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Mindestlohn für Azubis: Plädoyer gegen die Tarifflucht
DPA

Auszubildende sollen bald einen Mindestlohn bekommen. Doch der Gesetzentwurf hat eine entscheidende Schwäche: Nicht die Azubis sind die Gewinner, sondern die Gewerkschaften. Die müssen sich jetzt einsetzen.

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kezia_BT 15.05.2019, 22:28
10. Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Was wollen die Azubis ? Sie haben die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen, das kostet Geld und bringt keines ein. Schließlich werden Schüler und Studierende auch nicht bezahlt. Letztlich absolviert man eine Ausbildung in einem Alter, in dem die Eltern für Kost und Logis aufkommen müssen. Daß Azubis überhaupt eine Vergütung bekommen, ist schon ein großer Schritt und der Leistung in den allermeisten Fällen nicht angemessen -aber auch noch Ansprüche stellen ?

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Achim83 15.05.2019, 22:44
11. Nein.

Zitat von mallekalle
Bei 515,- Euro rutschen die Azubis dann auch schon in die Besteuerung, da ist mehr dann weniger.
Niemand verdient netto weniger, weil sein Jahresbrutto den Freibetrag übersteigt. Dies würde nur bei einem Einkommensteuersatz > 100% passieren ;-)

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sh.stefan.heitmann 16.05.2019, 09:27
12.

Zitat von Freier.Buerger
Ok. Das heißt, dass die Azubis in Großbetrieben die ersten 1,5 Jahre gar nichts bekommen. Da sind sie nur in der Berufsschule und in verschiedenen Basislehrgängen eines oft überbetrieblichen Ausbildungsverbundes.
Ja und für jede Stunde da gibt es den Mindestlohn. Ist doch jetzt nicht anders wenn ich auf Fortbildung fahre, kriege ich mein volles Gehalt.

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nrw.progger 16.05.2019, 09:51
13. Sie finden also Ausbeute erstrebenswert?

Bevor ich zum Azubi komme möchte erstmal darlegen wie ich Dich verstehe. Sie finden in personalintensiven Arbeiten sind die Sozialabgaben zu hoch? Es sollten also ermäßigte Beiträge für AG gelten? Ihnen ist klar, dass Personalkosten rechnerisch gleichzusetzen sind mit Materialkosten, Fixkosten usw.? Somit sind diese Kosten im Produkt oder in der Dienstleistung miteinzurechnen. Sollten die Kosten zu hoch sein, so muss die GF überlegen was sie machen kann und nicht die Kosten auf die Geselschaft umlegen. Helfen kann ein Prozessreegnerring, neue Maschienen, Erhebung von Einsparportential von Materialen usw. Das ist eine Aufgabe der GF.

Gehen wir mal weg von den Großunternehmen wie Thyssenkrup und co.. Der Azubi macht vom ersten Tag in der Ausbildung Arbeit für den Betrieb, das stimmt. Zugleich erledigt er viele Arbeiten, die so oder zu erledigen sind. Weiter lernt der Azubi in seiner Ausbildung immer mehr und übernimmt immer komplexere Arbeiten. Sprich am Anfang zahlt der Betrieb drauf, das relaviert sich schnell. Viele Aufgaben kann der Azubi im 2. Lehrjahr bereits erledigen und entlastet dadurch das Personal.

Sie behaupten das Unternhemen zahl bei einer Ausbildung doppelt, einmal für den Azubi und einmal für den Meister. Wenn ich an meine Praktika im Handwerk zurück denke, habe ich dem Mester und auch Gesseln viel Arbeit abgenommen. Nicht nur das ich viel geschlept habe und die Angestellten sich auf ihre Arebiten konzentrieren konnten, habe ich auch Löcher gestemmt, Kabel verlegt usw. Sicher koste ich als Praktikant nichts, aber diese Arbeiten mussten nur kontrolliert und ggf. nachgebessert werden. Das selbe ist bei einem Azubi, derzu lernt und immer weniger kontrolliert werden muss. Das ist in vielen anderen Berufen ebenso. In meiner Ausbildung zum Bürokaufmann habe ich eigene Aufgaben gehabt. Also verstehe ich Ihre Einstellung bei bestenwillen nicht, dass Sie gegen einen Mindestlohn bei Azubis sind. Wenn Sie das Wort Lohn stört, dann nennen wir es halt Mindestausbildungsvergütung. Sollte sich das Unternehmen das nciht leisten können, so sollte es mal das Unternehmen an sich oder das Geschäftsmodell prüfen. Denn jeder Angestellte ist eltztendlich teurer.

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Freier.Buerger 16.05.2019, 10:02
14.

Zitat von sh.stefan.heitmann
Ja und für jede Stunde da gibt es den Mindestlohn. Ist doch jetzt nicht anders wenn ich auf Fortbildung fahre, kriege ich mein volles Gehalt.
Sind wir doch mal ehrlich. Es gibt Dinge, die muss man nicht regeln. Wir zahlen 750 EUR im ersten Lehrjahr. D.h. wir würden zahlen bekommen aber niemanden. Also, wer für 2..300 unterschreibt, macht auch das freiwillig.

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heinz k 19.05.2019, 07:25
15. Eine tolle Idee ...

Denn der staatliche Mindestlohn war ja ohnehin , von den Gewerkschaften am Anfang sogar abgelehnt , nur eine Notlösung. Eine faire Entlohnung kann nur zwischen den Arbeitgebern und den Vertretern der Arbeitnehmer also den Gewerkschaften ausgehandelt werden. Das geht natürlich nur wenn die Arbeitnehmer auch organisiert sind , daher der staatliche Mindestlohn.
Die Idee , den staatlichen Mindestlohn auszusetzen , wenn es einen Tarifvertrag gibt ist also - die - Lösung , auch für andere Branchen wie Altenpflege , Gastronomie usw.

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