Forum: Karriere
Mythen der Arbeit: Dienstleistungen sind die Jobs der Zukunft - stimmt's?
DPA

Die Industrie stirbt allmählich, Dienstleistungen nehmen ihren Platz ein: Was jahrelang als Gewissheit galt, ist geradezu gefährlich falsch, findet Arbeitsforscher . Niemand schafft so viel Werte wie die Industrie - und Arbeitsplätze.

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Kilmister_L. 23.10.2013, 09:22
1. Gesellschaftlicher Genickbruch

Die Hinwendung zur Dienstleistungsgesellschaft hat nur den Grund, zukünftig weniger für gleiche Leistung bezahlen zu müssen.
In den 90er waren die Politnasen genauso korrupt und dümmlich wie heute wieder deutlich zu erkennen. Warum sollte sich eine
deutscher Multi mit eigenen/teuren Mitarbeitern rumschlagen, wenn er billigere und von heut auf morgen kündbare Dienstleister-Lakaien
einstellen kann?! Das war vom BDI und anderen Verbrecherkartellen so gewollt und wie üblich von den Nasen ausgeführt. Das Dienstleistung
zur moderner Sklaverei führt ist die logische Folge, weil es immer eine Preisspirale nach unten gibt. Weniger Gehalt, unsichere Arbeitsplätze, keine Betriebsräte/Rente, sprich
Spielball der Industrie. Das ein Großteil der Gesellschaft dabei auf der Strecke bleibt, zeigt sich seit den 90er mehr als deutlich. Und das war mehr als absehbar!!

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Aguilar 23.10.2013, 09:24
2.

Zitat von sysop
Die Industrie stirbt allmählich, Dienstleistungen nehmen ihren Platz ein: Was jahrelang als Gewissheit galt, ist geradezu gefährlich falsch, findet Arbeitsforscher Joachim Möller. Niemand schafft so viel Werte wie die Industrie - und Arbeitsplätze.
Eine Aussage, an der meines Erachtens mehr geforscht werden sollte. Immerhin ist klar, daß in der Rohstoffgewinnung und der Rohstoffverarbeitung Geld „gemacht“ wird, in der Dienstleistung aber nur umverteilt wird. Nicht zu verwechseln mit dem Bruttosozialprodukt, bei dessen Berechnung natürlich auch die Produktivität des Dienstleistungsbereiches positiv mit einfließt. Strömt alle Welt in die Dienstleistung kommt auf den Einzelnen naturgemäß durch die Verteilung immer weniger Geld.

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EricCartman 23.10.2013, 09:29
3. Schön, dass mal jemand gegen den Mainstream schreibt

Was musste sich Deutschland ständig aus dem Ausland anhören...."zu wenige Studenten im Vergleich zu anderen Ländern"... dabei wurde ein Plus ständig unterschlagen... das duale Ausbildungssystem, um das uns mittlerweile einige Länder beneiden und nun sogar in GB umgesetzt werden soll. Letztendlich hat man auf Druck auch das Diplom hergeschenkt und es durch den wertlosen Bachelor ersetzt. Zum Glück sind in den letzten Jahren einige US-Blasen geplatzt, ansonsten hätte man wohl auch in Deutschland noch weniger Industrie.

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karlsiegfried 23.10.2013, 09:30
4. Netter Beitrag, aber ...

... er besagt nichts. Nur Spekulationen, keine Ergebnisse, keine Zukunftsstrategie. Die Arbeitslöhne in den absoluten Niedriglohnstaaten können in den in klassischen Industrieländern wie Deutschland, etc., in keinem Fall angeboten werden. Jedoch sind zahlreiche und leider auch erfolgreiche Versuche zu beobachten, welche die Löhne auf Niedrigstlöhne drücken. Siehe dazu Leiharbeit. Werksverträge und die Debatten um Mindestlohn. Die angesprochenen möglichen 'fatalen Auswirkungen'* sind bereits vorhanden. Sie werden vertuscht, klein geredet oder bestritten. Es lohnt sich diesen Beitrag auszudrucken und im Jahr 2025 erneut zu lesen. Herr Möller wird dann zu seinen heutigen Worten sagen: 'diese Entwicklung konnte im Jahr 2013 nicht vorhergesehen werden'. Ach nee, wirklich nicht?

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thgoldberg 23.10.2013, 09:31
5. Was Herr Möller schreibt,...

