Forum: Karriere
OECD-Ländervergleich: Warum Frauen in Deutschland so wenig verdienen
Getty Images

Immer mehr Frauen in Deutschland sind berufstätig. Doch laut einer neuen Studie tragen sie so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in keinem anderen OECD-Land.

Seite 1 von 15
nerd.b 18.02.2017, 12:55
1. und warum jetzt?

ja, und warum jetzt genau verdienen Frauen in Deutschland so wenig?
Die Antwort habe ich wohl irgenwie im Artikel überlesen.

Beitrag melden
io_gbg 18.02.2017, 12:59
2.

Was im Artikel steht wundert mich nicht: In Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit erlebe ich Deutschland auch politisch als sehr rückständig, im schlechten Sinne konservativ, wenn man es mit den nordwestlichen und nördlcihen Nachbarn vergleicht. Die Situation post 1968 hat sich wohl nur in gewissen Bereichen gebessert, ist aber nicht in einer so großen Masse angekommen, dass sich da die notwendigen Verbesserungen durchsetzen lassen.

Beitrag melden
balbidur 18.02.2017, 13:08
3. Brutto oder Netto?

Ist das ein Vergleich der Brutto oder Netto Bezüge? Das diesbezüglich total unsinnige deutsche Steuerrecht ermöglicht ja bekanntermaßen für Verheiratete mit zwei Einkommen die Wahl zwischen verschiedenen Steuerklassen, welche das niedrigere der zwei Einkommen stärker als das höhere besteuern. "Sinnigerweise" bedeutet dies, das der finanzielle Vorteil größer wird, je größer die zwei Ehepartner im Gehalt auseinanderliegen. Da Frauen häufiger als Männer Teilzeit arbeiten (müssen..) sind sie dadruch im Netto-Einkommen natürlich stärker besteuert. Sicherlich erklärt das nicht alles, aber internationale Vergleiche sind durch grundsätzlich verschiedene Systeme oft aufwendig und wenn schlecht gemacht nicht aussagekräftig.....

Beitrag melden
wasistlosnix 18.02.2017, 13:15
4. SPON Artikel

Da war doch vor kurzem ein Artikel das Kinder krank in die Schulen geschickt werden.
In der Zwischenzeit sind doch junge Familien in dem Dilemma ein Gehalt reicht nicht. Für ein zweites volles Gehalt bekommt man das mit den Kindern nicht auf die Reihe. Früher reichte oft ein Gehalt und die Großeltern waren auch nicht weit.

Beitrag melden
peccato 18.02.2017, 13:20
5. Das Verhalten der Regierung ist Programm

Es wird den Arbeitgegebern leicht, zu leicht, gemacht, die (meist ) Frauen nach Strich und Faden für dumm zu verkaufen. Es ist nicht unüblich, dass Akademikerinnen nach der Babyzeit nie wieder in einen versicherungspflichtigen Arbeitsstatus gelangen. Die AWO z. B. bezahlt 10,00 € pro Stunde an Honorarkräfte, die Kinder mit Förderbedarf intensiv betreuen. Unglaublich, dass all dieses Ausnutzen von der Regierung gedeckelt wird und den "Sozialunternehmen" noch kräftige Zuschüsse genehmigt werden. So wird das nichts mit der gleichberechtigten Arbeit und bezahlt werden.

Beitrag melden
held_der_arbeit! 18.02.2017, 13:22
6. Brauchen wir wirklich mehr Arbeitskräfte / Weniger Teilzeit?

In den nächsten 20 Jahren werden die meisten Jobs die wir heute kennen bedingt durch die Automatisierung verschwunden sein. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Arbeitskräfte durch die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen beinahe verdoppelt.

Mir scheint wir (also die arbeitende Bevölkerung) graben uns hier gegenseitig das Wasser ab im Kampf um das Modell "gut bezahlte Vollzeitstelle" das es durch das Überangebot an Arbeitskräften einerseits und den geringen Bedarf andererseits bald garnicht mehr gibt.

Die Aufgabe ist es doch eher, MEHR Leute in Teilzeit zu bringen und diese dafür fairer zu vergüten, damit uns das gesellschaftliche Modell des "Lebensunterhalt verdienens" nicht in absehbarer Zeit gewaltig um die Ohren fliegt

Beitrag melden
gladwyne 18.02.2017, 13:23
7. Ich dachte

Dass zumindest in öffentlichen dienstverhältnissen und bei gewerkschaftsverträgen generell alter, familjenstand und kinderzahl gilt. Nicht frau oder mann. Stimmt das nicjt mehr?

Beitrag melden
unaufgeregter 18.02.2017, 13:23
8. Keine Neuigkeit

Seit 30 Jahren erlebe ich, dass Frauen mehr/besser leisten und im Vergleich zu einem weniger guten Mann beim Gehalt Abstriche machen (müssen). Originalton des letzten Chefs: Herr X muss doch eine Familie ernähren....

Beitrag melden
mokes 18.02.2017, 13:23
9.

Solange die Frauen steuerrechtlich immer noch als Anhängsel des Ehemannes betrachtet werden kann von Geschlechtergleichheit nicht die Rede sein.

Die unselige Steuerklasse V verhindert vielfach die volle Berufstätigkeit von Frauen. Ausserdem finanzieren die berufstätigen Frauen im Kern die Alleinverdienerehen.Später muss man dann auch noch Einbußen bei der Witwenrente hinnehmen.

Alles in Allem die Nicht oder nur geringfügige Berufstätigkeit von Frauen ist immeer noch privilegiert.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!