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OECD-Ländervergleich: Warum Frauen in Deutschland so wenig verdienen
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Immer mehr Frauen in Deutschland sind berufstätig. Doch laut einer neuen Studie tragen sie so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in keinem anderen OECD-Land.

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acitapple 18.02.2017, 14:26
30.

Zitat von hape72
Dabei kam das Wort "Teilzeit" aber schon sehr häufig vor...
Ich dachte eher es ist ein Fortschritt wenn Frauen, oder auch Männer, Teilzeit arbeiten KÖNNEN. Habe schon oft erlebt, dass AG gar keine TZ-Kräfte wollen. Ist doch super, wenn man einerseits mehr Zeit mit der Familie verbringen kann (manche halten das für erstrebenswert), und wenn man andererseits weiterhin am Berufsleben teilnehmen kann. Früher blieben Frauen lange daheim und mussten dann in der Firma neu angekernt werden.

Man kann diese Statistik lesen wie man will. Ok, beim Spiegel ist schon klar welche Schlüsse gezogen werden.

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ansv 18.02.2017, 14:36
31. Beispiele gäbe es genug

Schauen wir doch einmal auf diese Nordländer: Kinder gehören dort zum Leben und haben keinerlei Einfluss auf die Karriere. Dort können Sie Geschäftsführerin sein und 4 Kinder haben. In Deutschland geht das weder in den Köpfen noch im wirklichen Leben. Als Frau ist man immer ein "Risikofaktor" - "Die bekommt ja noch Kinder" - und damit halt raus aus der Karriere. Weil es einfach schon immer so war.

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walligundlach 18.02.2017, 14:46
32.

Zitat von willibrand
alle namhaften Ökönomen prangen das niedrige Einkommen in D an gerade auch in Hinblick auf unseren Exportüberschuss. Gerade ging die Lohnverhandlung im öffentlichem Dienst zu Ende . Verdi hat 6 % gefordert und mit Punktlandung von 2 % gelandet und das wird den Arbeitnehmern noch mit gut verkauft. Nun gut wir sind im Karneval... Hier hätte der Staat ein Zeichen setzten können, aber mal braucht die schwarze Null das Geld für Flüchtlinge, jetzt um den Militäretat zu erhöhen, wir brauchen schließlich Basen in der Türkei für die Amerikaner, pardon die Nato. Was muss denn endlich in unserem Land passieren , dass die Frauen gleichviel wie Männer verdienen, Arm und Reich nicht weiter auseinander triftet, die Altersarmut angegangen wird...
Wie wäre es, darübr nachzudenken, Müttern die ihre Kinder erziehen, einen Rentenanspruch zu ermöglichen?

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warholandy 18.02.2017, 14:47
33. hmm

Zitat von ansv
Schauen wir doch einmal auf diese Nordländer: Kinder gehören dort zum Leben und haben keinerlei Einfluss auf die Karriere. Dort können Sie Geschäftsführerin sein und 4 Kinder haben. In Deutschland geht das weder in den Köpfen noch im wirklichen Leben. Als Frau ist man immer ein "Risikofaktor" - "Die bekommt ja noch Kinder" - und damit halt raus aus der Karriere. Weil es einfach schon immer so war.
Haben Sie Belege für diese Aussage? Kinder haben keinen Einfluss auf die berufliche Karriere?

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ingo.adlung 18.02.2017, 14:53
34.

Zitat von mokes
Solange die Frauen steuerrechtlich immer noch als Anhängsel des Ehemannes betrachtet werden kann von Geschlechtergleichheit nicht die Rede sein. Die unselige Steuerklasse V verhindert vielfach die volle Berufstätigkeit von Frauen.
Das liegt nicht am Steuerrecht, sondern an den Ehepartnern und ihren gemeinsamen Entscheidungen. Der steuerrechtliche Regelfall wäre, dass beide Ehepartner in der Steuerklasse IV sind und gleich besteuert werden. Nur beideutlichem Gehaltsgefälle mag es sich lohnen, dass der Partner, der deutlich mehr verdient mit Klasse III veranlagt wird und er andere mit V um nicht erst über die Lohnsteuer/Einkommenssteuererklärung die zu viel gezahlten Steuern zurückerstattet zu bekommen. Das zwingt einem aber zunächst nicht das Finanzamt auf, sondern man entscheidet es selbst.

