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Nervige Fragen im Job: "Bedienen Sie auch am Käse?"
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"Arbeiten Sie hier?", "Sind die Brötchen frisch?", "Aber nur die Spitzen schneiden, geht das?": Hier erzählen Menschen, welche Fragen sie im Job nicht mehr hören wollen.

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DJ Doena 25.10.2017, 16:15
90.

Zitat von veronika.franz01
Als eine meiner Schwestern ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin absolvierte, gab es noch Disketten. Einmal kam sie nach Hause und meinte, ein Kunde hätte versucht ein Programm zu installieren, welches sich auf mehreren Disketten verteilt befand. Der Kunde meinte, nach der 2. oder 3. sei nichts mehr zu machen gewesen; es passte einfach keine Diskette mehr in den dafür vorgesehenen Einsteckschlitz. Er hatte alle nacheinander reingeschoben, ohne die vorherige zu entfernen...
Das ist ein ewig alter IT-Witz, aber keine echte Geschichte. Selbst wenn diese angebliche Person eine zweite von den alten 5,25 Floppydiscs irgendwie in das Laufwerk bekommen hätte - was schon Schwerstarbeit wäre - hätte der Computer die gar nicht lesen können und somit niemals nach einer dritten Diskette gefragt.


Davon mal abgesehen finde ich einige der Fragen gar nicht so unsinnig. Die Frage nach der Käsetheke ging bestimmt an die Fleischverkäuferin und erstere war damit entweder gar nicht besetzt oder gerade überlastet und letztere stand rum - sonst hätte der Kunde ja gar nicht die Chance gehabt, diese Frage zu stellen.

Und wieso es erst im November wieder Termine beim Arzt gibt, wenn ich mich aber als Privatpatient identifiziere, ich sofort morgen dran komme, ist auch eine nicht völlig unberechtigte Frage.

Die Frage nach dem wieviel ab muss beim Frisör stellt sich mir nicht mehr, ich rasier mir schon seit mehr als einem Jahrzehnt den Schädel. Aber wenn ich mir nen neuen Anzug kaufe, dann hole ich auch die Meinung des Verkäufers ein, ob und wie der Anzug noch angepasst werden muss. Er hat dafür ja wohl ein professionelles Auge. Gleiches würde ich von einem Frisör erwarten, würde ich zu einem gehen.

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Nr43587 25.10.2017, 16:16
91.

Zitat von butzibart13
SPON, warum schreibt ihr überhaupt solche Artikel. Eine nervige Frage, oder? Manchmal sind aber auch die Fragen des Dienstleister ein bisschen doof, wenn ich z. B. beim Friseur mit längeren Haaren erscheine und werde gefragt: Was kann ich für sie tun? Die Frage ist zwar nicht unhöflich, aber für mich ist es selbstverständlich, was dort zu tun ist. Um wie viel cm das Haar gekürzt werden soll, das kann ich durch Worte oder Gesten entscheiden
Stellen Sie sich vor, der Friseur schneidet einfach drauf los. Dann sagt der Kunde, er wollte sich die Haare nur färben lassen und verklagt den Friseur.

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newest_2 25.10.2017, 16:17
92. Norschaf und andere..

Hier scheint ja die schlimmste Sünde zu sein, Parkverbote nicht zu beachten. Liebes Nordschaf( abgesehen davon , dass sie mit Politesse/Sexismus nicht unrecht haben, akzeptiert), eine Frage:Wo leben Sie eigentlich?
U-Bahn-Treter, offener Drogenhandel, reisende Einbruchsbsnden, schon mal gehört? Da sollen die Ordnungsbehörden keine Prioritäten setzen?!
Wenn Sie nach einem Unfall mit Schädelbruch und einem gebrochenen Zeh eingeliefert werden, wollen Sie wirklich, dass der Notarzt sich um beides genau gleich kümmert? Oder nicht vielleicht doch ZUERST um den Schädel und dann um den Zeh?
Schon mal überlegt, ob Die was nicht verstanden haben??
Buchs für ungut.

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Nr43587 25.10.2017, 16:18
93.

