Forum: Karriere
Mutige Berufswechsel: "Diese Arbeit passt so viel besser zu mir"
Condor Flugdienst

Vom Tischler zum Kinderarzt, von der Friseurin zur Zugbegleiterin: Wer seinen Job nicht mehr mag, sollte diese fünf Protokolle lesen - von Menschen, die es gewagt haben, ihren Beruf zu wechseln.

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Mister Stone 25.05.2016, 22:44
10.

Mein Kumpel hat gesagt, er hätte keine Bock mehr auf Harz IV und seinen Hilfsjob im Gartencenter. Er würde lieber Bänker machen, weil das voll krass Kohle bringt. Sollte er wechseln? Ich meine, dass mit der voll krass Kohle passt doch besser zu ihm. Was meinen Sie?

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superswissmiss 25.05.2016, 22:45
11.

Zitat von thorsten.munder
... was würde ich drum geben richtig Gitarre oder Baß oder Klavier spielen zu können und wenn es nur in einer Tanzcombo wäre !
Es ist nie zu spät für etwas Neues. Ich selbst habe erst mit 27 Jahren angefangen zu reiten. Zwar werde ich es sicher nie zum Profi schaffen und man muss viel Geduld haben mit sich selbst (Kindern fällt vieles leichter und sie lernen schneller), aber Spass macht es trotzdem.

Auch beruflich habe ich mit 34 Jahren nochmals total umgesattelt: Raus aus dem Büro, rein in die Kabine grosser Kraftfahrzeuge. Bereut habe ich bisher nur, dass ich den Schritt nicht schon früher wagte.

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mcpoel 25.05.2016, 23:01
12. Deutsche Flexibilität

Warum ist es eigentlich so erwähnenswert oder ungewöhnlich, wenn jemand in Deutschland seine Tätigkeit wechselt? In anderen Ländern, ist es normal, daß Menschen in verschiedenen Bereichen gearbeitet haben. Es ist ein Zeichen von Flexibilität und Lernfähigkeit. Aber alleine das Selbstständigmachen ist ja schon ein Gewaltakt in Deutschland, der anderswo wesentlich einfacher und weniger bürokratisch und überreguliert ist.

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bueffel77 25.05.2016, 23:27
13.

Ich habe nach der Realschule eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht. Während ich an der Werkbank stand, könnte ich beobachten wie die Rettungshubschrauber auf dem Klinikdach landeten und wollte das auch machen. Also habe ich eine Ausbildung zum Rettungsassistenten gemacht, dann mein Abi nachgeholt und schließlich Medizin studiert. Heute arbeite ich als Arzt, bin als Notarzt unterwegs und denke mir manchmal wie schön es doch im Werkzeugbau war. Doch viel lieber als in meinen alten Beruf zurückzukehren würde ich eine Ausbildung zum Koch machen. Doch dazu fehlt mir noch der Mut. Aber der Artikel bestärkt mich, dass Veränderungen jederzeit möglich sind.

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ChrisQa 25.05.2016, 23:53
14. Ein Ratschlag

Zitat von thorsten.munder
als ich in die Schule kam mit " 6 " Jahren Beschloß ich Klavier spielen zu lernen was aber nicht ging da meine Eltern kein Geld hatten weder für`s Klavier noch für den Unterricht schließlich war ich Baßspieler in einer " Schei.... " Schalmeien Kapelle dann kam ich aus der Schule und mußte von meinem Vater aus der sein leben lang Schlosser war Werkzeugmacher lernen was mich nicht nur komplett Angekotzt hat sondern obendrein hatte ich auch noch so eine Hautkrankheit wegen so einem Kühlmittel das beim Fräsen , Boren, Schleifen usw. verwendet wird , als die Ausbildung fertig war habe ich sofort auf Schweißer umgeschult da man da nicht mit irgendwelchen Kühlmitteln in Berührung kommt aber auch dieser Beruf ödet mich nach wie vor an , was würde ich drum geben richtig Gitarre oder Baß oder Klavier spielen zu können und wenn es nur in einer Tanzcombo wäre !
Probier's einfach. :-)
Miete oder kauf Dir einen Bass oder eine Gitarre oder ein Klavier (kann man für einen überschaubaren Betrag mieten), lass Dir dabei einen Lehrer empfehlen und versuche einfach mal, einmal die Woche Unterricht zu nehmen. Und wenn's schief geht, geht's halt schief, wenn nicht, suche Dir eine Band, mit der Du ab und zu mal auftreten kannst. Trau Dich, egal wie alt Du bist (oder Dich fühlst). Ich drück' Dir die Daumen.
Alles Gute :-)

