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Mission eines Rheinländers: Einmal zum Mars bitte, ohne Rückflug
DPA

Mars macht mobil: Auf seinen Traum vom Weltall hat Stephan Günther Leben und Arbeit ausgerichtet, ab 2023 will er in einer Mars-Kolonie wohnen. Der Haken - er müsste für immer auf dem Roten Planeten bleiben.

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deb2011 27.10.2013, 11:46
20. Unverantwortlich

Zitat von sysop
Mars macht mobil: Auf seinen Traum vom Weltall hat Stephan Günther Leben und Arbeit ausgerichtet, ab 2023 will er in einer Mars-Kolonie wohnen. Der Haken - er müsste für immer auf dem Roten Planeten bleiben.
Aha, er lässt seine drei Kinder zurück. Ist ja auch ganz einfach, macht man ja einfach so. Manche Menschen sind vollkommen abgedreht und denken vor allem ans eigene Ego. Wenn der Mann allein wäre, ok, dann kann er machen was er will. Aber so - nein, kein Verständnis.

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großwolke 27.10.2013, 11:48
21. optional

Wenn man innergalaktische Entfernungsmaßstäbe anlegt, wäre so eine Mission zum Mars ungefähr so, als würde man auf der Erde in seinem Wohnblock in den Nachbareingang rübergehen. Von wegen "Besiedelung des Alls". Bei unserem technologischen Stand bedeutet die Besiedlung eines anderen Himmelskörpers, so sie denn gelingt, nichts weiter als die Neugründung einer Zivilisation auf einer äußerst schmalen genetischen Basis, und unter äußerst archaischen Bedingungen. Sollte es hier mal wirklich finster werden, kann man so eine verzweifelte Maßnahme vielleicht sinnvoll finden, Aber jetzt so einen Blödsinn anfangen? Ich weiß nicht recht. Außer Bratpfannenbeschichtungen hat uns die ganze Raumfahrerei noch nicht so wahnsinnig viel eingebracht, auch der Erkenntnisgewinn aus so einer Marsmission würde sich voraussichtlich in engen Grenzen halten.

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cromagnon 27.10.2013, 11:49
22.

Zitat von sucher533
Zuerst sollte die Demokratie mit einem starken Parlament dauerhaft auf dem Mars errichtet werden. Über freie und geheime Wahlen sollten Mitglieder der bestehenden Länderparlamente und des Bundestages für diese Mission ausgewählt werden. Das Geld für den Flug sparen wir im Anschluß bei den Diäten wieder ein. Für alle, die nicht mitkönnen, sollte es das Basiscamp auf dem Mond geben. Raumfahrt soll ja auch Sinn machen. :-)
Ohne missionseigenen Bischof machte so eine Himmelfahrt aber auch keinen Sinn.

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Markus Landgraf 27.10.2013, 11:51
23. Ad Martem

Zitat von sysop
Mars macht mobil
Mal abgesehen vom absolut besch****ten Titel und dem einen oder anderen Politiker-auf-den-Mond/Mars-schießen-Kommentar, der wohl bei den intellektuell benachteiligten nicht zu vermeiden ist, beobachten wir hier doch ein interessantes Phänomen: Es gibt tausende Menschen, die ihr Leben der Entdeckung unseres Nachbarplaneten widmen wollen! Darüber sollte mal nachgedacht werden, wenn mal wieder der Kein-Geld-für-Raumfahrt-Konsens die Runde macht.

Technisch möchte ich noch anmerken, dass die Vermeidung des Rückflugs gar nicht so viel bringt. Mit Hilfe von In-Situ-Resource-Utilisation (ISRU) kann man quasi kostenfrei den Rückflug antreten. ISRU ist zwar nicht Bestandteil der aktuellen Planungen von NASA und ESA, da es einige technischen Risiken in sich birgt, aber sicher wird es akzeptabler sein, als die Astronauten für immer auf dem Planeten zu lassen.

Ad Astra! (Martem)

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BettyB. 27.10.2013, 12:04
24. Schlimmer wäre

Im Irak absichtslos von einer Bombe zerfetzt zu werden im Glauben Bush jun. hätte nicht geirrt...

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kaksonen 27.10.2013, 12:06
25. Wen?

