Forum: Karriere
Mythen der Arbeit: Arbeitnehmer müssen heute ständig den Job wechseln - stimmt's?
Corbis

Einst fingen junge Menschen in einem Betrieb an und blieben bis zur Rente. Inzwischen ist der fliegende Jobwechsel normal, denken viele. Der Trend zu befristeten Verträgen und Leiharbeit ist deutlich, erklärt Arbeitsforscher - dennoch war früher keineswegs alles besser.

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drnice1983 29.06.2012, 10:09
1.

Freut mich, dann passe ich da ja genau ins Bild. Seit 2004 bin ich nun am Arbeiten. In diesen 5 Jahren sind 2 Firmen mittlerweile aufgrund von Insolvenz nicht mehr vorhanden, eine weiter befindet sich mitten drin. Gleich nach der Ausbildung habe ich 3 Monate auf Zeitarbeitsbasis gearbeitet, zwischendurch genau 1 Jahr, ebenfalls als Leiharbeiter.
Ingesamt arbeite ich nun in der 7. Firma in 8 Jahren, und war zwischendurch auch noch arbeitslos.
Mitleidsbekundungen bitte.

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Wofgang 29.06.2012, 10:26
2.

Früher waren es halt die Tagelöhner. Auf dem Arbeitsmarkt gab es immer Gewinner und Verlierer, das wird sich auch nicht ändern.

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silenced 29.06.2012, 10:58
3. <->

Mein Vertrag ist auch befristet, bis zum 67. Lebensjahr. Da bin ich aber auch gar nicht böse drüber.

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smartphone 29.06.2012, 11:11
4. Bildung -- Garant für was ?

Der Autor unterstellt ,daß gute Bildung ein Garant für eine Stelle und im Speziellen für einen "Dauerjob" ist ....

Dem muß auf Grund klar nachlesbarer Erfahrungwerte der letzten Jahre widersprochen werden!

Fähgkeit im Besonderen kostet Geld - udn das will keiner Bezahlen.

Wieso empfehlen Dipl.-Ing Väter ihren Kindern ( so sie überhaupt welche haben !) ben gerade KEIN MINT Studium zu ergreifen.

Der MINT-ler ist mittlererweile zu beliebig austauschbaren Billigware verkommen .

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Wofgang 29.06.2012, 11:52
5.

Zitat von smartphone
...Wieso empfehlen Dipl.-Ing Väter ihren Kindern ( so sie überhaupt welche haben !) ben gerade KEIN MINT Studium zu ergreifen. ....
Der Schweinezyklus ist das Zauberwort. Egal was man Studiert oder gelernt hat. Wenn man an dem Punkt des Schweinezyklus ist an dem gerade ein überangebot an Arbeitskräften existiert, hat man schlechte Karten und muss abstriche machen. Ist man am anderen Ende und es gibt wenig Arbeitskräfte kann man Forderungen stellen.
Derzeit sieht es gut aus und wie es in ein paar Jahren aussieht kann niemand wirklich voraussagen. Um den Mangel an (billigen) MINT-Fachkräften zu beheben, wird gerade der Schweinezyklus wieder befeuert. ;-)

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godfather58 29.06.2012, 12:13
6. Gute Bildung ist nicht wirklich entscheidend

viel wichtiger ist ein Berufseinstieg in Grossfirmen oder öffentliche Verwaltung, oft mit Vitamin B. Dort kann man dann 40 Jahre absitzen. Das hebt natürlich statistisch den Beschäftigungsdauerdurchschnittswert.

In Mittel und Kleinbetrieben schlägt man sich deutlich anders durch. Dort kann man schon mal trotz guter Ausbildung und Leistung den Job z.B. durch Insolvenz verlieren.

Und dann geht die berufliche Patchwork Biografie los. 2 Jahre hier, 3 Jahre dort und natürlich immer befristet und auf finanziell niedrigem Niveau. Ich habe dies selbst mit 48 Jahren erlebt und kenne genügend ehemalige Kollegen denen es ähnlich ging. Manche haben sich mit Depression oder ähnlichen Krankheiten gleich ganz aus dem Arbeitsleben verabschiedet und tauchen dann natürlich auch nicht mehr in der Statistik auf.

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MartinS. 29.06.2012, 13:17
7. ...

Zitat von smartphone
Der Autor unterstellt ,daß gute Bildung ein Garant für eine Stelle und im Speziellen für einen "Dauerjob" ist .... Dem muß auf Grund klar nachlesbarer Erfahrungwerte der letzten Jahre widersprochen werden! Fähgkeit im Besonderen kostet Geld - udn das will keiner Bezahlen. Wieso empfehlen Dipl.-Ing Väter ihren Kindern ( so sie überhaupt welche haben !) ben gerade KEIN MINT Studium zu ergreifen. Der MINT-ler ist mittlererweile zu beliebig austauschbaren Billigware verkommen .
Auch hier würde ich sagen, dass dies ein eher subjektiver Eindruck ist.
Ich persönliche sehe die guten alten Ingenieure keineswegs als ausgebeutet und aussichtslos... und kenne auch keinen einzigen, der seinen Kindern von einem Studium im MINT-Bereich abraten würde.
(aber ich kenen keinen einzigen Ingenieur - egal ob mit Diplom, oder mit Bachelor/Masterabschluss, der länger als ein paar Monate nach einer Stelle gesucht hat)

Wahrscheinlich sind meine Erfahrungen diesbezüglich auch überdurchschnittlich positiv geprägt... aber wie so oft wird die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen liegen.

So langsam frage ich mich aber tatsächlich, wer denn all die frustrierten überhaupt sind, die alles aus dem MINT-Bereich hier immer wieder verteufeln. Wir hatten hier sogar schon einen Leihingenieur für ein Projektgeschäft, der keine Lust auf eine Festanstellung hatte. Der war mit seiner Zeitarbeitsfirma zufrieden...

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Ray Cohen 29.06.2012, 13:32
8. Up or Out!

Angestellte mit Karriereambitionen wechseln von selber den Arbeitgeber. Schwächere Arbeitnehmer, die sich selbst für unterqualifiziert halten, kleben an ihrem Posten.

Das kann dazu führen, dass nach einigen Jahren nur noch Gurken und Familienmenschen in der Abteilung sind. Kommt man als ambitionierter Berufsanfänger da rein ist von Anfang an klar: Hier kann ich nicht bleiben!
Wenn man an beruflicher Mehrqualifikation und Berufserfahrung 80% mitgenommen hat, ist es Zeit für den Jobwechsel. Anders ist Karriere leider nicht zu machen, besonders da viele Firmen sehr ungern intern große Gehaltserhöhungen geben (Junior > Senior).

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gepro 29.06.2012, 15:41
9. Blöde Massenpsychologie

Zitat von sysop
Einst fingen junge Menschen in einem Betrieb an und blieben bis zur Rente. Inzwischen ist der fliegende Jobwechsel normal, denken viele. Der Trend zu befristeten Verträgen und Leiharbeit ist deutlich, erklärt Arbeitsforscher Joachim Möller - dennoch war früher keineswegs alles besser.
Wir müssen nur sterben. Den Rest können wir. Wenn wir wollen.

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