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Neuanfang nach der Lehre: Nur die Hälfte der Azubis bleibt im Beruf
DPA

Erst machen sie eine ordentliche Lehre, dann springen sie von Job zu Job: Nur 48 Prozent aller Azubis bleiben in dem Beruf, den sie gelernt haben. Dabei sind besonders krasse Wechsel schlecht fürs Einkommen.

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ClausWunderlich 21.04.2015, 19:46
1.

Und wo ist jetzt der Fachkräftemangel?

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Flying Rain 21.04.2015, 19:49
2. Wie

Wie ich bei so einigen Bekannten gesehen habe war das Problem einfach das sie zum Teil in so Kleinbetrieben unter völligen A****löchern ihre Ausbildung machen musste, Überstunden ohne Ende welche nicht entlohnt wurden, geschweigedenn ein Danke bekommen haben sodass sie nach der Ausbildung keinerlei Lust an dem Job hatten....

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Der_Franke 21.04.2015, 20:27
3. Fata Morgana

Zitat von ClausWunderlich
Und wo ist jetzt der Fachkräftemangel?
Das für die wenigen Arbeitsstellen die zu hohe Geburtenrate (und auch Zuwanderung) einen Fachkräfteüberschuß ergibt, ist hinlänglich bekannt. Sttdessen dreht man den Spieß um und erfindet den Fachkräftemangel. Man sollte sich daher mal überlegen, warum so viele Fachkräfte jenseits der 50 keine Stelle mehr erhalten. Bei dem angeblichen Mangel.

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klugscheißer2011 21.04.2015, 20:30
4. Ursache liegt oft im Betrieb

Dass junge Gesellen in ihrem Beruf oft nicht weitermachen, liegt nicht selten daran, dass viele Unternehmen (z.B. im Hotel- und Gaststättenwesen sowie bei anderen Dienstleistern (Physiotherapie, Fitness) in Tourismusgebieten gar nicht für den eigenen Bedarf ausbilden, sondern Azubis nur als billige Arbeitskräfte sehen. Viele sind gezwungen, nach der Ausbildung etwas anderes zu machen.
Oder sie gehen, weil sie trotz Gesellenbrief weiter als Laufbursche behandelt würden.

Im redaktionellen Bereich sieht das oft nicht anders aus. Volontäre werden eingestellt, um produktbezogene Aufträge abzusichern, pro forma finden auch ein paar Lehrstunden statt. Und nach dem Volontariat (und dabei handelt es sich ja meistens um Leute, die schon vorher einen ordentlichen Studienabschluss in der Tasche hatten) werden ihnen maximal noch schlecht bezahlte Pauschalistenjobs angeboten oder sie rutschen als Jungredakteure in outgessourcte Bereiche mit außertariflicher Bezahlung.

Überall dasselbe. Ein Jammer, was sie heute mit den jungen Leuten machen. Verlangt wird von den Mitarbeitern, dass sie schuften bis zum Umfallen - nur anständig bezahlen will sie niemand.
Wenn das so weitergeht, kracht es bald - ähnlich wie damals bei den 68ern.

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comtom 21.04.2015, 20:30
5.

"Wissenschaftler werten das als Reaktion auf die gängige Ausbildungspolitik in Handwerksbetrieben. Chefs in kleinen und mittelständischen Unternehmen bilden nämlich in der Regel mehr Azubis aus, als sie am Ende übernehmen können. "
Da fragt man sich dann auch in Anbetracht der Jugendarbeitslosigkeit von 8-10% wo der angebliche Fachkräftemangel ist und warum dann händeringend um jeden Flüchtling gebuhlt wird damit er hier eine Ausbildung macht. Da stimmt doch vorne und hinten was nicht und dem Deutschen (inkl. Migranten) wird etwas vorgemacht.

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Rainer Helmbrecht 21.04.2015, 20:44
6.

Zitat von Flying Rain
Wie ich bei so einigen Bekannten gesehen habe war das Problem einfach das sie zum Teil in so Kleinbetrieben unter völligen A****löchern ihre Ausbildung machen musste, Überstunden ohne Ende welche nicht entlohnt wurden, geschweigedenn ein Danke bekommen haben sodass sie nach der Ausbildung keinerlei Lust an dem Job hatten....
Fast Ales was Sie Schreiben, stimmt. Aber wenn ,an sich mit offnen Augen umschaut, dann trifft man häufig gerade die, die in solchen Bruchbuden gelernt hat, in guten, größeren Buden, in verantwortlicher Position wieder, oder man trifft sie als Selbständige, die ordentlich im Geschäft sind.

Ich habe meinen Meister so anfang der 60er Jahre gemacht und da gab es viele Kollegen, die ihre Prüfungen nach Feierabend und im Urlaub in Innungsschulen gemacht haben.

Ein anderer großer Teil ging in speziellen Berufsbildenden Schulen auf ihr Glück zu. Die machten, diese Schule für viel Geld und unterstützung vom Arbeitsamt uÄ.

Häufig fanden sie keinen rechten Anschluss, sie haben auch abgebrochen, weil sie mehr an einen "Beamtenjob" dachten. Selbst die dazu gehörigen Ehefrauen, waren sauer, wenn der zukünftige Meister nicht nur noch die Ausbildung im Kopf hatte.

MfG. Rainer

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mrotz 21.04.2015, 21:40
7.

Das nichtverbleibenkönnen im "Lehrberuf" ist bei Studienabgängern (insbesondere Mathematik und Naturwissenschaft) noch deutlich krasser...

mfg

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seeman84 21.04.2015, 21:42
8.

trifft nicht auf zu jeden zu..Ich bin gelernter Koch. Danach bin ich einfach aus Lust zur See gefahren, sprich Schiffsmechaniker gemacht, Patent gemacht und bin seit zwei Jahren Kapitän auf einem Tankschiff. Bin jetzt 30. Ich sehe keinerlei Zusammenhänge wie sie in dem Artikel beschrieben sind.

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fiktiv 21.04.2015, 21:52
9. Kann nur zustimmen...

Hab vom Tischler nun zur Fachkraft für Lagerlogistik umgesattelt. Das Ausbildungsgehalt im Handwerk ist ein Witz. Mehr als 40 Std. die Woche waren die Regel bei einer echt Körperlich anstrengenden Tätigkeit. Naja die Ausbildung wurde mit der Note gut abgeschlossen. Profitieren kann ich nun nur Privat von der ersten Ausbildung. Aber man lernt ja nie aus ;)

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