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Mission eines Rheinländers: Einmal zum Mars bitte, ohne Rückflug
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Mars macht mobil: Auf seinen Traum vom Weltall hat Stephan Günther Leben und Arbeit ausgerichtet, ab 2023 will er in einer Mars-Kolonie wohnen. Der Haken - er müsste für immer auf dem Roten Planeten bleiben.

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sucher533 27.10.2013, 09:28
1. Demokratie für den Mars

Zuerst sollte die Demokratie mit einem starken Parlament dauerhaft auf dem Mars errichtet werden. Über freie und geheime Wahlen sollten Mitglieder der bestehenden Länderparlamente und des Bundestages für diese Mission ausgewählt werden. Das Geld für den Flug sparen wir im Anschluß bei den Diäten wieder ein. Für alle, die nicht mitkönnen, sollte es das Basiscamp auf dem Mond geben. Raumfahrt soll ja auch Sinn machen. :-)

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dexter87 27.10.2013, 09:34
2. optional

Technisch natürlich ein faszinierendes Projekt, hochinteressante "Horizonterweiterung" für die Menschheit.
Aber die ethische Frage wird das ganze entscheiden, nicht etwa die $-Frage. Was ist, wenn einer der Astronauten auf dem Mars schwer erkrankt, hat dann jeder seine Giftkapsel dabei? (und würde sie auch einsetzen wollen, um die Gruppe nicht zu belasten)
Oder genauso problematisch werden psychologische Aspekte werden (Lagerkoller). Denn wenn er/sie (fliegen eigentlich beide Geschlechter?) "Glück" hat, sind noch locker 30 Jahre Lebenszeit drin, vorrausgesetzt die Strahlung bringt einen nicht nach wenigen Jahren um...

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Reichenbach 27.10.2013, 09:41
3. Immer dieser Wahn vom Lebensraum anderswo ...

Schade, dass diese Leute ihren Grips und enormene Finanzmittel nicht zur Erforschung und Weiterentwicklung lebenswerter irdischer Verhältnisse einsetzen wollen.

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Munku 27.10.2013, 09:44
4. Tolle Aussichten

Zitat von sysop
Mars macht mobil: Auf seinen Traum vom Weltall hat Stephan Günther Leben und Arbeit ausgerichtet, ab 2023 will er in einer Mars-Kolonie wohnen. Der Haken - er müsste für immer auf dem Roten Planeten bleiben.
Fassen wir mal zusammen: Seine Ausbildung beschränkt sich darauf, dass er mal Technik und Physik in der Schule gehabt hat. Ansonsten hat er eine Piloten- und Fluglehrerlizenz - was für leichte Maschinen jeder als Hobby machen kann.

Achso, dann hat er noch mal ein Seminar mit irgendwass-mit-Kommunikation belegt, was ihn jetzt plötzlich empathisch, kommunikativ und überhaupt zum besten Teamplayer aller Zeiten macht, dass er seine 3 Kinder ohne Reue zurücklässt und seine Frau garnicht erst erwähnenswert findet.

Dann wird er 2023 auch noch 54 Jahre alt sein - also im besten Alter für eine solche körperlich anspruchsvolle Mission. Ohne medizinische Versorgung macht er sicherlich noch so seine 10 Jährchen, bevor er von der restlichen Besatzung durchgefüttert werden muss (viel realistischer: er seine Besatzung durchfüttert).

Immerhin kann er programmieren, was ihm auf dem Mars viel hilft - denn das kann schliesslich keine Bodenstation für ihn übernehmen.

Eine solche Oneway-Mission ist menschlich nur schwer schaffbar. Für eine solche Reise finden sich entweder nur Träumer oder Psychopathen.

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jejo 27.10.2013, 09:54
5. Warum Mars?

Warum fängt man nicht mit dem Mond an? Nur weil da die theoretische Möglichkeit einer Rückkehr bestünde, die im Extremfall sicher auch intensiv ethisch diskutiert werden müsste? Das spart man sich so natürlich, handelt sich aber extreme zusätzliche technische und finanzielle Risiken ein.

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afxtwin 27.10.2013, 09:56
6. Marsgesicht?!

" … nämlich als "Mars-Gesicht". Womöglich ein Hinweis auf eine lange versunkene Zivilisation auf dem roten Planeten?"

ihr wisst schon, dass spätestens 2001 das marsgesicht "entzaubert" wurde, oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Marsgesicht#Marsgesicht

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hellsfoul 27.10.2013, 10:14
7. Zweifelhaft

Ich habe vor einigen Jahren schon Versuche zu diesem Thema gesehen. Da wurde eine luftdichte Station auf der Erde gebaut. Es waren Gewächshäuser vorhanden, Hühner für frische Eier. Aber, nach einigen Monaten ging leider der Sauerstoff aus. Es konnte nicht genügend Sauerstoff über die Pflanzen und eine O2 Anlage erzeugt werden. Als Hauptproblem stellten sich die Fäulnisprozesse im Boden dar. Dabei wurde einfach zuviel Sauerstoff verbraucht.
Mich würde im Zusammenhang mit diesem Projekt also schon interessieren, ob neue Tests in einer isolierten Station geplant sind. Wenn das dort nicht mehrere Jahre ohne Zwischenfälle verläuft, braucht man garnicht erst losfliegen.

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andy_mac_murphy 27.10.2013, 10:21
8. ich habe den Eindruck,

dass die Schere zwischen dem, was der Mensch durch seine (technische) Intelligenz möglich macht und dem gesunden Menschenverstand was wirklich sinnvoll ist, zu tun, immer weiter auseinanderklafft. letztendlich unterscheidet sich dieser Plan im Wesentlichen nicht von einer Dummheit, die sich ein Jugendlicher ausdenkt, um viele Klicks in YouTube zu bekommen.

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alohas 27.10.2013, 10:34
9. Siedlung auf dem Mars - wozu?

OK, solche Trottel gehören wirklich auf den, pardon, Mars geschossen. Dass das DLR so ein wahnwitziges Projekt für seriös hält, zeigt, auf welchem Terrain zumindest dieser Wissenschaftsbereich sich derzeit bewegt. Die Wissenschaft ist zu einer Ersatzreligion geworden und hier präsentiert sich bereits einer ihrer Gotteskrieger.

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