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Mindestlohn und Abschlüsse: Ministerin Karliczek will Ausbildung in Deutschland kompl
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"Berufsbachelor", "Berufsmaster" und ein bundesweiter Mindestlohn für Azubis: Bildungsministerin Anja Karliczek will die Ausbildung in Deutschland von Grund auf erneuern - die Änderungen sollen 2020 in Kraft treten.

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hartmut_heinrich 12.11.2018, 22:11
100. Käse

Bloß nicht den Blödsinn, den es an den Universitäten gibt, auf die berufliche Bildung übertragen. In der Regel führt dies zu einer Senkung des Niveaus. Nur weil die Berufsbezeichnung jetzt auf Englisch ist, wird sie noch lange nicht besser. Und mehr Azubis werden es deshalb ebenso wenig.

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ATLien 14.11.2018, 11:03
101. Der Diplom-Ingenier

Als Diplom-Ingeneur, der viele Jahre in den USA gelebt und dort sowohl im universitätren Bereich als auch in der Wirtschaft tätig war, möchte ich mit der Mär der Magie des Abschlusses Diplom-Ingenieur aufräumen. Es ist richtig, dass deutsche technische Universitäten (primär die TU9) einen sehr guten Ruf genießen, und dass deutsche Ingenieure angesehen sind. Dies hing aber nicht am Abschluss Dipl-Ing. Sowohl Amerikaner als auch Kollegen aus anderen Ländern (primär Asien) hatten immer Schwierigkeiten diesen einzuordnen. Selbst Universitäten waren sich nicht einig, ob er einem Bachelor oder Master gleichzusetzen sei. Eine Denkschule setzte ihm dem Bachelor gleich, da es der formell erste akademische Abschluss war. Eine andere Denkschule setzte ihm dem Master gleich, da sowohl ein fünfjähriges Studium als auch eine Thesis zum Abschluss benötigt werden. Mir ist nicht bekannt, dass sich nach der Umstellung auf Bachelor - Master - Doctorate der Ruf des deutschen Ingenieurwesens schlechter geworden wäre. Allerdings ist die internationale Einordnung deutlich leichter geworden.

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Wayne John 19.11.2018, 00:15
102. Die Erde ist eine Scheibe

und das deutsche Bildungssystem gerecht.
Man lasse einmal das Thema Akademisierung außen vor. Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat kann sich wirklich glücklich schätzen, denn er befindet sich nicht mehr in einer unglücklichen Lage. Ich persönlich habe mir nach meinem Abitur ein eigenes Bild vom Leben eines Auszubildenden machen können und finde es traurig, wie viele Steine einem jungen Menschen der arbeiten und sich sein eigenes Geld verdienen will in den Weg gelegt werden.
Von allwissenden Berufsschullehrern über finanzielle Engpässe bis hin zu handgreiflich werdenden Vorgesetzten in der Ausbildung war alles dabei. Und nicht zu vergessen die vielen tollen unbezahlten Praktikumsmöglichkeiten.
In China fällt jedes Mal wenn ein Azubi sich mit Problemen an die IHK wendet ein Sack Reis um.Aber bevor sich jemand dazu entscheiden würde für bessere Bedingungen einzustehen schluckt man es lieber runter. Sonst wäre man ja auch ein Franzose der sich nicht alles gefallen lässt.
Zum Glück spreche ich mehrere Sprachen und kann die Ausbildung in einem Nachbarland Deutschlands machen, hoffentlich ist man dort daran interessiert jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu bieten.

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