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OECD-Ländervergleich: Warum Frauen in Deutschland so wenig verdienen
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Immer mehr Frauen in Deutschland sind berufstätig. Doch laut einer neuen Studie tragen sie so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in keinem anderen OECD-Land.

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warholandy 20.02.2017, 00:43
140. hmm

Zitat von Pride & Joy
Zu ihrem Statement: Mütterlichkeit ist nicht deshalb automatisch vorhanden, weil jemand biologisch schwanger werden kann. Denn dann dürfte der Umstand, dass Mütter ihre Kinder nicht annehmen gar nicht stattfinden. Deshalb sind das voneinander unabhängige Zustände, das eine rein biologischer Natur: Schwangerschaft und das andere ein emotionaler Zustand: Mütterlichkeit.
Ihre Differenzierung ist richtig, die Schlussfolgerung nicht. 1. erhaben Sie einen Ausnahmefall (Mütter nehmen ihre Kinder nicht an) zur Regel und 2. trennen Sie die biologischen Gegebenheiten von emotionalen Zuständen. Da gibt es ja Zusammenhänge.

Selbstredend gibt es gesellschaftliche Erwartungen an Männer wie Frauen, die sollen auch hinterfragt werden dürfen. Das ist gar nicht die Frage, die Frage ist ja welche Erwartungen denn nun eigentlich bestehen, wie druckvoll diese sind und ob man gegen sie aufbegehren sollte. Es gibt ja viele Erwartungen, die aus guten Gründen erwartet werden. Dass sich Mütter als primäre Bezugsperson im statistischen Mittel besonders verantwortlich fühlen, finde ich aus genannten Gründen erwartbar. Wenn sich jemand anders entscheidet, soll sie es tun. Die Normalverteilungskurve hat immer auch zwei flache Seiten, auch das ist erwartbar. Sie scheinen zu glauben, dass von Müttern Verhalten erwartet wirde, welches gegen deren Interessen verstößt. Das halte ich eben für eine sehr unplausible These, ich kenne keine seriöse Studie dazu.

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warholandy 20.02.2017, 00:53
141. hmm

Zitat von Pride & Joy
Danke für Ihren wertvollen Beitrag! Das ist der Beweis dafür, dass nur die Abschaffung dieses Lohn/Gehalt-Gefälles ein Schritt in die richtige Richtung sei wird! Ihrer Logik folgend dürfe danach das Verhältnis ausgeglichen sein, weil es nicht mehr durch monetäre Aspekte bestimmt wird.
Nein ist es nicht! 1.Ist es nur dann ein richtiger Schritt, wenn man die bisherige Praxis für falsch hält.

und 2. unterstellen wir mal ganz kurz, dass es ein Paygap zu ungunsten von Frauen gäbe. Was glauben Sie werden dann die Frauen tun? Nicht mehr nach dem Mann mit höherem Status und höherem Gehalt suchen? Ihrer Logik folge ich jedenfalls aus Sicherheitsgründen nicht ;)

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