Forum: Karriere
Mit dem Rad zur Arbeit: Liebe Pendler, bitte aufsatteln
Mara Jessica Veigel

Warum nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit? Wenn Sie diese Fotos von Radpendlern gesehen haben, bekommen vielleicht auch Sie Lust umzusteigen.

Seite 2 von 6
JiggiZiggi 09.04.2018, 10:36
10.

Komme aus der Fahrradhauptstadt Münster, da fahre ich viel mit dem Rad, auch regelmäßig zur Arbeit bei gutem Wetter. Die Fahrradinfrastruktur ist wirklich super und mit den Niederlanden vergleichbar.
Bei schlechtem Wetter oder im Winter nehme ich aber das V8 SUV, da habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen.
Kann aber gut verstehen, dass dies in anderen Städten in Deutschland so einfach nicht möglich ist bzw. lebensgefährlich, z.B. vielerorts im Ruhrgebiet oder anderswo mangels Fahrradinfrastruktur.
Zug- oder Busfahren ist aber rein gar nichts für mich, das bin ich zuletzt auf der Abiabschlussfahrt 1998 und habe es auch nicht wieder vor.

Beitrag melden
srbler 09.04.2018, 10:37
11. was für pendler?

welche pendler werden hier gemeint??- ich fahre jeden tag 40km hin und 40 km nach haus- das ist pendeln!!!- 5 km durch die stadt geradelt is doch pille palle!- ohne auto is mir dieser job gar nicht möglich , da wäre ich 2,5 h mit öffis unterwegs

Beitrag melden
emobil 09.04.2018, 10:38
12. mir gehen...

... diese euphemistischen Radfahrpropaganda-Artikel langsam auf den Geist. Da wird doch immer allzu idealisierend schön gemalt und alle Nachteile und Hinderungsgründe einfach geleugnet.
Bei einer Entfernung von rd. 40 km zur Arbeitsstätte, mit z.B. deutlichen Steigungen ist das Thema "Arbeitsweg mit dem Rad" für mich nie eins gewesen, so gerne ich in der Freizeit mal Rad fahre.

Aber glücklicherweise muss ich ja inzwischen nicht mehr jeden Tag irgendwo hin.

Beitrag melden
blondyonly 09.04.2018, 10:38
13. Darum ...

... weil 25km zwischen Wohnort und Arbeitsstelle schon recht sportlich sind.
Insbesondere, wenn man noch Kinder und Gepäck dabei hat, der Wind nur selten von hinten kommt, es auch Regen und Schnee gibt und die ganze Strecke dann ja täglich zweimal zu fahren wäre.
Öffentliche Verkehrsmittel sind leider auch keine Option - aber das darf man in einem Autobauerland ja auch nicht erwarten. Morgens eine Verbindung eine halbe Stunde zu früh und abends bräuchte man fast so lange wie zu Fuß, es sei denn, man verpasste die letzte Verbindung, dann bliebe nur die Wanderung.

Beitrag melden
emobil 09.04.2018, 10:39
14.

Zitat von michlauslöneberga
knapp 40 Km (ein Weg) sind weniger das Problem, keine Radwege, rücksichtslose Verkehrsteilnehmer, keine Dusche im Büro, mit dem Rad nicht zu schaffende Dienstreisen etc. allerdings schon. Ich nehme lieber am Abend meinen Hund und die Laufschuhe, da haben wir beide mehr davon...
zählt die Dusch- und Umkleidezeit auch als Arbeitszeit?
Wenn ja, haben Sie eben Glück gehabt; ist aber sicher nicht repräsentativ.

Beitrag melden
marty_gi 09.04.2018, 10:57
15. ach ja...

Und was so Staedte wie Berlin angeht, wo der clevere Radler auch noch schoene Strecken findet: IN Berlin ist auch die Quote von Autos pro Einwohnerzahl merklich niedriger als hier in den kleineren Staedten oder laendlichen Gebieten. Muss wohl am besseren Angebot des Nahverkehrs liegen. Da kann man dann den Nicht-Grossstaedtern aber den Vorwurf machen, dass sie nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren. Hier ist einfach das Angebot schlechter - und die Wege deutlich laenger, weil es eben selten im selben Ort bleibt beim Arbeitsweg.

