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Neuer Auskunftsanspruch: So erfahren Sie vielleicht, was Ihre Kollegen verdienen
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Wenn Sie in einer größeren Firma arbeiten, muss die Ihnen künftig mitteilen, was Ihre Kollegen verdienen. Denn ab 6. Januar haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft. So geht es. In der Theorie.

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Titanus 06.01.2018, 11:38
1. Armes Deutschland

Solche Papiermonster kann auch nur Deutschland erschaffen. Wieso kann nicht einfach jedem Mitarbeiter das zahlen, was es will. Akzeptiert das der Arbeitnehmer, ist doch alles in Ordnung. Es wird ja niemand gezwungen, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Alles wird immer bürokratischer - anstatt dass man Bürokratie abbaut und international wettbewerbsfähiger wird.

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Kanalysiert 06.01.2018, 11:45
2. Augenwischerei mal wieder

" Außerdem muss es mindestens sechs Kollegen des jeweils anderen Geschlechts geben, die einen ähnlichen Job haben wie der Antragsteller. " - War doch klar, dass ein Riesenhaken eingebaut wird - und was soll man mit dem Mittelwert? Wie immer ein zahnloses Instrument, dass dem Arbeitnehmer soviel nützt wie ein Fahrrad einem Goldfisch.

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girge 06.01.2018, 11:47
3. Aber auf gut deutsch

bedeutet das, dass man einen Durchschnittswert erhält. Wenn ich als Frau genau im Schnitt liege, kann es immer noch sein, das alle männlichen Kollegen darüber liegen und alle weiblichen darunter.
Deshalb müsste man den Durchschnitt nah Geschlecht ermitteln. Nur so können Frauen erfahren ob Männer in Schnitt mehr verdienen.
Kleine Voraussage: Dieses Gesetz ist unbrauchbar und unbenutzbar. Der reale Nutzen ist gleich null. Oder sehe ich das falsch?

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Stuenzel 06.01.2018, 11:51
4. Das gibt doch nun Ärger

Und stört den Betriebsfrieden.

Das ist Wasser auf den Mühlen der Intriganten, die sich mehr für die Löhne der anderen interessieren, als um die schnelle und präzise Erledigung Ihrer Arbeit. Das Unternehmen als Kaffeekränzchen. Und die ewigen (und längst bekannten) Opfer werden ihre Arbeit nicht besser erledigen, sondern nur noch untereinander tratschen.

Mit Gerechtigkeit hat das wenig zu tun, dafür mehr mit der Förderung des Denunziatentums. Ich weiss, was mein Arbeit wert ist und habe entsprechend verhandelt. Was die anderen verdienen, interessiert mich nicht. Ich bin kein Neidhammel.

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Markus Frei 06.01.2018, 11:51
5. Paradebeispiel

Dieses Gesetz ist wohl das ultimative Beispiel für erfolgreiche Lobbyarbeit. Eine eigentlich gutes Gesetz wird mit so vielen Ausnahmen und Bedingungen zugepflastert das niemand mehr davon profitieren kann, da hat sich die SPD aber mal so richtig ins Zeug gelegt. Gibt es schon Schätzungen wie viele der Arbeitnehmer in Deutschland die Bedingungen dieses Gesetzes überhaupt annähernd erfüllen ? 0,01% oder doch 0,02% ? Und das beste ist, die SPD feiert sich auch noch dafür statt sich zu schämen.

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thompopp 06.01.2018, 11:55
6. Wieder mal so ein geschicktes Gummi-Gesetz

das haben unsere Bürokraten, die ja alle mit beiden Beiden voll im Leben und in der Realität stehen, wieder sehr geschickt gemacht, so wie z.B. auch bei der Mietbremse: ein echtes Gummi-Gesetz, voll an der Realität vorbei.

