Forum: Karriere
Minentaucher: Ruhige Hände, klarer Kopf, gute Ausdauer

Bei der Marine ist es ein anstrengender und explosiver Job: Minentaucher beseitigen und entschärfen Sprengkörper. Gerade trainieren sie beim weltgrößten Manöver "Sandy Beach" nahe Eckernförde. Dass es kaum Nachwuchs gibt, liegt an der harten Ausbildung und schlechten Bezahlung.

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Eutighofer 11.09.2011, 11:46
1. gute Männer

Ein Beruf, dem nur wenige gewachsen sind. Eine Erhöhung der Leistungszulage wäre wohl angebracht.

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DonQuappo 11.09.2011, 12:24
2. tja...

... vielleicht erkennen auch staatliche Stellen irgendwann, dass es einen Zusammenhang zwischen Leistungsbereitschaft und Entlohnung gibt. Dann würde es vermutlich auch keinen Bewerbermangel mehr geben.

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vitalik 11.09.2011, 12:53
3. 1

Angebot und Nachfrage ist das Zauberwort. Wieviele wollen es werden, wieviele können es werden. 150 Minentaucher sind es laut dem Artikel, gibt es in Deutschland ähnliche Berufe bei denen es sowenige sind. Fakt bleibt aber, wenn man da mal raus ist, wohin dann mit der Ausbildung?

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earl grey 11.09.2011, 15:16
4. Nirgends.

Zitat von vitalik
Fakt bleibt aber, wenn man da mal raus ist, wohin dann mit der Ausbildung?
Nirgends.

Ein Freund von mir war Minentaucher und ist irgendwann nach 12 Jahren ausgeschieden. Er war fertig - körperlich. Rückenprobleme, Gelenke usw.

...und als er im Urlaub an einer Tauchbasis als Sporttaucher tauchen wollte, ließ man ihn nicht, weil er keines der Sporttaucher-Brevets hatte... er hat schallend gelacht über diese dummen Jungs, aber getaucht hat er seit dem nie wieder.

Mit der Ausbildung jedenfalls kann er nichts anfangen.

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Hans58 11.09.2011, 16:25
5. Nie mehr einen Titel...

Zitat von earl grey
.... Ein Freund von mir war Minentaucher und ist irgendwann nach 12 Jahren ausgeschieden. Er war fertig - körperlich. Rückenprobleme, Gelenke usw.. .. Mit der Ausbildung jedenfalls kann er nichts anfangen.
Auch als Panzerfahrer oder als FlaRak-Soldat können man mit der (mil.) Ausbildung "draußen" nichts anfangen.
Deshalb erhält SaZ eine zivil anerkannte (andere) Ausbildung, man nennt diesen Ausbildungsgang ZAW (Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung).

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Christian Krippenstapel 11.09.2011, 17:10
6. Das ist ja wirklich ganz abseitig!

Zitat von earl grey
Nirgends. Ein Freund von mir war Minentaucher und ist irgendwann nach 12 Jahren ausgeschieden. Er war fertig - körperlich. Rückenprobleme, Gelenke usw. ...und als er im Urlaub an einer Tauchbasis als Sporttaucher tauchen wollte, ließ man ihn nicht, weil er keines der Sporttaucher-Brevets hatte... er hat schallend gelacht über diese dummen Jungs, aber getaucht hat er seit dem nie wieder. Mit der Ausbildung jedenfalls kann er nichts anfangen.
Ich lach mich tot! Jeder BW-KFZ-Ausbilder bekommt seine Ausbildung im Zivilleben anerkannt, aber ein Taucher nicht? Wo gibt´s denn sowas?

Ist zwar lächerlich, aber die Haltung der zivilen Tauchschulen kann ich verstehen. Keine offizielle Anerkennung = kein Versicherungsschutz = kein Tauchgang. Das zu ändern wäre aber reine Formsache, die die BW nicht mal was kosten und den Jungs im Zivilleben trotzdem eine echte Perspektive eröffnen würde. Müßte man vielleicht nur mal vorschlagen.

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radaradar 12.09.2011, 02:38
7. damit gewinnt keiner einen Blumentopf

und was soll das Reden über eine sogenannte Anerkennung von Tauchausbildung im privaten Leben?
Wer hat denn nicht die erforderlichen Tauchscheine? Hingehen, machen, fertig.

Mit rfahrung, hingehen, machen ganz schnell fertig, tauchen.
Und?

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ch@rybdis 12.09.2011, 07:14
8. Ausbildung ...

Zitat von Christian Krippenstapel
Ich lach mich tot! Jeder BW-KFZ-Ausbilder bekommt seine Ausbildung im Zivilleben anerkannt, aber ein Taucher nicht? Wo gibt´s denn sowas? Ist zwar lächerlich, aber die Haltung der zivilen Tauchschulen kann ich verstehen. Keine offizielle Anerkennung = kein Versicherungsschutz = kein Tauchgang. Das zu ändern wäre aber reine Formsache, die die BW nicht mal was kosten und den Jungs im Zivilleben trotzdem eine echte Perspektive eröffnen würde. Müßte man vielleicht nur mal vorschlagen.

Mus nicht vorgeschlagen werden, gibt es schon. Nur mit dem Unterschied: wer sich nicht selbst darum kümmert, der bekommt es halt auch nicht. Die Bundeswehr ist Arbeitgeber und nicht Sozialstation, die einem jeden einen fertig gepackten Geschenkekorb vor die Füße setzt.
Auch hier ist es wie in anderen Berufen: Frag und Dir wird geantwortet!

Aber gerade bei den Minentauchern sind Ausbildungsinhalte vorhanden, die im Zivilleben genutzt werden können:
- die Tauchausbildung: mit ein wenig Weiterbildung kann man dann als Industrietaucher arbeiten. Wenn man das denn dann möchte ... Die bezahlung dieser ist geringer als die eines MiTa
- die Ausbildung als Sprengstoffexperte, teilweise Feuerwerker (Bootsmann-/Offizier-Laufbahn)
- die Ausbildung zum Kraftfahrer BCE inkl. ADR-Schein
- ...
soll ich noch weitermachen?

Aber ansonsten ein guter Bericht und was der KpChef dort sagt stimmt in jedem Fall. Die Bereitschaft der heutigen Berufsanfänger, Leistung oberhalb der Norm zu bringen, ist quasi gleich NULL ...

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renoes 12.09.2011, 09:39
9. Anforderungen wirklich nicht zu hoch, aber bezahlen sollte man schon anständig

>>Viele scheitern unterwegs, wenn sie ohne Hilfsmittel unter anderem zwei Minuten am Stück unter Wasser bleiben oder 50 Meter tauchen müssen<<
Das ist wohl kaum ein Problem. Das kann man beides ohne Riesenaufwand trainieren. (Vielleicht ein paar Monate und dann ist man soweit)
Aber wenn es eine schlechte Bezahlung gibt und man danach "auf" ist...
Diese Leute sollte man anständig bezahlen und man könnte das Gehalt von "Öltauchern" als Orientierung nehmen.

Die sind zwar wesentlich tiefer und länger unterwegs, dafür aber bestimmt nicht mit solch einem Megagepäck
und auch nicht einer solchen Gefahr ausgesetzt.
Was verdient eigentlich ein Sprengmeister, der an Land arbeitet? Das wäre auch mal ein interessanter Vergleich

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