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OECD-Ländervergleich: Warum Frauen in Deutschland so wenig verdienen
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Immer mehr Frauen in Deutschland sind berufstätig. Doch laut einer neuen Studie tragen sie so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in keinem anderen OECD-Land.

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ford_mustang 18.02.2017, 13:47
20. Die Antwort auf Die Überschrift?

Weil die Arbeitgeber es in Deutschland machen können! Die starren Öffnungszeiten der Schulen und Kitas sind also das Problem. Seltsamerweise sehe ich überproportional viele Frauen bei den Discountern, an den Kassen, und das auch um 21 Uhr. Wie machen die Frauen das eigentlich? Mir tun diese Frauen (und auch Männer) leid, die da arbeiten müssen und nur wenig von ihren Familien haben, bloß weil ein paar Unorganisierte wichtig ihren Smoothie, oder ihr Dinkelbrot noch kaufen müssen. Früher war um 18:30 Uhr zu und niemand ist verhungert. Am Samstag war um 14 Uhr Schluss und dann ist auch mal Ruhe eingekehrt. Etwas das wir alle gut gebrauchen können.

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zeisig 18.02.2017, 13:49
21. Falsche Überschrift?

Wenn ich den Artikel richtig lese, hätte die Überschrift eigentlich lauten müssen: "Warum deutsche Mütter so wenig arbeiten gehen".

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Barhelm 18.02.2017, 13:50
22.

Meines Erachtens ist das Problem vielschichtiger: Frauen wählen zumeist Männer mit höherem Status als sie selbst haben. Außerdem sind die Männer auch meist ein paar Jahre älter als die Frauen und somit im Beruf etablierter. Alles Punkte, die den Mann zum Besserverdiener in der Familie machen. Da entscheidet sich ein Paar natürlich dafür, dass die schlechter verdienende Frau beruflich zurück steckt und sich um die Kinder kümmert. Nicht jeder ist ein Fan davon, seine Kinder nur noch im Schlafanzug morgens oder abends zu sehen und den Rest über Kitas und Ganztagesbetruung zu regeln. Wozu dann noch Kinder? Ideal wäre somit Teilzeit für BEIDE Elternteile mit flexiblen Arbeitszeiten und längeren Öffnungszeiten bei den Kitas etc. Dann hätte zwar beide Elternteile Einkommenseinbußen aber auch mehr Lebensqualität. Frauen wären nach einer Trennung besser abgesichert. Aber der deutsche Arbeitsmarkt gibt das nicht her, er fördert die 60-Stunden Manager/Managerin, am besten ohne lästigen Anhang.

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ford_mustang 18.02.2017, 13:51
23. Miese Bezahlung ist kein Problem.

Der Staat zahlt ja die nötige Aufstockung. Darüber regt sich keiner wirklich auf. Versteckte Subvention, auf Kosten unserer Steuergelder.

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lachina 18.02.2017, 13:52
24.

Alle tun immer so, als wäre die Arbeitswelt das Paradies und erstrebenswerter als zuhause zu bleiben, da man ja soviel Anerkennung, Geld und geistigen Input bekommt - mitnichten ist das so, für viele ist Arbeitengehen eine Qual und wer morgens um 7 in der U- Bahn in die verhärmten Gesichter sieht, glaubt mir das sofort - nur den Lebensunterhalt braucht man halt. Für Frauen gibt es immer noch die Option, sich in allen Ehren als Mütter zurückzuziehen, ihren Tag zu gestalten und - ganz wichtig - ihre Kinder zu genießen, um sich zu haben und zu erziehen, wie sie es für richtig halten. Da wir die Arbeitswelt wohl nicht so ändern wwerden, dass auch die Putzkraft in einer Privatklinik Freude am Job hat, bin ich für die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens.

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rogermc 18.02.2017, 13:52
25. Steuerrecht

Ehepaare werden grundsätzlich zusammen veranlagt, das Jahres-Einkommen beider Partner wird addiert und nach einer speziellen Tabelle versteuert.
Dass monatliche Steueraufkommen in den Klassen 4/4 oder 3/5 dient nur dem Zweck sich dem möglichst gut anzunähern, damit bei der Einkommenssteuererklarung keine bösen Überraschungen drohen.
Im übrigen wird in Steuerklasse 5 der weniger verdienende Partner versteuert, ob jetzt Mann oder Frau. Aber wie schon gesagt, entscheidend ist das gemeinsame Jahreseinkommen...

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Altonaerin 18.02.2017, 13:54
26. Alles stehen und liegen lassen und trotzdem zahlen

Es ist ja sehr löblich, dass die öffentlichen Investitionen in frühkindliche Betreuung, in Bildung und Erziehung steigen. Das kommt bei Elternteilen aber nicht an. Löhne und Gehälter von berufstätigen Elternteilen - also auch von Müttern - steigen ja nicht automatisch, nur weil die Betreuungskosten steigen. Zumindest war das noch vor 3 Jahren so. In der Praxis ist eine Entlastung nicht in Sicht.

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Pride & Joy 18.02.2017, 13:56
27. Flächentarifverträge + öD

Zitat von gladwyne
Dass zumindest in öffentlichen dienstverhältnissen und bei gewerkschaftsverträgen generell alter, familjenstand und kinderzahl gilt. Nicht frau oder mann. Stimmt das nicjt mehr?
bestehen heute ca. zu einem Drittel: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/...en/abbIII6.pdf

Das heißt, dass diese Verträge haupsächlich auf den öD und die klassischen Industriebetriebe zufreffen.

Näheres entnehmen Sie bitte der Statistik.

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willibrand 18.02.2017, 14:03
28. ist politisch gewollt

alle namhaften Ökönomen prangen das niedrige Einkommen in D an gerade auch in Hinblick auf unseren Exportüberschuss.
Gerade ging die Lohnverhandlung im öffentlichem Dienst zu Ende .
Verdi hat 6 % gefordert und mit Punktlandung von 2 % gelandet und das wird den Arbeitnehmern noch mit gut verkauft. Nun gut wir sind im Karneval... Hier hätte der Staat ein Zeichen setzten können, aber mal braucht die schwarze Null das Geld für Flüchtlinge, jetzt um den Militäretat zu erhöhen, wir brauchen schließlich Basen in der Türkei für die Amerikaner, pardon die Nato.
Was muss denn endlich in unserem Land passieren , dass die Frauen gleichviel wie Männer verdienen, Arm und Reich nicht weiter auseinander triftet, die Altersarmut angegangen wird...

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warholandy 18.02.2017, 14:03
29. hmm

Welches Gehalt hat eigentlich eine Mutter von zwei Kindern, die eine 25% Stelle im sozialen Bereich bekleidet, dort 700€ brutto/Monat verdient und mit einem Arzt verheiratet ist, der 12000€ brutto/Monat nach Hause bringt?

Wie genau berechnet sich jetzt hier die Höhe der Benachteiligung der Ehefrau ;)

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