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Mit dem Rad zur Arbeit: Sind Sie der Kurzatmige oder der Korrekte?
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Autofahrer, Lieferanten, Fußgänger, Baustellen - Radler haben mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Dabei macht eine Spezies im Berufsverkehr ebenso viele Probleme: andere Radler. Eine Typologie.

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MannAusmNorden 02.05.2018, 09:36
10. Kombinationsbildung...

Also ich bin (gerne) eine Kombination aus "Dem Ordentlichen" (Es geht nichts über Satteltaschen!) und "Kamikaze". Letzeres wegen Geschwindigkeit und dem... sagen wir mal verkehrsgerecht angepassten aushebeln der StVO :-D. Ich passe natürlich auf, dass ich keine anderen Schädige, und selbst nicht über gebrettert werde (ein Schlüsselbeinbruch reicht im Leben!). Aber bevor ich an meiner Lieblingsbaustelle 3 Minuten auf Grün warte, fahre ich doch lieber vor der Ampel (wenn es geht!) rüber. Aber sonst sehe ich es so: wenn ich schon auf der Straße unterwegs bin, dann verhalte ich mich auch wie ein Auto.

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murksdoc 02.05.2018, 10:41
11. Typ 7

Ich bin der gut ausgerüstete, langatmige Freundliche, der auch mal auf den Fussweg geht, wenn hinter ihm ein Ackerschlepper oder Schwerlaster nicht überholen kann, der eigenen Überholvorgänge auf Radwegen mit "Vorsicht" oder "Achtung" ankündigt und sich bedankt, wenn das Kindergespann, das meistens auch noch ein paar selbstradelnde Kleinkinder im Schlepp hat, einen vorbeilässt. Meine altersbedingten Rettungsringe und den Bierbauch, der nicht vom Biertrinken kommen kann, weil ich kein Bier trinke, aber trotzdem einen habe, bringe ich garantiert nicht durch knallbunte Gummibekleidung zur Geltung. Eine Klingel habe ich übrigens garnicht, dafür eine GoPro Sportkamera am Rahmen. Das motiviert erstens zum Fahren und wenn mich wirklich mal einer beim Überholen streift, dann gibt es keine Ausreden. Dann werde ich zum "Unfeundlichen". Ist mir bisher aber noch nie passiert. Meine Fahrleistung in 2016 waren übrigens 3083 km (laut ProBike Tracking App). Ob das viel ist, oder nicht, weiss ich nicht, weil mir der Vergleich fehlt).

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Stäffelesrutscher 02.05.2018, 10:55
12.

Der natürliche Gegenspieler von Typ 1 ist der Autofahrer, denn die meisten, die von rücksichtslosen Autofahren an Kreuzungen und Einmündungen umgenietet werden, sind die »Korrekten«: fahren selbst dann auf dem Radweg, wenn es gar nicht vorgeschrieben ist, halten sich sklavisch an Regeln, selbst wenn die Kombination aus baulicher Anlage der Radwegführung und Regeleinhaltung (seitens des Radfahrers) sie ins Verderben führt. Man schaue sich die Unfallberichte an, wenn wieder mal jemand unter einem LKW gelandet ist - das ist seltenst der Typ Kamikaze oder Presswurst, sondern der Typ Schülerin, Omi, Rentner.

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Sensør 02.05.2018, 11:06
13. Die E-Rentner fehlen

Anders als die Kamikaze-Typen knallen die mit Überschallgeschwindigkeit alles vom Radweg, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und machen dabei stets ein Gesicht, als würden sie regungslos und unschuldig auf dem Radweg stehen, und von allen Seiten würden sie mit Menschenmaterial beworfen werden.

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polorael 02.05.2018, 11:23
14. Da fehlt der "Poser"

Der "Poser" fährt am liebsten Feiertags bei bestem Wetter mit seinem megateurem Rennrad oder Mountainbike im professionellen Sportoutfit auf überfüllten Rad- und Fußwegen z.B. am Rhein oder am Baldeneysee. Mit grimmig-angestrengtem Gesichtsausdruck versucht er zwischen Spaziergängern, Kinderwagen, Hunden, älteren Herrschaften und Radfahrern seinen persönlichen Wettkampfrekord aufzustellen. Dazu wird gebrüllt (Klingel ist zu schwer fürs Carbonrad), drangsaliert und haarscharf überholt. Manchmal ist die Poser-Dichte so hoch, dass man fast geneigt ist, deren miese Laune, stressbedingt, selbst noch anzunehmen. In unseren Nachbarländern, so mein Eindruck, ist das meist nicht so ausgeprägt und deutlich lässiger. Da hilft nur selbst lässig zu bleiben und die ein oder andere freundliche Ansprache.

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Rubyconacer 02.05.2018, 11:36
15. Altes Thema

Ich fahre auch mit dem Rad zur Arbeit. Schlimm sind Radfahrer, die unerlaubt auf dem Bürgersteig fahren und dann abrupt über den Zebrastreifen schießen, in Erwartung, dass jeder Autofahrer gefälligst sofort zu bremsen hat. Lebensgefährlich! Falls man bei roter Ampel als Radler anhält und von Kamikaze-Radlern überholt wird, fühlt sich das zum Fremdschämen an. Diese Kampf-Radler schädigen den Ruf der Radlerzunft nachhaltig.

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karlnapf10 02.05.2018, 11:38
16. Nur rin in die Schublade.....

Aber verdammt, ich passe nicht in fünf Schubladen gleichzeitig. Klingeln vor dem Überholen ist übrigens immer eine gute Idee. Die wenigsten Radler halten auf dem Radweg eine berechenbare Linie ein und rechnen gar nicht damit, dass sie jemand überholen könnte. Ich habe auch schon öfters ein "Danke" bekommen weil ich mich "angekündigt" habe. Rufen statt klingeln funktioniert übrigens auch....

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killerkralle 02.05.2018, 11:45
17. Allgemeingültig

Die Typisierung kann auf sämtliche Verkehrsteilnehmer angewendet werden, es gibt sie unabhängig vom Verkehrsmittel: von den Verhaltensgestörten über die 100% korrekten bis zu den Trotteln (alles m/w und unabhängig der Hautfarbe). Am meisten gefährdet sind allerdings nur diejenigen, die keinen Stahlpanzer spazieren fahren. Wie auch immer, durch diesen Artikel suggerieren Sie, das es diese Typen nur bei den Radfahrern gibt - nicht ganz fair, wie ich finde.

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karlnapf10 02.05.2018, 11:51
18.

Zitat von polorael
Der "Poser" fährt am liebsten Feiertags bei bestem Wetter mit seinem megateurem Rennrad oder Mountainbike im professionellen Sportoutfit auf überfüllten Rad- und Fußwegen z.B. am Rhein oder am Baldeneysee. Mit grimmig-angestrengtem Gesichtsausdruck versucht er zwischen Spaziergängern, Kinderwagen.....
Bei uns auf dem Land gibts diesen Typ fast nicht, wahrscheinlich in Ermangelung solcher Hotspots wie dem Rheinuferweg.

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Olaf 02.05.2018, 11:58
19.

Es fehlt noch der Pedelc fahrende Rentner. Er erreicht nun Geschwindigkeitsbereiche die ihm vorher verschlossen waren, verhält sich aber immer noch so als wäre er wie früher mit 10 km/h unterwegs.

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