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OECD-Studie: Deutsche nur mittelmäßig auf digitalen Wandel vorbereitet
Daniel Ingold/Getty Images/Westend61

Arbeitnehmer in Deutschland sind im globalen Vergleich nur durchschnittlich gut auf die Digitalisierung vorbereitet. Für Spitzenplätze reicht es laut einer Studie in nur wenigen Bereichen.

SchmidtPe 09.05.2019, 15:05
1. Oberflächlich und unverständlich!

Warum Norweger nun wesentlich besser auf die digitale Zukunft vorbereitet sein sollen, bleibt unbeantwortet. Vielleicht haben sie auch viele Arbeitsplätze, die nicht so gefährdet sind. Industriearbeiter werden jedoch dem digitalen Wandel stark unterworfen sein. Da helfen aber auch keine 3-jährigen Umschulungen. Was sollen die denn alle werden? Müllberater? CO2-Wächter?

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kalim.karemi 09.05.2019, 15:55
2. Der Grund liegt in den Unternehmen

was Digitalisierung betrifft, ist der öffentliche Sektor in Deutschland weiter als Großteile selbst bedeutender Unternehmen. Wie dort teilweise in der IT noch gearbeitet wird, lässt einem die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Kaum Innovation, Festhalten am Bekannten, Entscheider ohne Plan und Verstand und wenn ein Trend aufgegriffen wird, darfs nichts kosten. Da wird lieber jahrelang gefrickelt, als auf Standardslösungen zuzugreifen. Mit Einblick und der Möglichkeit des Vergleiches, wie innovative Teile der Welt, z.B. die USA, Israel, selbst Russland und die Türkei, Innovationen vorantreiben und zu ihrem Vorteil nutzen, kann man nur eine gute Nacht wünschen.

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MichaelundNilma 09.05.2019, 17:52
3. Alte und neue IT

Zitat von kalim.karemi
was Digitalisierung betrifft, ist der öffentliche Sektor in Deutschland weiter als Großteile selbst bedeutender Unternehmen. Wie dort teilweise in der IT noch gearbeitet wird, lässt einem die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Kaum Innovation, Festhalten am Bekannten, Entscheider ohne Plan und Verstand und wenn ein Trend aufgegriffen wird, darfs nichts kosten. Da wird lieber jahrelang gefrickelt, als auf Standardslösungen zuzugreifen. Mit Einblick und der Möglichkeit des Vergleiches, wie innovative Teile der Welt, z.B. die USA, Israel, selbst Russland und die Türkei, Innovationen vorantreiben und zu ihrem Vorteil nutzen, kann man nur eine gute Nacht wünschen.
Die Anschaffung einer neuen IT muß gut überlegt sein. Nicht immer ist eine neue IT notwendig. IT macht ca. 10 Prozent der Kosten eines Unternehmens aus. Je nach dem kann die Einführung neuer IT eine Produktion lahm legen, da noch nicht implementiert oder dazugehörige software noch fehlerlastig. Neue IT heißt neue Mitarbeiterschulungen und oder sogar höher qualifiziertes Personal zusätzlich einstellen. Es geht nicht nur um modern, sondern auch um Wirtschaftlichkeit, denn die neue IT schlägt sich auch auf die Verkaufspreise nieder - positiv oder aber auch negativ. Wenn wir statt die Modernität der IT betrachten, sollten wir einmal die Produktivität in Deutschland anschauen, Innovationen inklusive, stehen wir hervorragend da. Wir sollten nicht vergessen, das die IT - Firmen in den USA nichts produzieren sondern oft hochverschuldete Dienstleister (Uber z.B.) sind, welche vom Börsenhype und Risikokapital "leben". Tesla brauchte jedenfalls Hilfe aus dem Land mit weniger innovativer IT. MfG

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brooklyner 09.05.2019, 18:23
4.

Zitat von SchmidtPe
Warum Norweger nun wesentlich besser auf die digitale Zukunft vorbereitet sein sollen, bleibt unbeantwortet. Vielleicht haben sie auch viele Arbeitsplätze, die nicht so gefährdet sind. Industriearbeiter werden jedoch dem digitalen Wandel stark unterworfen sein. Da helfen aber auch keine 3-jährigen Umschulungen. Was sollen die denn alle werden? Müllberater? CO2-Wächter?
Nr. 1: die völlig anachronistischen deutschen Betriebshierarchien aus der Kaiserzeit, wo es besser scheint, seinen Mund zu halten, anstatt out of the box zu denken und das kundzutun, um den Laden voranzubringen, nur um nicht anzuecken. Ich war sprachlos darüber, wie das hingenommen wird, als ich nach einem Jahrzehnt aus den USA zurück kam. Hier werden komplette Honks zu Chefs, nur weil sie schon lange in der Firma sind.

Nr. 2: Die unterirdischen Englischkenntnisse der Deutschen im Vergleich zu den Skandinaviern. Oder haben Sie schon Mal einen Deutschen getroffen, der Elisabeth richtig aussprechen kann, oder nicht gewusst, wo sie hinschauen sollen, wenn irgendein Wichtigtuer irgendwas vom Kreisverkehr erzählt, um ihre leeren Inhalte zu kaschieren?
Das liegt natürlich an der unsäglichen Synchronisierungsindustrie, anstatt in Zweikanalton auszustrahlen.