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professorA 26.05.2016, 01:53
15. Selbstverständlichkeit aufgeblasen

Für alle Absolventen von MINT-Fächern, von Jura oder BWL/VWL hat doch immer schon gegolten, dass sie das, was sie in in ihren Berufsanfängerjahren getan haben, im weiteren Verlauf von Berufsweg/Karriere immer weiter verlassen mussten/durften. Dazu bedarf es keines heldenhaften Berufswechsels. Interne Versetzungen oder Bewerbungen, vor allem aber die Übernahme von Führungspositionen führen oft sehr schnell auf ganz neue Tätigkeitspfade, die mit dem ursprünglich Gelernten nichts mehr zu tun haben.
Nach Studium und 41 Berufsjahren kann ich mühelos eine Liste von gut zwei Dutzend höchst unterschiedlichen Tätigkeiten ("Berufen") aufstellen, die ich in der Zeit ausgeübt habe, ohne dafür eine Zweitausbildung benötigt zu haben.

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Miere 26.05.2016, 04:13
16. Und was sagt die Statistik?

Ein paar Fallbeispiele von Leuten, die umgeschult haben und damit gut gefahren sind, sind kein Beleg dafür, dass das für alle Menschen eine gute Idee wäre.
Eine Menge Leute sind froh, wenn sie überhaupt irgendeine Arbeit finden, von der sie leben können; Job aussuchen ist da Wunschdenken.

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winki 26.05.2016, 08:23
17. Vater wollte es, ...

dass ich Koch und Kellner lerne. Also musste ich, ob ich wollte oder nicht. Geholfen hat mir meine Ausbildung während der Armeezeit. Ich kam noch vor Ende der Grundausbildung in die Küche. Im Grunde genommen war damit die Armeezeit für mich vorbei. Als sie dann richtig vorbei war bin ich dann aber nicht wieder in die Gastronomie gegangen. Ich habe beruflich noch mal von vorn angefangen (DDR Zeit). Ich habe in einem Tagebau mit der Lohngruppe 5 als Hilfsgerätefahrer (Planierraupen, kleine Bagger u.ä.) begonnen und habe mich aber an der Betriebsakademie ständig weiter qualifiziert. Schließlich wurde ich Schichtführer, dann Operativtechnologe und habe nebenher noch ein Studium, das hieß damals Datenverarbeitung und Organisationstechnik, begonnen und auch abgeschlossen. Danach wurde ich Operator in einem großen Rechenzentrum. Also vom Koch zum Baggerfaher, dann Schichtführer im Tagebau und am Ende in der EDV (heute IT-Branche). Jede der Tätigkeiten habe ich sehr gerne ausgeführt und erinnere mich heute als Rentner oft an meine Berufsjahre und an meine Kollegen.

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tschoon 26.05.2016, 08:25
18. Respekt

Ich weiß aus eigener Erfahrung,dass dies sehr viel Kraft und Mut braucht.
Aber es lohnt sich. Habe als Förster eine Ausbildung als Erzieher gemacht.
Jetzt kann ich das elementare der Biologie direkt an die Kinder weitergeben...

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gutes_essen 26.05.2016, 10:57
19. Toller Artikel...

...vor allem, weil man hier auch mal "normale" Berufe erwähnt hat.
Von der Friseurin zur Zugbegleiterin oder von der Bankkauffrau zur Schornsteinfegerin - damit kann ich mich eher identifizieren als bei den anderen.

Ich hab auch in verschiedenen Berufen gearbeitet und empfand die Abwechslung als erholsam.

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