Zitat von rostock67
Die deutsche Haltung ist sonderbar und tief verwurzelt: nerv mich nicht! Wer von Kundenfragen genervt ist, sollte sich fragen -ob er woanders nicht besser aufgehoben ist - und ob es in dem Unternehmen nicht ein erhebliches Defizit in der Kundenkommunikation gibt. Die Haltung der Arbeitnehmer ist häufig noch DDR-mäßig: der Kunde nervt und ist egal. Besser kann man die häufig immer noch gruselige Dienstleistungshaltung in Deutschland nicht auf den Punkt bringen.
Wenn der Kunde sinnvolle Fragen stellt, nervt er nicht.
Mit den aufgeführten Bespielen nervt er.

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HorstOttokar 25.10.2017, 16:20
94. Andersrum

Zitat von c.PAF
Ja, ich frage teilweise, ob die Brötchen/Backwaren frisch sind. Nur bei der netten Verkäuferin in unserer Dorfbäckerei nicht. Die verrät mir mittlerweile von sich aus, was frisch ist, und wenn der Chef daneben steht verdreht sie einfach nur kurz die Augen nach oben, falls ich dabei bin, was vom Vortag zu erwischen.
Mir gings mal genau andersrum. Ich brauchte möglichst alte Brötchen für Frikadellen. Deshalb fragte ich die Azubine, ob sie mir Backwaren geben könne, die schon etwas lägen. Sie setzte zu einem gezielten Griff in die Theke an - sah dann die Dolche, die aus dem Auge ihrer Chefin schossen - hielt mit einem verschämten Gesichtsausdruck inne - und sagte: "Bei uns ist alles frisch."

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Nr43587 25.10.2017, 16:21
95.

Zitat von malcom1
Am DB-Schalter: "Verkaufen Sie auch Fahrkarten?" oder "Können Sie mir erklären wie das im Internet geht?" Im Telefonladen: "Entschuldigung habe mir eben ein Handy im Media Markt gekauft, können Sie mir erklären wie das funktioniert?" Muss auch das als Verkäufer=Dienstleistung aushalten?
Klar kann man die Funktionsweise des Mobiltelefons erklären, Kostenpunkt Differenz zwischen Ladenpreis und Mediamarktpreis. Bezahlt wird im Voraus.

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irobot 25.10.2017, 16:24
96.

Zitat von Sibylle1969
Dennoch stellen fast alle Kunden im ersten Termin die Frage: "Was kostet denn die Implementierung Ihrer Lösung?" Das ist meine persönliche Nervfrage Nummer 1.
Und direkt im Anschluss dann "kann man da preislich etwas machen?".

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Nr43587 25.10.2017, 16:36
97.

Zitat von wowereit
Wer sich Gedanken über die nervigste Kundenfrage macht, hat in einem Dienstleistungsberuf nichts zu suchen.
Nehmen Sie auch Spielgeld?

Aber natürlich gibt es Grenzen. Wurde schon treffend beschrieben. Freundlichkeit ja, Unterwürfigkeit nein.

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Olaf Köhler 25.10.2017, 16:38
98. Ach ne,

damit kann man doch locker eine Lexothek füllen - es geht natürlich andersrum: Wenn am Flughafen jeder Reisende, der eine Laptoptasche trägt gefragt wird, ob er ein Laptop bei hat: "Nee, das ist ein Fernseher!" Und auch immer wieder schön: Im Mund jede Menge schröckliche Instrumente und die halbe Hand des Zahnarztes, und er fängt an, Fragen zu stellen! Mehr als "Krrrch" (wenn überhaupt) kriegt da doch keiner raus:-)

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mactor2 25.10.2017, 16:39
99. Arbeitskleidung!

Wenn in Geschäften die Angestellten optisch genau aussehen wie Kunden sind manche Frage durchaus berechtigt.

Passiert mir selbst oft das man Personen fragt "Arbeiten Sie hier" die möglicherweise in den Laden gehören könnten. Gern in Baumärkten oder anderen Geschäften.
Selbst Schuld wenn diese Unternehmen Ihren Mitarbeitern keine deutlich zu erkennende Arbeitskleidung geben.
Zumindest ein Kittel, T-Shirt mit Firmenlogo oder ggf. ein Namensschild o.ä. sollte bei Unternehmen mit Kundenkontakt drin sein.
Wenn man an der Wursttheke fragt "Machen Sie auch Käse?" ist das doch normal. Oder?

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