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Microsoft kippt Leistungsbewertung: Das Ende des Kannibalismus
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Gerade hat Yahoo die unangenehmste Form von Mitarbeiter-Bewertung eingeführt, da schafft Rivale Microsoft sie ab. Es ist Schluss mit ungerechter Notenvergabe und anschließender Entlassung. Großzügige Boni soll es weiter geben, aber keine Quoten für vermeintliche Minderleister.

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cato-der-ältere 13.11.2013, 15:57
1. Das System

Diesem ganzen System liegt kolossale, kollektive Dummheit zugrunde. Da wir alle das ja letztlich unterstützen oder zumindest dulden.
Der Einzelne wird nur nach seinem Nutzwert für ein rein profitorientiertes System bewertet. Das macht natürlich alle nur unglücklich. Es ist derart unangenehm und unmenschlich, dass die Gesellschaft die sich so organisiert geradezu masochistisch sein muss.
Natürlich sind solche Systeme auch nicht wirklich neu, lange Phasen der Geschichte kannten auch die Voll-Sklaverei als System der Nutzung von Menschen durch andere Menschen. Damals konnte eine kleine Oberschicht vielleicht noch entspannt genießen, aber heute müssen wir wirklich versuchen auf allen Ebenen Humanität zu verwirklichen. Das ist der intelligenteste "Egoismus".

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eisbaerchen 13.11.2013, 16:00
2. Ah ja,

Zitat von sysop
Gerade hat Yahoo die unangenehmste Form von Mitarbeiter-Bewertung eingeführt, da schafft Rivale Microsoft sie ab. Es ist Schluss mit ungerechter Notenvergabe und anschließender Entlassung. Großzügige Boni soll es weiter geben, aber keine Quoten für vermeintliche Minderleister.
lustig, nicht wahr Frau Mayer?? Da sind Sie wohl schon wieder hinter demMond mit ihrem aktuellen Kannibalismus-Programm...

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heimerdinger23 13.11.2013, 16:09
3.

Immer diese Zenusr, anstatt das Problem mal anzugehen. Jeder ist doch Lernfähig und wenn die Person es nicht ist, dann ist diese wohl mehr als fehl am Platz. Und weg mit den Bonis, der sollte aufgeteilt werden unter allen Beschäftigten. Mehr Gemeinwohl und weniger Egoismus.

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mathildesch. 13.11.2013, 16:18
4. Aktionen wie

haben alle Medienagenturen brav nachgedruckt. Freilich ganz ohne sich zu fragen, was dahinter steckt. Beispielsweise, wie frei die jeweiligen Arbeitnehmer sind, ihre Stimme abzugeben.
Könnte das nicht schlicht ein Marketinginstrument sein, was als "innovativ" verkauft wurde?

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mathildesch. 13.11.2013, 16:25
5. "Bester Arbeitgeber des Weltalls" etc.

Zitat von mathildesch.
haben alle Medienagenturen brav nachgedruckt. Freilich ganz ohne sich zu fragen, was dahinter steckt. Beispielsweise, wie frei die jeweiligen Arbeitnehmer sind, ihre Stimme abzugeben. Könnte das nicht schlicht ein Marketinginstrument sein, was als "innovativ" verkauft wurde?
"Bester Arbeitgeber des Weltalls" etc. - das hat die Forumssoftware mal wieder einfach geschluckt ... oder war's der BND/NSA, die mal wieder stümperhaft die Leitungen anzapfen?

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markus.sitzmann 13.11.2013, 16:25
6. Als Herr Schumacher dieses System damals bei Infineon einführte ...

... war er kurze Zeit später weg. Und wenn man sich den weiteren Weg von Infineon so anschaut, muss man sich fragen, wo die low performer saßen. In meinem Aktiendepot kenn ich sie.

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kuebler 13.11.2013, 16:32
7. Gut dass KarriereSPIEGEL weiss, wie man Unternehmen...

