläuft. Natürlich auch die IG Metall.Die Sozis haben all dies mit ermöglicht.Es geht um Gewinnmaximierung und ist tatsächlich Sklavenhandel. In der deutschen Seefahrt habe ich das Gleiche seit 1971 erlebt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tutnet 27.07.2013, 11:13
9. Ich sehe keine Schuld der Meyer Werft

Bleiben wir mal auf dem Teppich. Die im Artikel genannte Massenunterkunft war keine baufällige Baracke sondern ein schmuckes Haus mit Garten. Ohne nähere Hinweise auf die Brandursache tippe ich mal auf Suff und Rauchen im Bett.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6