Forum: Karriere
Mythen der Arbeit: Dienstleistungen sind die Jobs der Zukunft - stimmt's?
DPA

Die Industrie stirbt allmählich, Dienstleistungen nehmen ihren Platz ein: Was jahrelang als Gewissheit galt, ist geradezu gefährlich falsch, findet Arbeitsforscher . Niemand schafft so viel Werte wie die Industrie - und Arbeitsplätze.

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Steuerzahler0815 26.10.2013, 21:40
50.

Zitat von thgoldberg
... wäre ja zutreffend, wenn der Wachstumswahn noch zeitgemäß und noch jahrhundertelang möglich wäre. Die ökologische Lage des gesamten Planeten gebietet es jedoch, die Fertigung von Fahrzeugen, Elektrogeräten und anderen Ressourcenfressern auf das unbedingt notwendige Maß zurückzufahren. Und dabei darf man sich nicht an Rendite- oder Verdienstmöglichkeiten orientieren, sondern Umweltschutz und Nachhaltigkeit müssen im Vordergrund stehen. Die "kritischen Massen" MÜSSEN sogar unterschritten werden, wenn der Weg in die ökologische Katastrophe noch aufgehalten werden soll. Positiver Nebeneffekt: Wer weniger Geld für technologischen Krempel ausgibt, kommt auch mit geringerem Verdienst über die Runden. Bleibt zu hoffen, dass diese Anschauung sich schnell durchsetzt. Ansonsten ist der Planet, und mit ihm die Menschheit, dem Untergang geweiht.
Schwachsinn
Ihre Vorschläge sorgen nur dafür dass das moderne Leben der reichen Elite vorbehalten wäre
Es ist aber auch als Normalbürger mein Recht SUV zu fahren, Smartphones und neue Elektrogeräte zu besitzen. Wenn Organisationen wie Greenpeace nicht mit ihren 5000 Tonnen Schiffen durch die Weltgeschichte fahren um Rowdytum zu zelebrieren wäre weit mehr getan als wenn ich von SUV zu Kleinwagen wechsel
Im Gegensatz zu den grünen Bonzen hab ich kein Geld mir eben nen neuen Hybrid zu kaufen

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Steuerzahler0815 26.10.2013, 21:47
51.

Zitat von ilek
Wenn ich z.B. einen Film drehe, den viele Menschen sehen wollen, kann ich damit auch sehr viel Geld "machen" auch ohne dass damit nennenswert Rohstoffe bewegt werden. Der Faktor Arbeit (hier die Kreativen der Filmwirtschaft) kann auch ohne den Faktor Rohstoffe Werte schöpfen - einfach weil das Ergebnis den Konsumenten etwas "wert" ist, genau wie bei Rohstofforientierten Produkten. Produkte die keiner braucht, sind umgekehrt nicht viel wert, auch wenn viele Rohstoffe darin stecken.
Ja aber wenn jeder Tätigkeiten macht die keine Rohstoffe verwenden funktioniert das nicht. Wir würden wie in der Steinzeit leben, im besten Fall. Aber wenn niemand solche Tätigkeiten macht ist das nicht optimal aber es funktioniert!

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Steuerzahler0815 26.10.2013, 21:55
52.

Zitat von kielerin78@icqmail.com
Porsche hat ja großzügig die 34-Std.-Woche eingeleitet und dieser Artikel hier weist darauf hin, dass das im Industriebereich überall notwendig sein wird. Was aber bei den Industriejobs passiert (Automation, Rationalisierung) passiert nunmal leider auch bei vielen DL-Jobs, z.B. bei den Banken aktuell, wo man mit neuen IT-Netzen ca. 20% des Personals intermediär langfristig reduzieren will. wir sollten vielmehr darüber diskutieren, wie man die Gesellschaft mit sinkendem Arbeitsvolumen organisiert, statt über Industrie oder DL zu diskutieren. im übrigen wachsen in den meisten Ländern inkl. Australien aber auch in DE vor allem DL-Jobs, vor allem Soziales und Pflege. es wird natürlich immer auch Industrie geben, aber wieviele Stellen wird es dort noch geben, das ist doch eher die Frage. Alle werden weniger arbeiten müssen.
Natürlich wachsen die DL-Jobs
Trotzdem brauchen wir die Industriejobs
Das was ein Bandarbeiter bei VW oft verdient bekommt beim typischen 1-5 Mann DL-Betrieb meistens nicht mal der Chef/die Chefin...
Die Produktion eines Autos (bzw die Arbeitsschritte die der Bandarbeiter übernimmt) ist eben eine Tätigkeit die mehr wert ist als ein paar Leuten die Haare zu schneiden/ die Fenster zu putzen oder die Fingernägel zu lakieren. Das lässt sich auch nicht ändern von irgendwelchen Ideologen die behaupten jede Arbeit sei sinnvoll

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marvin07 27.10.2013, 11:26
53.

Zitat von Steuerzahler0815
Schwachsinn Ihre Vorschläge sorgen nur dafür dass das moderne Leben der reichen Elite vorbehalten wäre Es ist aber auch als Normalbürger mein Recht SUV zu fahren, Smartphones und neue Elektrogeräte zu besitzen...
Diese Ich-Argumentation kennt man auch aus anderen Foren von Ihnen. Das Dumme ist, Sie haben sogar Recht. Natürlich ist es Ihr gutes Recht, SUV zu fahren und sich regelmäßig ein neues Smartphone zuzulegen - meins übrigens auch, und das jedes anderen Menschen auf diesem Planeten.
Problematisch ist eben nur die Endlichkeit der Ressourcen. Diese werden Sie wohl kaum in Abrede stellen, oder? Und darauf will der Forist hinweisen. Da der Kollaps vermutlich noch eine Weile auf sich warten lassen wird, könnte uns das natürlich auch egal sein. Nach mir die Sintflut. Oder es findet bereits jetzt ein gesellschaftliches Umdenken zum Maßhalten statt (ist ja schon teilweise der Fall) und man stellt fest, dass die Lebensqualität nicht wirklich leidet, wenn man sich nur aller 5 statt aller 2 Jahre ein neues Telephon leistet.

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el`Ol 27.10.2013, 16:26
54. falsch verstanden

Als diese Sprüche in den Achtziger-Jahren aufkamen, waren doch nur die Finanzdienstleistungen gemeint, und auch nur bestimmte Weltregionen.

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spiegelak2 02.11.2013, 03:35
55. arge Lügerei von neoliberalen Vollidioten

Zitat von sysop
Die Industrie stirbt allmählich, Dienstleistungen nehmen ihren Platz ein: Was jahrelang als Gewissheit galt, ist geradezu gefährlich falsch, findet Arbeitsforscher Joachim Möller. Niemand schafft so viel Werte wie die Industrie - und Arbeitsplätze.
Was soll man schon dazu sagen ? Dass die Nabelglotzer zu nichts mehr fähig sind, als gegenseitige Selbstbefriedigung durch Konsum vorzuschlagen ? Ja, das wärs ungefähr. Dem Volk dient bestens, wenn alle zum eigenen Reichtum streben ? Nee, denn dann hat das Volk keine Zeit zu bedenken, was ihm eigentlich dient. Was natürlich nur den üblich Verdächtigten dient. Wo immer man gleich jetzt, zum minimalsten Aufwand, Geld verdienen kann, indem daß man sich gegenseitig das Geld aus der Tasche zieht als Gleichung für irgendeinen Dreck, den man "braucht". So funktioniert's nicht.

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