...nicht nur menschlich führt, sondern gleichzeitig auch erfolgreich. Und die freie Wirtschaftsjournalistin Frau Graven steht anscheinend nicht unter dem zerstörerischen Wettbewerbsdruck gegen andere freie Journalisten.

Ich vermute, dass man das dem Erbe-begnadeten "Gott-sei-Dank-links"-Jakob Augstein verdanken darf. Der sorgt zur Verhinderung von zerstörerischem Wettbewerbsdruck wahrscheinlich hinter den Kulissen dafür, dass Beiträge von all den Journalisten gedruckt (und vorher gekauft) werden, die das wünschen.

Er selbst weiss ja, wie schön es ist, nicht unter Wettbewerbsdruck zu stehen...

Es lebe die Menschlichkeit, und - wie man schon in meiner Jugend sagte - Grönland den Gummibärchen, und zwar sofort!

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zemideluxe 13.11.2013, 16:35
8. Polizei in SH verwendet auch Quoten

Das System von Micorsoft und Yahoo ist auch hierzulande nichts Neues. Zwar wird bei der Landespolizei in Schleswig-Holstein kein Druck auf "Minderleister" ausgeübt. Es gibt aber ebenfalls Quoten (Gauß lässt grüßen), von denen in der Praxis nicht abgewichen wird: Alle zwei Jahre wird anhand der Beurteilungsrichtlinien ein Rahmen von 5% in der Note 1 (übertrifft die Anforderungen erheblich), 10% in der Note 2 (übertrifft die Anforderungen) und 85% für die Noten 3-5 (erfüllt die Anforderungen und darunter) vorgegeben. Regelmäßig müssen anerkannt leistungsstarke Mitarbeiter "runterkoordiniert" werden, da die Quot übererfüllt ist. Es gab hier und da sogar Versuche, auch im Bereich der Note 4 verpflichtend Personen zu benennen. Vermutlich um den "Dreiern" ein besseres Gefühl zu geben. Dies hat sich aber wohl nicht durchgesetzt. Man will mit den Quoten der inflationären Vergabe von guten Noten begegnen. Das mag vernünftig sein, um Chefs, die Stress mit Mitarbeitern aufgrund der Vergabe von mittelmäßigen Noten vermeiden wollen, zu disziplinieren. Es bleibt aber trotzdem ungerecht, da viele hochmotivierte Mitarbeiter und Berufsanfänger sich in einer langen Schlange der altgedienten Kollegen anstellen müssen, die dann eben "mal dran" sind. So wird Leistung nicht gefördert, sondern die lange Stehzeit bleibt wesentlicher Faktor für gute und sehr gute Bewertungen. Mit denen kann man sich dann mit besten Aussichten auf höher bewertete Posten bewerben. Es ist m.E. mehr als fraglich, ob das den Prinzipien der Bestenauswahl und der Förderung von Leistung dient, die die Bürgerinnen und Bürger erwarten dürfen.

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karabas 13.11.2013, 16:36
9.

Zitat von sysop
Gerade hat Yahoo die unangenehmste Form von Mitarbeiter-Bewertung eingeführt, da schafft Rivale Microsoft sie ab. Es ist Schluss mit ungerechter Notenvergabe und anschließender Entlassung. Großzügige Boni soll es weiter geben, aber keine Quoten für vermeintliche Minderleister.
Manchmal wünsche ich mir als Angestellter, dass wir in unserem Unternehmen ein solches oder ähnliches Bewertungssystem einführen. Es ist schon recht frustrierend zu sehen, wie einige wenige Kollegen tlw. ganz demonstrativ und ohne Konsequenzen zu befürchten den Einsatz und Ruf ganzer Abteilungen demolieren. Dann tragen alle irgendwann die Konsequenzen davon. Ich bin selbstverständlich gegen die Quotenbewertungen. Es muss aber möglich sein, dass Unternehmen die Mitarbeiter los werden können, die ganz objektiv fehl am Platz sind und das durch Fakten unternauert wird.

Das würde die Arbeitsplätze und die Motivation der Übrigen sichern und ist auch gut so!

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