Nr. 3: Erstmal immer gegen alles Neue und neidzerfressen zu sein, weil man es schon immer so gemacht hat, oder erwartet wird, dass der Neuling sich erst Mal bewähren muss. Und das sklavische Festhalten an Microsoft Produkten, weil alles andere ja angeblich nur von Hipstern forcierter Klamauk sei,

usw, usf. In Norwegen, Schweden und Finnland läuft das alles viel unaufgeregter mit weitaus weniger Ellebogenmentalität und man nimmt sich nicht so ernst und hat flache Hierarchien, weswegen man sich gemeinsam auf das Fortkommen konzentrieren kann.

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Referendumm 09.05.2019, 19:08
5.

Zitat von brooklyner
... Ich war sprachlos darüber, wie das hingenommen wird, als ich nach einem Jahrzehnt aus den USA zurück kam. Hier werden komplette Honks zu Chefs, nur weil sie schon lange in der Firma sind....
Wie wahr, wie wahr, willkommen zurück in Deutschland. Aber auch in den USA ist nicht alles Gold was glänzt, es sei denn, Sie waren nur im Silicon Valley o.ä. unterwegs. Honks, Red Necks etc. gibts dort nicht nur in der Arbeiterschaft.

Eigentlich sollte ich mal ein Buch schreiben, was hier in D in Industrieunternehmen so alles los ist (von wegen, das gibts nur bei den Beamten). Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich nur noch. Wen wundert es denn noch, dass z.B. ein Konzern wie Siemens in vielen Bereichen komplett scheitert. Und selbst die großartige deutsche Automobilindustrie handelt nicht nur ab und an komplett dilettantisch - VW-Abgasskandal & Co lassen grüßen ***. Denn das Arbeitsumfeld bei VW ist schon arg schräg, um es mal höflich auszudrücken.

Noch ein Schwank aus dem Arbeitsleben. Mittelgroßer Konzern, eine Hauptverwaltung mit etwa 20 Stockwerken. Es gab zwei Aufzüge. Einer war ausschließlich dem Vorstand vorbehalten. Lustig, was jeden Morgen um 8 Uhr am anderen Aufzug ständig los war.

Diese Firma existiert allerdings nicht mehr; hatte aber nix mit dem Aufzug zu tun; gab noch gravierendere Sachen.

Und, brooklyner, schon das One-way-ticket in die USA gebucht?;)

*** Allein die Tatsache, warum es überhaupt massig Dieselautos hier in D gibt: F. Piech und seine Leute waren nämlich damals bei NSU (heute Audi Neckarsulm) zu doof, den Wankelmotor des Ro 80 zum Laufen zu bringen. Das tat dann später mit Erfolg die japanische Mazda. Und da die damals nicht wussten, was man in Sachen F&E noch machen könnte, kauften die die Lizenz vom TDI von Ludwig Elsbett. Dann wurde massig in die Dieseltechnologie investiert und das führte dann zu dem, mit was wir uns heute leider rumschlagen müssen. Japan und die USA setzten bekanntlich nie auf die Dieseltechnologie, aus den heutigen, wohlbekannten Gründen.

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bissig 09.05.2019, 22:40
6. Meine Erfahrung ist,

dass Leute, die viele eMails schreiben, weniger produktiv sind. Es sei denn, heiße Luft wird beim Ergebnis mitgezählt. Wie die Nutzung des Mediums eMail mit den Fähigkeiten im Rahmen der Digitalisierung der Arbeitsweld korreliert, will sich mir nicht wirklich erschliessen.

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alphabit 10.05.2019, 00:35
7.

Es ist doch wohl wahrscheinlicher das diejenigen die viel vor dem Computer sitzen am schnellsten von der Automatisierung ersetzt werden können. Am besten dran sind wohl Leute die kreativ und handwerklich beschäftigt sind, oder auch im Einzelhandel. Aber für diese Berufe braucht es auch viel Begabung, das kann man nicht so einfach durch Umschulung lernen. Digitale Idiotenjobs haben keine Zukunft.

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labuday 10.05.2019, 09:52
8. Digitalisierung muß man sich leisten können - die großen

Konzerne haben Ressourcen und Geld, um sich mit neuesten Trends zu beschäftigen - meisten in und durch die IT.
Mittelständler - auch Weltmarktführer sind deshalb gut, weil ihre Prozesse und die darauf abgestimmte IT für deren Business (fast) optimal laufen. Da sind auch die Ressourecn optimal eingestellt
Das hat zur Folge, daß bei neuen Ansätzen in der Digitalisierung nicht nur ganze Prozesse neugestaltet werden müssen, sondern dies auch noch durch die vorhandenen knappen Ressourcen bewerkstelligt werden muß.
Die Frage lautet dann: Digitalisierung oder Business - beides ist schlecht möglich und solange der Laden brummt, macht man eben Business.
Wer dann dem Inhaber/GF vorschlägt, gravierende Änderungen vorzunehmen - unter VErnachlässigung des Business (Umsatzverluste) - macht einen olchen Vorschlag nur einmal.
Erst wenn der Ar.. auf Grundeis geht, muß man Berater einsetzen - oft schafft man den neuen Weg dann nicht mehr, es sei denn, man hat langen finanziellen Atem (meistens nicht) oder findet einen Kreditgeber, den man von seinem neuen Konzept und den Zahlen überzeugen kann, daß der einem hilft.
Ein bißchen Digitalisierung geht meistens nicht.

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bernd0963 20.05.2019, 19:17
9. Handwerker

werden von dieser Digitalisierung wohl nur sehr wenig betroffen sein, allerdings gibt es ja auch immer weniger davon ??
Was die Industrie betrifft - nun da mach ich mir auch wenig Gedanken, bei dem "tollen Netz" hier in Deutschland werden noch Jahrzehnte vergehen bevor es da große Veränderungen gibt.

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