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willibrand 18.02.2017, 14:56
35. auch eine gute Idee

Zitat von walligundlach
Wie wäre es, darübr nachzudenken, Müttern die ihre Kinder erziehen, einen Rentenanspruch zu ermöglichen?
aber Sie kennen sicher das Theater wegen der Mütterrente , leider nicht mit der groko durchsetzbar

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Lykanthrop_ 18.02.2017, 14:56
36.

Ein Beitrag zur Verbesserungs des Verdienstes der Frauen bzw. Mütter wäre es Mütter und Väter familienrechtlich gleichzustellen. Nicht das Geschlecht sollte entscheiden bei welchem getrenntlebenden Elternteil ein Kind aufwächst, sondern die chrakterliche Eignung bzw. ein unabhängiger Richter. Dann kommen viele Mütter auch in die sie sicherlich sehr beglückende Situation arbeiten gehen zu können.

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walligundlach 18.02.2017, 14:56
37. Leider wird diese Seite regelmäßig ausgeblendet.

Zitat von wasistlosnix
Da war doch vor kurzem ein Artikel das Kinder krank in die Schulen geschickt werden. In der Zwischenzeit sind doch junge Familien in dem Dilemma ein Gehalt reicht nicht. Für ein zweites volles Gehalt bekommt man das mit den Kindern nicht auf die Reihe. Früher reichte oft ein Gehalt und die Großeltern waren auch nicht weit.
Großeltern wissen auch heute, wo die Familien der Schuh drückt. Genau: Kind krank! Katastophe! Ferien länger als Urlaub: Katastrophe! Ferienkamps als weitere Unterbringung für die Kinder, wieder mit Kindern, die sie nicht als Freund gewählt haben. Tagaus tagein zwangsbefreundet mit dem ganzen Kindergarten/Schule.

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montecristo 18.02.2017, 15:00
38. Doch

@Gladwyne: doch, das immer noch so.

In übrigen wird im Artikel dir Frage nicht wirklich beantwortet. Ein Hauptgrund durfte schlicht sein, dass sich es die Deutschen eher leisten können als andere. Ganz einfach.

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Pride & Joy 18.02.2017, 15:02
39. Schritt in die richtige Richtung!

Zitat von walligundlach
Wie wäre es, darübr nachzudenken, Müttern die ihre Kinder erziehen, einen Rentenanspruch zu ermöglichen?
Das entspricht nicht nur Ihrem persönlichen Empfinden, sondern das ist in der Tat der Istzustand, den es zu beseitigen gilt.

Auch das bestehende Lohngleichheitsgesetz ist dazu nur bedingt geeignet, da es zu "löchrig" ausgelegt ist. Wir werden, wollen wir nicht den Anschluß an die übrigen europäischen Länder verlieren, hier nur durch ein Gesetz punkten können, welches keine Ausnahmen mehr zulässt.

Das ist aber nicht alles, denn Veränderungen finden im Kopf statt und hier gilt es Argumente, wie Herr X ist doch "Familien-Versorger" zu beseitigen. Heute sind Frauen zunehmend Alleinfamilienversorgerinnen und dies sollte endlich auch in dem letzten konservativem Hirn angekommen sein!

Der Knackpunkt ist dieser:
Zitat von
Arbeitszeit von Frauen: ein Drittel Erwerbsarbeit, zwei Drittel unbezahlte Arbeit WIESBADEN – Erwachsene verbrachten 2012/2013 durchschnittlich rund 24,5 Stunden je Woche mit unbezahlter Arbeit und rund 20,5 Stunden mit Erwerbsarbeit. Nach ersten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus der Zeitverwendungserhebung 2012/2013 arbeiteten Frauen mit rund 45,5 Stunden insgesamt 1 Stunde mehr als Männer. Dabei leisteten Frauen zwei Drittel ihrer Arbeit unbezahlt, Männer weniger als die Hälfte.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/05/PD15_179_63931.html

Solange Frauen sich als unbezahlte und unterprivilegierte Arbeitssklavinnen missbrauchen lassen und nicht auf ihre Rechte pochen und solange Männer an archaischen Geschlechterrollenverständnissen festhalten, wird sich auch hier wenig tun.

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