... wäre ja zutreffend, wenn der Wachstumswahn noch zeitgemäß und noch jahrhundertelang möglich wäre. Die ökologische Lage des gesamten Planeten gebietet es jedoch, die Fertigung von Fahrzeugen, Elektrogeräten und anderen Ressourcenfressern auf das unbedingt notwendige Maß zurückzufahren. Und dabei darf man sich nicht an Rendite- oder Verdienstmöglichkeiten orientieren, sondern Umweltschutz und Nachhaltigkeit müssen im Vordergrund stehen. Die "kritischen Massen" MÜSSEN sogar unterschritten werden, wenn der Weg in die ökologische Katastrophe noch aufgehalten werden soll. Positiver Nebeneffekt: Wer weniger Geld für technologischen Krempel ausgibt, kommt auch mit geringerem Verdienst über die Runden.
Bleibt zu hoffen, dass diese Anschauung sich schnell durchsetzt. Ansonsten ist der Planet, und mit ihm die Menschheit, dem Untergang geweiht.

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arbeite_und_bete 23.10.2013, 09:32
6. Endlich mal...

Ein Artikel der Hand und Fuß hat und nicht durch politische Ideologie bestimmt ist...

Das ganze andere Gesülze von Münchhau. und Augst. hält auf Dauer keiner mehr aus. Die formulieren ihre sozialen Wünsche in den Artikeln und ziehen einseitig ein paar Fakten heran, die ihre Position bestärken.

Mehr davon. Mir fällt noch einiges ein. Nämlich zur Energiewende. Da sind die meisten aus meiner Sicht auf dem Holzweg. Das Öl was da ist wird verbrannt, so lange die erneuerbaren Energien nicht günstiger sind. Egal ob wir 100 % erneuerbare Energien nutzen oder nicht. Dann verbrennen es die Chinesen oder wer anders.

Also es gibt noch ein paar Themen wo man sich Infos von einem nicht ideologisierten Wissenschaftler wünscht.

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Palmstroem 23.10.2013, 09:35
7. Falscher Mythos

Zitat von sysop
Die Industrie stirbt allmählich, Dienstleistungen nehmen ihren Platz ein: Was jahrelang als Gewissheit galt, ist geradezu gefährlich falsch, findet Arbeitsforscher Joachim Möller. Niemand schafft so viel Werte wie die Industrie - und Arbeitsplätze.
Der Mythos über die Dienstleistungsgesellschaft erinnert an Münchhausens Märchen "sich selbst am Schopf aus dem Sumpf gezogen zu haben".
Wohlstand beruht auf Wertschöpfung. Wenn man in der Autoindustrie aus einer Tonne Stahl für 150 € ein Auto für 15.000 € und mehr baut, dann wird dies klar.
Dienstleistungen werden in unserer alternden Gesellschaft zwar immer wichtiger, aber Wertschöpfung für mehr Wohlstand wird es damit nicht geben.

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Levitican 23.10.2013, 09:39
8. Man muss kein Wissenschaftler sein...

...um zu begreifen, dass man mit heisser Luft (Diesntleistungen) nicht lange überleben kann.Eine Nation, die nichts produziert, ist abhängig von anderen Nationen, die produzieren.Auf dem Bild wird eine Friseurin gezeigt, meiner Ansicht nach eine verfehlte Auswahl, Die Dame, die diese Dienstleistung in Anspruch nimmt, gehen wir von dieser Dame aus. Sie sie eine zB Sales Managerin, eine Dienstleisterin, die bestehnde Produkte anbietet, die sie nicht produziert hat. Sie bietet praktisch nichts greifbares an, das andere herstellen. Nun, wenn diese Industrie, die dies produziert hat, nicht existiert, was soll sie anbieten? Waren auf Papier, die gar nicht mehr existieren? Und genau dieses Problem erleben diese "Industrienationen". Es werden Waren angeboten, die nicht mehr in diesen Nationen hergestellt werden. Die produzierenden Länder haben alle Macht der Welt. Wollen sie die Industrienationen untergehen lassen, ziehen sie einfach den Stecker. Natürlich gehen diese auch unter, aber sie haben zum ersten Mal die Macht, die Weltwirtschaft kollabieren zu lassen. Das hat die Branche "Dienstleistung" erschaffen.

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gunner1886 23.10.2013, 09:46
9. Toller Artikel!

Sehr informativ und auch für mich, als Schüler, der sich erst seit kurzer Zeit mit wirtschaftlichen Themen befasst, gut verständlich. Großes Lob!

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