Zitat von cromagnon
Ohne missionseigenen Bischof machte so eine Himmelfahrt aber auch keinen Sinn.
Da fällt mir einer ein, den seine Schäfchen gern loswerden wollen!

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kelnor 27.10.2013, 12:10
26.

Faszinierend, dass es immer wieder Menschen gibt, die trotz augenscheinlich hoher Bildung auf so einen Mist reinfallen. Wer sich auch nur 5 Minuten mit diesem Projekt und seinen Plänen befasst, stellt unweigerlich fest, dass das nie klappen wird. Für 6 Miiliarden Dollar 9 Testflüge und eine Mission? Mit Technologie, die es noch garnicht gibt bzw. nicht erforscht ist? Und die Finanzierung soll über eine Reality-TV Show passieren? Also wer das glaubt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

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alohas 27.10.2013, 12:24
27. Mir fällt noch ein Witz dazu ein.

Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum andern: "Du siehst aber schlecht aus. Was ist los?" Der Andere:"Ich hab' Mensch."

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MtSchiara 27.10.2013, 12:44
28. Mars ist zwar spektakulärer, aber Mond ist viel sinnvoller

Zitat von jejo
Warum fängt man nicht mit dem Mond an? Nur weil da die theoretische Möglichkeit einer Rückkehr bestünde, die im Extremfall sicher auch intensiv ethisch diskutiert werden müsste?
Weil der Mars erdähnlicher und deswegen eine Besiedelung dort - wenn man die höhere Entfernung nicht berücksichtigt - wesentlich leichter ist:

1) der Tag dauert 24,5 h statt 4 Wochen
2) die schädliche Sonnenstrahlung ist geringer, da die Sonne weiter weg ist und die Atmosphäre dichter ist
3) Stoffe wie Wasser, Kohlenstoff, Kohlendioxid und Sauerstoff sind viel leichter zugänglich, da sie überall vorliegen
4) die Schwerkraft ist mehr als doppelt so hoch wie auf dem Mond und beträgt mehr als ein Drittel der Erdschwerkraft

Genau diese Argumente könnten aber auch für den Mond sprechen. Wenn man ein System entwickelt, mit dem Menschen auf dem Mond leben können, dann taugt dieses System in jedem Falle auch für den Mars, da der Mond schwieriger zu besiedeln ist. Andersherum nicht unbedingt.

Tatsächlich ist es ja so, daß ein System zur Besiedlung erst durch die Besiedlung selbst entwickelt würde: die Bewohner auf dem Mars werden auf massive Probleme treffen, diese zur Erde funken, wo man Lösungen erarbeitet, diese nach zwei Jahren zum Mars schickt, die dann dort getestet werden, wobei sich neue Probleme ergeben, die dann wieder zur Erde gefunkt werden u.s.w. - normale Entwicklungszyklen eben.

Und für solche Entwicklungszyklen ist der Mond wesentlich besser geeignet: man kann direkt miteinander über Funk sprechen und Daten austauschen, da nur eine Sekunde und nicht Minuten zur Übertragung vergehen, und Entwicklungen von der Erde viel kurzfristiger zugestellt werden können. Eine viel engere Zusammenarbeit ist möglich, viel mehr Pflanzen können auf dem Mond getestet werden, und Material kann zur Erde zurückgeschickt und dort analysiert werden.

Für Mars statt Mond spricht nur, daß er spektakulärer ist. Für den Fortschritt von Raumfahrt und Wissenschaft ist der Mond besser geeignet.

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kioto 27.10.2013, 13:08
29. Sinnvoll ist beides nicht

Zitat von MtSchiara
Weil der Mars erdähnlicher und deswegen eine Besiedelung dort - wenn man die höhere Entfernung nicht berücksichtigt - wesentlich leichter ist: ...................
Hallo,
Solche Planungen befriedigen wahrscheinlich urtümliche Triebe, die aus Gründen der Absicherung von Nahrungsgrundlagen und Verbreitung der Art noch aus den Zeiten der Urtiere tief in unserem Hirnstamm verwurzelt sind, aber heute ihre rationale Grundlage verloren haben. Sinnvoll ist das kaum, weil es auf der Erde viele tausende von Quadratmeilen an Wüsten oder ähnlichen Gebieten gibt, die man mit geringerem Auswand besiedeln und fruchtbar machen könnte.

mfg Kioto

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