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Mobilität im Job: Deutsche Arbeitnehmer sind Umzugsmuffel
imago/Westend61

Umziehen für den Job? Da sagen viele Arbeitnehmer kategorisch nein. Bei einer Umfrage in 19 Ländern waren es im Schnitt 29 Prozent - in Deutschland ist der Anteil deutlich höher.

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ansv 22.07.2017, 21:20
1. Immer möglichst knapp mit Infos

Wer wurde denn befragt? Ich meine, ich wurde auch schon vom Arbeitsamt gefragt ob ich bereit wäre, umzuziehen. Natürlich nicht, ich lebe in Baden-Württemberg. Wo, wenn nicht hier, gibt es gute Jobs? Und der Tenor des Artikels ist doch, wir müssten "mobiler" sein. Gleichzeitig sollten wir aber auch mehr Kinder bekommen. So lange diese dann zur Schule gehen, können wir unser Bundesland aber auch nicht verlassen, gell?

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s-12 22.07.2017, 21:22
2. Zum Glück für die AG

Und leider zum Unglück für uns AN! Die Folge sind mittelmäßige Gehälter, weil sich die AG zu sicher sind. Zumindest gilt dies für AN die nicht in von Gewerkschaften dominierten Unternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeiten. Allerdings fühle ich mich an meinem Wohnort wohl und habe keinen Bock wegen Arbeit an Orte zu ziehen, wo ich nicht leben möchte. Da beißt die Katz sich in den Schwanz u d den Chef freuts doppelt...

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jomai 22.07.2017, 22:11
3. Hmm...

...mit 20 nach Deutschland um einen besser bezahlten Job zu bekommen. Mit 24 dann fuer fast 9 Jahre nach Singapore danach nach Peking, Shanghai, Abu Dhabi und Dhaka. In Summe ca. 20 mal in meinem Leben in eine andere Wohnung umgezogen.

Irgendwie passe ich nicht in das Umzugsmuffelmuster. Ok, bin ja auch kein Deutscher. :-)

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rki 22.07.2017, 22:13
4. Dann ziehe man mal nach München ...

... für 300.- Euro mehr Gehalt und 500.- Euro mehr Miete (wenn sich überhaupt eine lebenswerte Behausung findet).

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zwielicht05 23.07.2017, 00:14
5. Wer wurde gefragt???

ich habe zwar nicht studiert und liege möglicherweise falsch ABER: könnte es nicht sein, dass der Familienstand evt einen Unterschied macht.. als Single ohne Kinder kann man natürlich flexibler sein als manch anderer.. soweit mir bekannt ist interessieren Frauen auch mehr für Fremdsprachen als Männer..
ohne Differenzierung bleibt ne aussagelose Statistik. schade, hätte von spon mehr erwartet..

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kfp 23.07.2017, 00:16
6. Umzüge in Deutschland sind ja extra-kompliziert

Ok, dann ziehen wir doch mal für den Job um. Abgesehen davon, dass man nach Aufgabe einer unbefristeten Anstellung große Gefahr läuft, in die Dauerprekarität zu gelangen (wenn in der Probezeit was schiefgeht, ist's rum mit der Zukunftsplanung, dann findet man nur noch Befristetes und/oder Zeitarbeit)... Wohnungssuche: Auf die Ferne fast unmöglich - schon mal versucht, nach Suche in Zeitung/Internet mit verschiedenen Immofirmen und Vermietern einen Termin zu koordinieren, so dass man nicht für jede einzelne Besichtigung quer durch die Republik anreisen muss? Nein, hier gibt's den Schlüssel erst nächste Woche, bei jener Wohnung ist morgen Massenbesichtigung, bei dieser gibt es schon Dutzende Interessenten usw... - Dann hat man irgendwann mit Ach und Krach (und zig mal Hinfahren) doch eine Wohnung ergattert, natürlich mit 50% Aufschlag auf die alte Miete, denn so ist ja heutzutage der Wohnungsmarkt. Die aber dann natürlich ohne Tapeten, Böden, und Küche kommt, weil da jeder ja angeblich unbedingt nach seinem eigenen Geschmack renovieren wolle. Ok, Wohnung mühsam von Hand renoviert, Küche bei der alten ausgebaut und bei der neuen (nach monatelangem Warten auf Handwerkertermine) jetzt sehr wacklig und schlecht passend wieder eingebaut. Für 1000e Euro Möbel rübertransportiert - alles natürlich ohne großzügige Umzugsboni, wie sie in anderen Ländern von dem verantwortlichen Arbeitgeber bezahlt werden. Jetzt versucht man, neue Kontakte zu schließen, aber deutsche Gemeinschaften sind eingeschworen und nicht unbedingt offen für Neulinge. Kind für Kita und/oder Schwimmkurs angemeldet: 2 Jahre Wartezeit. Man versucht, sich am neuen Ort zurecht zu finden. Aber Ortsbeschreibungen lauten dann "Waldspielplatz an der alten Gartenschau" oder "Seiteneingang vom xy Park", o.ä., was für langjährig am Ort Aufgewachsene natürlich klar ist, aber nicht den Neuling, der irgendwie sein Kind zur Ferienfreizeit lotsen muss oder den Treffpunkt für das Firmensommerfest finden will und nur ein Navi hat, dass Adressen statt Spitznamen haben will...

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Newspeak 23.07.2017, 01:12
7. ...

Ich glaube mehr Menschen wuerden fuer den Job umziehen, wenn sich das auch finanziell lohnen wuerde. Aber fuer einen mies bezahlten Job? Jeder Umzug kostet Geld und Nerven. Das wird bei der Flexibilitaet gerne vergessen, dass Flexibilitaet vor allem auch eine Geldfrage ist. Mit dem Vermoegen von Bill Gates z.B. wuerde ich taeglich an einem anderen Ort der Welt arbeiten.

Wenn der Grundtenor des Artikels uebrigens sein sollte, warum die deutschen Arbeitnehmer so unflexibel sind, sollte man als Fortsetzung dieses Beitrags vielleicht mal darueber schreiben, warum die deutschen ArbeitGEBER noch viel unflexibler sind. In anderen Laendern sind z.B. Umzugspauschalen, die der Arbeitgeber bezahlt, zusaetzlich zum Lohn, ueblich. Oder aber der Arbeitgeber kuemmert sich selbst um die Umzugsformalitaeten. Ja es gibt sogar Firmen, die stellen ihren Mitarbeitern eine Wohnung vor Ort, bis diese eine eigene gefunden haben. Welche deutsche Firma macht das?

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WeissAuchAllesBesser 23.07.2017, 01:15
8. Differenzierung?

Wäre ich alleinstehend und arbeitslos wäre der Umzug für einen Job natürlich drin.
Aber als Familienvater gebe ich doch die flexible Kinderbetreuung durch die Großeltern nicht auf, nur weil wo anders vielleicht 1000€ mehr im Monat drin wären.

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capote 23.07.2017, 02:40
9. Ich bin x-mal umgezogem

dass ish es besser gemacht hab als die, die einfach hocken geblieben sind, sehe ich nicht. Gut, in Schläfrig-Holzbein einen Job als Ingenieur bekommen zu wollen ist schwierig, aber wenn man in die Nähe einer Industriemetropole im Süden umgezogen ist, war es das, weiteres Umziehen bringt nichts, es sei denn man setzt sich ins Ausland ab und dann für endgültig.

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