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Neuseeländische Firma kürzt Arbeitszeit: Vier Tage pro Woche sind genug
Getty Images/Maskot

Wer weniger arbeitet, schafft mehr, sagt eine Firma in Neuseeland und hat entschieden: Ab November haben die Mitarbeiter nur noch Vier-Tage-Wochen - bei gleichem Gehalt.

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Christoph 02.10.2018, 14:27
1.

Finde ich als Arbeitnehmer natürlich eine super Idee, aber aus Arbeitgebersicht würde ich zwar zustimmen, dass in einer festgelegten Vier-Tage-Arbeitswoche mehr geleistet wird, als an vier Arbeitstagen einer festgelegten Fünf-Tage-Arbeitswoche, aber nicht so viel, dass dadurch ein ganzer wegfallender Arbeitstag wettgemacht wird.

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unky 02.10.2018, 14:53
2. Vorbild für alle die Chefs, ...

... die da meinen, nur die über einen 8-Stundentag hinausgehende Präsenz der Arbeitnehmer - und möglichst noch mit großem emotionalen Druck - bringe genügend Leistung. Gerade in Verlagen ist es vielfach üblich, dass bei geöffneten Türen - damit jeder jederzeit beobachtet werden kann - und täglich mindestens eine Stunde länger gearbeitet wird. Gern auch ohne Ausgleich für die Überstunden. Wer sein Pensum, weil ein guter Organisator, in acht Stunden bewältigt und pünktlich Feierabend macht, wird misstrauisch beäugt - und bekommt mehr aufgebürdet, weil er ja offensichtlich nicht ausgelastet ist. Ich frage mich wirklich, wozu die Gewerkschaften eigentlich den 8-Stundentag erkämpft haben, wenn die Arbeitgeber alles dafür tun, ihn im eigenen Unternehmen auszuhöhlen. Von der Unsitte, die immerwährende Erreichbarkeit zu verlangen, will ich hier garnicht reden. Oder die ungeschriebene Regel, dass der Jahresurlaub nicht im Stück genommen werden, sondern höchstens 14 Tage dauern darf.
Dabei wissen Arbeitswissenschaftler schon lange, dass nur ein ausgeruhter Arbeitnehmer, der im Rahmen seiner Arbeitsaufgaben auch verantwortlich sein kann, produktiv und kreativ ist.

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dasfred 02.10.2018, 15:25
3. Vor kurzem wurde über einen süddeutschen Betrieb

berichtet, in dem der Chef die tägliche Arbeitszeit auf sech Stunden ohne lange Pause verkürzt hat, damit die Mitarbeiter mehr mit ihrer Freizeit anfangen können. Der hat genau so positive Erfahrungen gemacht, weil die Mitarbeiter ihre Zeit besser einteilen.

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freudentanz 02.10.2018, 16:47
4. Nicht vergessen

das die meisten Firmen in D die Urlaubstage an die Anwesenheit am Arbeitsplatz gekoppelt haben ...
Diejenigen die Gewerkschaften und Betriebsräte für total überflüssig halten wissen meist nicht das eine halbtägige Tätigkeit auf zB 2,5 Volltage ausgeübter Job (wird ja oft angeboten) eben auch nur zB 15 Tage Urlaub im Jahr gewährt. Deshalb gehen die organisierten Kollegen lieber 5 mal halbtags arbeiten und geniesen dann auch 30 Tage. So, und wenn sie nur noch 4 Tage Vollzeit arbeiten gibt es eben dementsprechend weniger Urlaubstage. Genauso wie man hier gerne Homeoffive und einen Telemedienarbeitsplatz verwechselt .... aber ich spreche ja hier nur mir selbst da Gewerkschaften und BR so uncool sind und man sich selbst bei Dr.Google schlau machen kann. Das eine Fondsgesellschaft ausserhalb aller "Haupt-Zeitzonen" die 4-Tagewoche anbietet kann ich zwar kaum glauben, nehme es aber mal so hin. Prinzipiell ist es meine Meinung das derart drastische Arbeitszeitverkürzungen niemals im produzierendem Gewerbe möglich sind aber wir arbeiten ja eifrigst daran dieses Land zu deindustrialisieren und viele träumen davon das Roboter alle Arbeiten entrichten und dann auch noch in Deutschland Steuern bezahlen! Hahaha, wie naiv muss man sein?

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ansv 02.10.2018, 18:25
5.

Zitat von freudentanz
das die meisten Firmen in D die Urlaubstage an die Anwesenheit am Arbeitsplatz gekoppelt haben ... Diejenigen die Gewerkschaften und Betriebsräte für total überflüssig halten wissen meist nicht das eine halbtägige Tätigkeit auf zB 2,5 Volltage ausgeübter Job (wird ja oft angeboten) eben auch nur zB 15 Tage Urlaub im Jahr gewährt. Deshalb gehen die organisierten Kollegen lieber 5 mal halbtags arbeiten und geniesen dann auch 30 Tage. [...] Hahaha, wie naiv muss man sein?
Alle genannten Gruppen können 6 Wochen im Jahr Urlaub nehmen. Klingelts?

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Brain 02.10.2018, 19:53
6. In Deutschland...

undenkbar. Hierzulande sind Arbeitgeber viel zu unflexibel.

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susie.soho 02.10.2018, 20:30
7. Schon lange bekannt....

Zitat von Christoph
Finde ich als Arbeitnehmer natürlich eine super Idee, aber aus Arbeitgebersicht würde ich zwar zustimmen, dass in einer festgelegten Vier-Tage-Arbeitswoche mehr geleistet wird, als an vier Arbeitstagen einer festgelegten Fünf-Tage-Arbeitswoche, aber nicht so viel, dass dadurch ein ganzer wegfallender Arbeitstag wettgemacht wird.
...dass Teilzeitkräfte mehr arbeiten als die in Vollzeit! Es ist längst erwiesen, dass es die Teilzeitangestellten sind, die die meisten Überstunden machen!

Eine 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

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susie.soho 02.10.2018, 20:33
8.

Zitat von dasfred
berichtet, in dem der Chef die tägliche Arbeitszeit auf sech Stunden ohne lange Pause verkürzt hat, damit die Mitarbeiter mehr mit ihrer Freizeit anfangen können. Der hat genau so positive Erfahrungen gemacht, weil die Mitarbeiter ihre Zeit besser einteilen.
Auch ich habe auf 30 Wochen umgestellt (ohne Lohnausgleich) und arbeite dennoch mehr als meine Kolleginnen, die 38,5 h arbeiten. Allerdings wird das von meinem Chef auch bemerkt und honoriert!

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muckp 03.10.2018, 09:30
9. 3 Tage Wochenende

wäre super. Habe letztes Jahr zum ersten Mal Urlaubstage eingesetzt (die mussten eh weg) um im November/Dezember die Wochenenden zu verlängern. War schon ein schönes Gefühl und so wie es ausschaut, kann ich das dieses Jahr wieder tun. Die Arbeit hat kaum merkbar drunter gelitten. Das wurde dann an den anderen 4 Tagen nachgeholt durch ein Stündchen länger zu arbeiten. Von mir aus können weitere Firmen wie in Neuseeland das so einführen. Und ja, wenn ich dafür von 30 Urlaubstage auf 24 runtergehe, bleiben immer noch 6 Wochen Urlaub. Ich verstehe auch, dass dieses Modell nicht in jeder Branche umsetzbar wäre. Obwohl ... warum nicht eigentlich?

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