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So Nebenbei 06.01.2018, 12:13
7. Super Einstellung

Zitat von Stuenzel
Und stört den Betriebsfrieden. Das ist Wasser auf den Mühlen der Intriganten, die sich mehr für die Löhne der anderen interessieren, als um die schnelle und präzise Erledigung Ihrer Arbeit. Das Unternehmen als Kaffeekränzchen. Und die ewigen (und längst bekannten) Opfer werden ihre Arbeit nicht besser erledigen, sondern nur noch untereinander tratschen. Mit Gerechtigkeit hat das wenig zu tun, dafür mehr mit der Förderung des Denunziatentums. Ich weiss, was mein Arbeit wert ist und habe entsprechend verhandelt. Was die anderen verdienen, interessiert mich nicht. Ich bin kein Neidhammel.
Es soll Menschen geben, die können nicht den Wert ihrer Arbeit so genau beziffern wie Sie. Oder Menschen, die unter dem Druck einenJob zu finden, nicht bestmöglich verhandeln können.
Oder einfach Menschen, die zu schüchtern sind, nach mehr Gehalt zu fragen.
Mich ärgert viel mehr, das man nur ein Geschlecht benachteiligt sieht.
Wer findet es denn fair, das der Überflieger im Büro das doppelte verdient, nur weil er mit dem Chef im Sportverein einen hebt?
Das daran was geregelt werden muss, ist OK.
Nur, man spricht ja nicht über Geld, wie das dem Deutschen seit Jahrzehnten eingetrichtert wird.
Also wird solch ein Gesetz auch so verhunzt.
Man spricht ja nicht offen darüber, nur über irgendwelche Medianwerte.
Schwachsinn.

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Maruk0815 06.01.2018, 12:22
8.

Zitat von girge
bedeutet das, dass man einen Durchschnittswert erhält. Wenn ich als Frau genau im Schnitt liege, kann es immer noch sein, das alle männlichen Kollegen darüber liegen und alle weiblichen darunter. Deshalb müsste man den Durchschnitt nah Geschlecht ermitteln. Nur so können Frauen erfahren ob Männer in Schnitt mehr verdienen. Kleine Voraussage: Dieses Gesetz ist unbrauchbar und unbenutzbar. Der reale Nutzen ist gleich null. Oder sehe ich das falsch?
Genau das geschieht doch dadurch, dass hier die Gehälter des anderen Geschlechts herangezogen werden. Sie bekommen also gar nicht mitgeteilt was ihre Kolleginnen verdienen, sondern nur das Durchschnittsgehalt ihrer Kollegen.

Dennoch hat das ganze nicht nur die hierarchische Schranke sondern auch eine Berufsbedingte. Ist eine Frau Erzieherin in einem privaten Kindergarten, so dürfte es schwer für sie sein 6 männliche Kollegen heranzuziehen.

Oder nehmen mit den Mechatroniker, bei dem bisher keine Frau in der Firma den gleichen Job gemacht hat, vor kurzem aber 2 eingestellt wurden. Er kann mit diesem Gesetzt nicht erfahren ob diese Frauen nicht sogar mehr Geld bekommen wie, da man unbedingt eine Quote erfüllen musste/wollte und dies nur über entsprechende Gehaltszahlungen bewerkstelligen konnte.

Ein Gesetzt das gegen eine Ungleichbehandlung wirken soll, diese aber im Gesetzestext aber selbst enthält, ist schlicht murks.

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Det_onator 06.01.2018, 12:26
9. Gleicher Lohn für gleiche Tätigkeiten und Arbeitsgebiete

Einfach gleiche Entlohnung für gleiche Tätigkeitsbereiche und Arbeitsgebiete, unabhängig vom Geschlecht.
Die Regelung sollte natürlich auch für die Leiharbeiter gelten, auch sie sollten für vergleichbare Tätigkeiten/Arbeiten, identisch zu den im Unternehmen angestellten Tarifbeschäftigten verdienen und nicht Arbeitnehmer 2.ter Klasse sein.
Dann können wir uns das Ganze hier schenken.
Bezahlt eure Mitarbeiter fair und gerecht, dann werden sie es auch mit langjähriger Loyalität und guter Arbeit danken.
Welcher Unternehmer dass jetzt immer noch nicht begriffen hat, sollte seinen Laden zumachen.
Dauerhaft staatlich subventionierte Geschäftsmodelle, die nur durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse funktionieren, sollten keine Existenzberechtigung mehr haben und sollten vom Markt verschwinden.

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