Also - erstmal die Rahmenbedingungen checken, dann den Grossstadtblick verlieren, und dann sich Gedanken machen, ob man das einfach mal so vorschlaegt, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren....denn es ist doch recht realitaetsfremd fuer alle Nicht-Grossstaedter

Beitrag melden
benmartin70 09.04.2018, 10:58
16.

Zitat von midastouch
Es fehlen noch Bilder von Radfahrern im Regen, im Schneetreiben, auf dichtbefahrenen Straßen mit und ohne Fahrradwege, wo man die Abgase direkt und ungefiltert einatmen kann und ein wenig um sein Leben fürchten darf. Ja, so ein Arbeitsweg mit dem Fahrrad hat was.
regen und Schnee sind kein Hindernis. das mit den Abgasen, naja woher kommt das wohl?
Würden mehr dem Aufruf folgen und das Rad nehmen, würde sich auch das bessern.

Beitrag melden
murksdoc 09.04.2018, 10:58
17. Geocoaching Süd

Ich arbeite derzeit an 62 verschiedenen Einsatzorten, die kürzeste Entfernung beträgt (einfach) 31km, die weiteste 255km. Dazu kommt ein in Bayern regelmäßig auftretendes geologisches Phänomäen, "Berge" genannt. Wenn ich zuhause mein Auto endlich mal stehen lassen kann, fahre ich ALLES mit dem Fahrrad. Hier habe ich regelmässig mit drei meteorologischen Phänomäen zu kämpfen, die "Kälte", "Eis" und "Schnee" heissen und oft sind diese auch noch mit "Dunkelheit" verbunden. Als Motivationsfaktor habe ich eine GoPro Sportkamera am Rad. Wer mich (mindestens zwanzig) Mal laut und deutlich "Scheis..e" schreien hören will, muss sich das Video anschauen, als ich zwar bei Kälte aber schönstem Sonnenschein 25km in Fitnesstudio geradelt bin und als ich herauskam war es dunkel, es lagen 30 cm Neuschnee, die Temperarur betrug -15°C und es ging ein übelster Schneesturm, der die ganze Fahrt lang genau entgegen meiner Fahrtrichtung blies. Das meine superteuren LED-Beleuchtungen, von denen ich aus Sicherheitsgründen 4 vorne und drei hinten habe, unter diesen Bedingungen eine nach der anderen auch den Ars.. hochgemacht haben, kommt erschwerend noch hinzu (kommen Sie mir bitte nicht mit "Dynamo". Ich bin doch keine Schneefräse). Für solche Fälle habe ich eine professionelle Stirnleuchte im Rucksack, die mir auch hier mal wieder den Tag gerettet hat. Ich schwöre: wäre auf meinem Weg ein Gasthof mit einem Schild "Zimmer frei" gekommen: ich hätte es genommen. Leider kam keiner. Vorschläge zum Radfahren zum Arbeitsplatz von Bewohnern von Flachländern und Gegenden mit Seeklima nehme ich jedoch keine entgegen.

Beitrag melden
wamserjens 09.04.2018, 11:07
18. Lifestylisch radeln

Wer hätte gedacht, dass Fahrradfahren mal deratig hip wird. Gelingt aber auch nur, wenn man cool urban wohnt und arbeitet, gerne "irgendwas mit Medien oder in der Werbung". Uncool ist es für den Gerüstbauer, der aus Bad Oldesloe nach Hamburg pendelt oder das Zimmermädchen, das von Erkner nach Berlin Mitte muss. Fahradfahren muss man sich leisten können....

Beitrag melden
xysvenxy 09.04.2018, 11:37
19. Man ermögliche mir...

...zu einigermaßen zivilen Preisen den ÖPNV zwischen 2 Verkehrsverbünden inkl. Fahrrad nutzen zu können und ich fahre sofort mit Fahrrad und Bahn zu Arbeit.
Leider ist das aber hoffnungslos überteuert und somit nicht machbar.

Beitrag melden
Seite 2 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!