Forum: Karriere
Nervige Fragen im Job: "Bedienen Sie auch am Käse?"
DPA

"Arbeiten Sie hier?", "Sind die Brötchen frisch?", "Aber nur die Spitzen schneiden, geht das?": Hier erzählen Menschen, welche Fragen sie im Job nicht mehr hören wollen.

Seite 5 von 18
ctwalt 25.10.2017, 13:29
40. Nach 20 Jahren im Einzehlandel........

kenne ich fast alle unsinnigen, belehrenden, arroganten und teils unverschämten Fragen. Ein Grund, warum es im Handel immer weniger brauchbares Personal gibt ist die immer mieser werende Bezahlung bei gleichzeitig immer perverser werdenden Öffnungszeiten. Schichtsysteme im Supermarkt, entweder um 6 uhr anfangen oder um 23 uhr razskommen ist doch unterirdisch. Früher war es dank üppiger Gehälter erträglich, heute ist das der Ausbeuterjob schlechthin !

Beitrag melden
mwroer 25.10.2017, 13:36
41.

Zitat von werwarn
Ich kann überhaupt nicht begreifen was an diesen Beispielen aufregenswert sein soll. Das gehört doch alles zum Berufsbild. Was mich stört ist die hoheitsstaatliche Floskel: "Sie dürfen jetzt..." bei Ärzten und Sprechstundenhilfen. "Sie dürfen jetzt den Mund wieder zu machen", sagt der Zahnarzt. Das ist aber nett das ich das jetzt darf.
Ja und vorher sollten Sie es auch nicht machen - das hat durchaus Gründe und ich verstehe nicht warum Sie sich über den Zahnarzt aufregen.

Auch wenn das eigentliche Instrument aus dem Mundbereich entfernt ist, kann immer noch etwas anderes drin sein bzw. muss die Stelle noch trocken bleiben, irgendeine Masse noch richtig aushärten etc etc etc.

Das ist einfach so weil 99,9% der Patienten die Neigung haben sofort mit der Zungenspitze an den gerade behandelten Stellen rumzuschlabbern und zu drücken.

Beitrag melden
senfwasser 25.10.2017, 13:37
42. Mangelnde sprachliche Fähigkeiten

sind meiner Meinung nach auch oft ein Problem.
Viele Menschen wissen sich einfach nicht richtig auszudrücken, kommen nicht auf den Punkt.
Ich habe täglich mindestens einmal einen Kunden am Telefon, der sein Gespräch so, oder so ähnlich beginnt:
"Hallo..... ich weiß ja.... ich bin bei Ihnen gar nicht richtig. Aber ich habe da trotzdem eine Frage"

Ich denke mir jedes mal, warum rufst Du denn bei mir an, wenn Du doch weißt, dass ich gar nicht der richtige AP bin, dass ich die Frage gar nicht beantworten kann.

Oft ähneln meine Telefonate auch einer Scharade "Sie wissen doch... Hatten wir vor ein paar Jahren mal in grün. Die sind so groß und rund, also nicht richtig rund. Links und rechts sind die runder, als oben und unten. Jedenfalls wollen wir die genau so nochmal produzieren. Nur in rot und eckig"

Da frage ich mich, warum sortiert man nicht mal eine Minute lang seine Gedanken, bevor man anruft und jemand anderes Arbeits- Lebenszeit und Nerven strapaziert?

Beitrag melden
malcom1 25.10.2017, 13:41
43. Servicewüste Deutschland

Am DB-Schalter: "Verkaufen Sie auch Fahrkarten?" oder "Können Sie mir erklären wie das im Internet geht?"
Im Telefonladen: "Entschuldigung habe mir eben ein Handy im Media Markt gekauft, können Sie mir erklären wie das funktioniert?" Muss auch das als Verkäufer=Dienstleistung aushalten?

Beitrag melden
mwroer 25.10.2017, 13:44
44.

Zitat von unumvir
Es ist bemerkenswert, wie viele Leute, die einen Beruf mit Kundenkontakt ausüben, dafür weder geeignet noch motiviert scheinen.
Es ist auch bemerkenswert wie viele Leute 'Freundlich' mit 'Unterwürfig' verwechseln oder glauben als Kunde in jedem Fall ein Anrecht auf letzteres zu haben.

So hat halt jeder seinen eigenen Standpunkt. Aber da sind Deutsche ohnehin ziemlich spitze drin. Ich erlebe das, laufend, im Supermarkt.

90% der Deutschen gehen zum nächstbesten Mitarbeiter, meistens räumt der gerade irgendwas in ein Regal und sieht den Kunden nicht mal, und fragen relativ laut 'Wo steht hier die Milch'.

