Forum: Karriere
Mobbing am Arbeitsplatz: "Mein Chef macht Stimmung gegen mich"
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Ein Mathematiklehrer kommt gut mit seinen Kollegen klar - bis er den stellvertretenden Schulleiter kritisiert. Der stellt sich gegen ihn, auch andere Lehrer wenden sich ab. Was kann der Mann tun?

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lachina 01.11.2017, 18:23
20.

Zitat von fatherted98
....auf hohem Niveau. Lehrer sind meist verbeamtet...also unkündbar. Bei solchen Fällen melden sich die Betroffenen meist krank und bewerben sich auf andere Stellen. Etwas...das im "normalen" Arbeitsleben wohl kaum oder nur selten gelingen wird. Merke: Wer den Chef gegen sich hat, hat verloren....es sei den er ist Beamter.
Diese Bemerkung ist so was von unsensibel. Auch Beamte können schlimm gemobbt werden, sind depressiv und suizidieren sich! Sie halten oft sogar noch länger aus als andere Arbeitnehmer - gerade WEGEN dem sicheren Job und der Pension bleiben sie, da hätte ein anderer schon längst gekündigt.

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rugall70 01.11.2017, 22:24
21. In Bayern ist der Schulleiter am Gymnasium Dienstvorgesetzter

Anders als von vielen hier im Forum behauptet, ist der Schulleiter im vorliegenden Fall (Gymnasium in Bayern) sehr wohl Vorgesetzter. Und er hat wesentlich mehr Rechte und Zugriffsmöglichkeiten als ein Vorgesetzter in anderen Wirtschaftsbereichen.

Ein Schulleiter beurteilt seine Lehrkräfte formal und vergibt dabei Prädikate, die unmittelbar Einfluss auf das weitere Fortkommen, die anstehenden Beförderungen und damit das Gehalt haben. Zwischen einer BG-Beurteilung (Note 2) und einer UB-Beurteilung (Note 3) dürften im Endeffekt mehrere zehntausend Euro liegen.

Nach §24 LDO (Lehrerdienstordnung) ist ein Schulleiter nicht nur "Vorgesetzter", er übt zugleich die "Dienstaufsicht" aus und kann sogar Geldbußen über die Mitarbeiter verhängen.

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emmyweissmuc 02.11.2017, 10:42
22.

Zitat von engelsgaard
Ich bin Mathematiklehrer in der Schweiz. Schüler haben selbstverständlich das Recht sofort zum Schulleiter zu gehen. Bei einem Problem mit einer anderen Lehrperson habe ich einem Schüler auch empfohlen über den Klassenkollegen hinweg zu gehen. Der Schulleiter sollte den Schülern das Gefühl geben, dass er ihnen Verständnis zeigt, damit die Schüler sich frei ausdrücken können und solche Probleme nicht herunterschlucken. .. Mir scheint es, dass es ein Fall ist, bei dem eine Person von anderen Erwachsenen als "schlechter" Lehrer eingestuft wurde ...
Zu Beginn des Artikels steht "aufgezeichnet von". Es handelt sich also um einen redaktionell überarbeiteten und sicher auch stark verkürzten Text. Der Redaktion und auch Herrn Müller dürfte eine ausführliche Darstellung des Falles vorgelegen haben.
Wäre für die Redaktion aufgrund einer solchen ausführlichen Darstellung (oder Dokumentation?) die Schuldfrage tatsächlich "unklar" gewesen, hätte man diesen Fall sicher nicht in der Rubrik "Mobbing am Arbeitsplatz" publiziert.
Schüler bzw. Schülerinnen können aus unterschiedlichsten Gründen "Probleme mit einer Lehrperson" haben.
Oft auch wegen ihres eigenen (pubertären) Verhaltens oder wegen schlechter Leistungen bzw. Noten.
Es kommt darauf an, wer sich warum bei einem Schulleiter über seinen Lehrer beschwert - unter Umgehung von Klassenleiter und Vertrauenlehrer.
Wenn es sich da um einen leistungsschwachen Schüler handelt, der in seiner Klasse und im Lehrerkollegium wegen vielfacher disziplinarischer Verstöße bekannt ist, lohnt das Nachdenken. Erst recht lohnt das Nachdenken, wenn es sich dann noch um eine entsprechend bekannte Schülerin handelt, die sich mit einem ganz besonderen Vertrauensverhältnis zu "ihrem" Schulleiter brüstet.

In Bayern wird in bestimmten Jahrgangsstufen zu Beginn eines Schuljahres ein standardisierter "Bayerischer Mathematiktest" durchgeführt, um das Vor- bzw. Grundwissen der Schüler prüfen. Angenommen, der Notenschnitt einer Klasse liegt bei 5.
Welche Verantwortung liegt da bei einem Lehrer, der eine solche Klasse neu übernimmt?
Was ich damit sagen will: Es kommt immer auf Details an. Wenn ein komplexes Geschehen auf das Format eines Leserbriefs verkürzt wird, gibt es für relevante Details eben keinen Raum.

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dschmi87 02.11.2017, 11:37
23. Ich habe damals heimlich Aufnahmen gemacht, in die Zentrale geschickt

Und gekündigt und mit der Öffentlichkeit gedroht, er wurde ebenso gekündigt. Mir hat man ebenso mit rechtlichen Schritten gedroht, nur sie waren nicht darauf vorbereitet das ich vorbereitet war und schon zuvor einen Anwalt eingeschaltet habe mit dementsprechenden schreiben. In der Deutschen Wirtschaft geht es zu wie im Krieg... friss oder stirb... und wenn man sich nicht wehrt ist man Kanonenfutter. Jetzt bin ich in der Schweiz und glücklich, er dagegen macht nun irgendein Job im niederen Management in Blaubeuren. Wenn ich auf Heimaturlaub bin, sehe ich ihn ab und zu... das war es wert, so Leute kann man nur stoppen indem man den eigenen Untergang im Unternehmen in Kauf nimmt. Aber mir ist auch bewusst das können nur Singles machen die noch keine Familie haben bzw Verantwortung. Familienväter die derzeit bauen können das nicht... die sind auf das feste monatliche Einkommen angewiesen.

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