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OECD-Ländervergleich: Warum Frauen in Deutschland so wenig verdienen
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Immer mehr Frauen in Deutschland sind berufstätig. Doch laut einer neuen Studie tragen sie so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in keinem anderen OECD-Land.

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hape72 18.02.2017, 13:27
10.

Zitat von nerd.b
ja, und warum jetzt genau verdienen Frauen in Deutschland so wenig? Die Antwort habe ich wohl irgenwie im Artikel überlesen.
Dabei kam das Wort "Teilzeit" aber schon sehr häufig vor...

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123Klarspüler 18.02.2017, 13:27
11. Was in diesem Zusammenhang...

...leider meist verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass nicht jede Laufbahn eine ausgeprägte Inanspruchnahme der Elternzeit durch beide Elternteile zulässt. Wer in manchen Branchen und Karrierephasen 2 Monate und mehr freiwillig pausiert,wird bei zukünftigen Personalentscheidungen sicher nicht bevorzugt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen,dass man nicht 100% in Job und Kinderbetreuung liefern kann, wer aber in Job weiter kommen will muss sich entsprechend engagieren. Paare müssen sich entscheiden wer wo diesen Aufwand einbringen möchte. Bei den meisten,die ich kenne,hat sich das spätestens während der Stillzeit von selbst beantwortet. Mag nicht besonders intellektuell und fortschrittlich klingen, ist aber meist die Realität.

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awoth 18.02.2017, 13:30
12. Und warum nun ?

Ich finde die Antwort im Artikel nicht....

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michlmeik 18.02.2017, 13:32
13. In der Landwirstschaft ist keine Unterschied

Hier verdienen beide gleich schlecht

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schewatz 18.02.2017, 13:37
14. Fortschritt?

Mir erschließt sich nicht, worin der Fortschritt liegen soll, wenn jetzt zwei arbeiten müssen, wo früher einer genügt hat, um eine Familie zu ernähren. Wenn jetzt Kleinstkinder von Fremden betreut werden, wo früher die eigene Mutter noch Zeit hatte. Liegt er in der PS-Zahl unserer SUVs?Vielleicht ist Deutschland gar nicht so rückständig, allerdings nur, wenn die Frauen, die arbeiten, auch fair bezahlt werden.

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cs01 18.02.2017, 13:37
15.

Zitat von balbidur
Ist das ein Vergleich der Brutto oder Netto Bezüge? Das diesbezüglich total unsinnige deutsche Steuerrecht ermöglicht ja bekanntermaßen für Verheiratete mit zwei Einkommen die Wahl zwischen verschiedenen Steuerklassen, welche das niedrigere der zwei Einkommen stärker als das höhere besteuern. "Sinnigerweise" bedeutet dies, das der finanzielle Vorteil größer wird, je größer die zwei Ehepartner im Gehalt auseinanderliegen.
Das ist falsch. Die Steuerklasse beeinflusst die Höhe der Steuer nicht im geringsten, sondern nur die Höhe der Vorauszahlung.

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paulhaupt 18.02.2017, 13:38
16. Teil des Problems ...

... ist möglicherweise, daß Gleichberechtigung nur über die Karrieremöglichkeiten und die Bezahlung in der beruflichen Tätigkeit definiert werden. Ist das wirklich so?
Absolute Gleichberechtigung ließe sich nur erreichen, wenn sich die Geschlechter in ihren Fähigkeiten annähern. Daß hieße Frauen müssen rücksichtsloser und körperlich leistungsfähiger werden und Männer müssen empathischer und schwächlicher werden. Und beide Geschlechter müßten völlig asexuell werden. Dann müßte der Fortpflanzungsprozess völlig an externe Dienstleister outsourct werden, die Nachkommen werden dann nach abgeschlossenem Studium an die Eltern ausgeliefert ...
Dann könnten sich beide voll auf ihre Karrieren konzentrieren und dann mit 80 ins robotorisierte Pflegeheim gehen.
So, und nun gehen wir mal in uns und fragen ob wir das wirklich wollen.

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Palmstroem 18.02.2017, 13:42
17. Alle wollten Teilzeit

Deshalb hat der Gesetzgeber gehandelt:
Jeder Beschäftigte hat einen Anspruch darauf, in Teilzeit zu arbeiten. Dies gilt nicht nur für Arbeitnehmer, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung Vollzeit beschäftigt sind, sondern auch für die, die bereits als Teilzeitbeschäftigte tätig sind. Die Voraussetzungen für den Teilzeitanspruch hat der Gesetzgeber im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt."

.... und jetzt ist das auch wieder nicht recht!

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ingnazwobel 18.02.2017, 13:43
18. Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälschst hast

Bei diesem Thema ist - wenn ich den Ausdruck mal gebrauchen darf - jede Menge postfaktisch. Natürlich verdienen Frauen statistisch weniger als Männer. In der Realität und ist dies nicht der Fall. Eine 50 jährige Frau mit der gleichen Anzahl an Berufsjahren, Frimenzugehörigkeit, Studienabschluss etc. verdient i.d.R. genausoviel wie ein 50 Jähriger Mann mit genau identischen Merkmalen und identischer Position in der gleichen Firma.

Wenn eine bestimmte Anzahl mit Kindern nicht mehr arbeiten möchte (soll es geben-ich kenne einige), Wenn jemand seine Ausbildung auf Familie ausrichtet. Wieso gibt es so wenige Wirtschaftsprüferinnen und fast ausschließlich weibliche Kunsthistorikerinnen.

Ich hätte wirklich gerne eine Radiologin, Steuerberaterin, Managerin etc. geheiratet und wäre mit freuden teilzeit arbeiten oder Hausmann geworden.

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chb_74 18.02.2017, 13:44
19. Einer der Gründe...

Eine Gehaltsverhandlung für eine hoch qualifizierte potentielle neue Mitarbeiterin meiner Abteilung hat mir mal wieder sehr plastisch vor Augen geführt, warum sogar gleich qualifizierte Frauen (den Vergleich zwischen Friseurin und bereichsleitendem Ingenieur braucht man mangels Sinnhaftigkeit nicht zu führen!) oft weniger verdienen: sie fordern nichts ein. Der Dialog ging ungefähr so:
Ich: "Wie ist Ihre Gehaltsvorstellung?" - Sie: "Hmmm, ja, äääh, pff...in meiner letzten Stelle hatte ich 86.000...also, soviel hätte ich schon gerne...da kamen noch Aktien drauf, aber die mag ich nicht so...mmmpf.." - Ich, im Stillen, und auf sechsstellige Forderungen vorbereitet: "Mwahahaha, genial, wie billig, kann ich sogar noch als Einsparung im Budget verkaufen!", Personalerin: *breitgrins*. Die Frau hätte locker 100.000 fix fordern können und sicher 95.000 fix haben können, ohne große Diskussion. Unser Angebot: 90.000 fix plus 10% Manager-Bonusprogramm, weil ich sie fürs Team gewinnen wollte. Das sind dann die berühmten 6-10% Differenz bei gleicher Qualifikation auf gleicher Stelle. Ein Mann an ihrer Stelle hat mal vor ein paar Monaten 110.000 all inclusive gefordert (der Vertrag kam dann aus familiären Gründen bei ihm nicht zustande). Genau das macht den Unterschied aus. Es gibt im Berufsleben nichts geschenkt und Frauen müssen das Spiel mitspielen, wenn sie mithalten wollen.

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