90% der Niederländer gehen zum nächstbesten Mitarbeiter und fragen 'Entschuldigung, kann ich kurz stören' und fragen dann nach der Milch weil die Antwort immer 'Ja natürlich' ist.

Das 90% der Deutschen dabei Deutsch reden und sich auch noch aufregen wenn ihnen in einem niederländischen Supermarkt mal ein Mitarbeiter begegnet der tatsächlich nur niederländisch spricht (ist extrem selten aber kommt vor) ... ist eher ein zu vernachlässigendes Detail.

Es geht um die grundlegende Herangehensweise und die Erwartenshaltung, bei vielen vielleicht nur unterbewusst, mit 'Ihre Majestät' angesprochen zu werden.

Beitrag melden
santoku03 25.10.2017, 13:49
45.

Die coolste Frage an eine Politesse finde ich nach wie vor:" Weiß Ihre Mutter, womit Sie Ihr Geld verdienen?"

Beitrag melden
Teilzeitalleinerzieherin 25.10.2017, 13:50
46. Fragen, die ich als Mutter nicht mehr hören kann:

1. "Was hat es denn (Kind brüllt, weint, schimpft gerade)?" Wenn ich das gerade wüsste, würde ich Abhilfe schaffen. Aber da das Kind gerade brüllt, schimpft, weint, kann es mir leider keine sachdienlichen Hinweise geben
2. "Wo tut es uns denn weh?" (mit krankem Kind beim Kinderarzt): Mir tut nichts weh, dem Arzt vermutlich auch nicht und das Kind wird nicht gefragt....

Frage, die ich als Juristin nicht mehr hören kann:
"Du, Du bist doch Juristin. Ich hab da folgendes Problem. Mein Vermieter hat...; mein Hund hat....; der Lehrer meines Sohnes hat...." Auch wenn es den Anschein haben mag, auch ich bin nicht in jedem Rechtsgebiet total firm.

Beitrag melden
santoku03 25.10.2017, 13:51
47.

Zitat von karldhammer
fragt die alte Dame den Schaffner. Der antwortet: "Bei guter Pflege ungefähr dreißig Jahre!".
Oder: "Wann geht der letzte Zug nach Dortmund?" "Hmm, Verehrteste, das werden Sie wohl nicht mehr erleben."

Beitrag melden
Sonnestrandundmeer 25.10.2017, 13:53
48. Eine Unverschämtheit

Die im Artikel von den Verkäufer(inne)n genannten Ansichten sind eine Unverschämtheit, und dem Artikel fehlt eine kritische journalistische Distanz. Wer sich dafür entscheidet, in einem Beruf mit Kundenkontakt zu arbeiten, muss sich klarmachen, dass er mit Menschen zu tun hat. Und Menschen sind nicht perfekt. Wir stellen alle Fragen, die andere als dumm erachten mögen. Dass schon viele andere vorher gefragt haben, ob ein bestimmter Verkäufer auch an der Käsetheke bedient, kann der einzelne Kunden nicht wissen. Den Kunden an der Käsetheke, an der sich keine Bedienung befindet, einfach warten zu lassen, ist aber auch keine Lösung - da müssen Fragen erlaubt sein!

Liebe Verkäufer(inne)n, Autmechaniker(innen), Maseur(inn)e(n) und alle anderen (bis auf Tätowierer(innen), denn für dieses Verunstalten sollte man nicht noch Geld verlangen): Wenn Sie Ihre monatliche Lohnabrechnung bekommen, machen Sie sich bitte klar, dass Ihr Geld von Ihren Kunden kommt (und diese ebenfalls dafür arbeiten mussten). Sie dürfen ruhig freundlich sein und eine vermeintlich dumme Frage geduldig beantworten. Auch ein Lächeln wird nicht nur den Tag Ihrer Kunden verschönern, sondern vielleicht auch Ihren!

Beitrag melden
hornochse 25.10.2017, 13:58
49. Fragen

sind nicht dumm oder unsinnig. Hat man mal in der Schule gelernt. Fragen haben immer einen Hintergrund und seien diese noch so salopp und erscheinen einem blöd. Der Kunde ist König trifft ja schon lange nicht mehr zu. Mindestens aber sollten Menschen die in einem Beruf zu tun haben der mit Menschen zu tun hat auch diese gemäß ihres Standes behandeln. Dazu zählt auch vermeintlich blöde Fragen mit Achtung zu begegnen und sei es mit einer höflichen Gegenfrage. Schließlich erhalte ich über meinen Beruf mein Einkommen.

Beitrag melden
Seite 5 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!