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OECD-Szenario für 2050: Auf 100 Erwerbstätige kommen 58 Ruheständler
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Auf immer weniger Beschäftigte in den OECD-Ländern kommen immer mehr Rentner und Arbeitslose über 50. Die Organisation warnt vor schwerwiegenden Folgen - und gibt Tipps, wie Ältere im Betrieb gehalten werden können.

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thommyk611 01.09.2019, 17:26
40. Zwangsverrentung

Da musste ich doch schmunzeln. Bei der OECD werden die Mitarbeiter mit 65 zwangsweise in den Ruhestand geschickt.

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kika2012 01.09.2019, 19:00
41. miwastill

Ihr Leben war also bisher nicht attraktiv? Dann tun Sie mir leid.

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zia-zaruba 01.09.2019, 19:25
42. Nach über 40 Jahren

intensiver ackerei wurde ich von bösartigen Leuten raus getreten. Jetzt soll das rückgängig gemacht und "schwamm drüber" gemacht werden ? Ich kann nur jedeN davor warnen in die Falle zu treten.

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wielaberger 01.09.2019, 20:30
43. Als Arbeitnehmer

wurde ich meinLeben lang von allen Arbeitgebern nur schlecht bezahlt und behandelt!
Es steht mir eine Rente von 750 Euro bevor, ab 68, trotz dreier Gesellenbriefe und Studium.
Nichts könnte mich dazu bewegen mich länger als unbedingt nötig an dieser vom Staat legalisierten Versklavung
teilzuhaben!

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kika2012 02.09.2019, 06:25
44. wielaberger

1. Wie kann das sein? Was haben Sie denn Brutto verdient? 2. Warum haben sie nichts daran geändert, sondern abgewartet, bis es zu spät war? Ich kann nicht verstehen, dass, wenn man unglücklich mit der Situation ist, sein Leben oder seine Einstellung ändert!

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großwolke 02.09.2019, 08:05
45. Andersrum

In Deutschland müsste es wohl eher heißen: das Nicht-Arbeiten muss unattraktiver werden. Man kann nicht die leeren Rentenkassen bejammern und den Leuten gleichzeitig einen Weg ebnen, bis zu vier Jahre vor dem Ende auszusteigen. Denn diese vier Jahre wachsen sich in der Endabrechnung gern zu mehr aus, wenn nämlich Leute, die sich früher schonen dürfen, dann auch länger leben. Das Ganze hat aber auch noch einen anderen Haken: um die Menschen im Alter länger beschäftigen zu können, bräuchten wir eine Art zyklisches Lebensarbeitsmodell, in dem es als normal angesehen wird, zum Ende der beruflichen Laufbahn hin wieder abzusteigen. Im Moment ist alles nur höher, schneller weiter, und dann hoffen, dass man das lange genug durchhält, um nicht schon lange vor der Rente als untauglich entlassen zu werden. Persönlich hätte ich gar nix dagegen, zu arbeiten, bis ich umfalle. Ich glaube nur nicht, dass ich das in dem Job, den ich gerade mache, könnte. Und in meinem Fall geht es noch gar nicht mal darum, dass ich mich kaputtschuften müsste, ich befürchte nur, ich werde irgendwann nicht mehr das nötige Geschick in den Fingern haben.

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Robert M 02.09.2019, 09:59
46. Mit steigendem Alter

benötige ich deutlich längere Erholungsphasen. Wenn ich jetzt nach im Schnitt 11,5h wieder zu hause ankomme, läuft meistens nicht mehr viel - was auch am anstrengenderen Verkehr (höheres Aufkommen, schlechtere Straßen, mehr Baustellen, Einengungen was zu mehr Stau führt etc.) liegt.
Eine Reduzierung der Arbeitszeit, z.B. ab 55 nur noch 35h/Woche ab 60 dann 30h würde sicher helfen. Und, nein, ein dann reduziertes Gehalt kann ich mir nicht leisten - es müsste also bei vollem Lohnausgleich gehen.

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großwolke 02.09.2019, 17:12
47. "Voller Lohnausgleich"?

Zitat von Robert M
benötige ich deutlich längere Erholungsphasen. Wenn ich jetzt nach im Schnitt 11,5h wieder zu hause ankomme, läuft meistens nicht mehr viel - was auch am anstrengenderen Verkehr (höheres Aufkommen, schlechtere Straßen, mehr Baustellen, Einengungen was zu mehr Stau führt etc.) liegt. Eine Reduzierung der Arbeitszeit, z.B. ab 55 nur noch 35h/Woche ab 60 dann 30h würde sicher helfen. Und, nein, ein dann reduziertes Gehalt kann ich mir nicht leisten - es müsste also bei vollem Lohnausgleich gehen.
Nur so nebenbei: "voller Lohnausgleich" bedeutet gerade nicht, dass man das gleiche Geld für weniger Arbeit bekommt, sondern das genaue Gegenteil: dass Mehr- oder Wenigerarbeit beim Gehalt verrechnet wird. Abseits davon ist das ein schönes Beispiel dafür, wie groß der gesellschaftliche Transformationsprozess wäre, den wir für längere Lebensarbeitszeit zu stemmen hätten: jeder von uns müsste am Anfang seines Erwerbslebens bereits damit rechnen, dass das Gehaltsmaximum irgendwo im Bereich 30-60 liegt, und dass es in diesem Bereich einen Punkt geben wird, ab dem es wieder abwärts geht, und seine finanzielle Planung entsprechend ausrichten. Das in die Köpfe reinzukriegen könnte schon das eine oder andere Jahrzehnt dauern. Aktuell haben wir ja noch nichtmal die Veränderung der wirtschaftlichen Realitäten verdaut, durch die die Hartz-Reformen notwendig wurden.

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großwolke 02.09.2019, 17:28
48. Das "Fußvolk"

Zitat von kika2012
Wer arbeitet denn heutzutage noch 40 Jahre? Ich schaffe gerade mal 30 ohne Ausbildung und Studium gerechnet. Mit 60 ist die ETW abbezahlt und dann kann ich meinem Lebensabend im sonnigen Süden verbringen.
Ich verstehe ja, dass Besserverdiener es sich leisten können, das Rattenrennen nach eigenem Gutdünken zu verlassen. Aber egal, was Sie beruflich tun, Sie gehen doch sicher hin und wieder mal zum Einkaufen? Zum Essen? Und Sie bewegen sich dahin auf öffentlichen Straßen? Vielleicht sogar mit dem ÖPNV? Da sollten Sie genug Menschen sehen, die mit 16, manche sogar schon mit 15, eine Ausbildung anfangen (ja, da zahlt man bereits Sozialbeiträge, also zählt das als "Arbeitsjahre"). Und solche Leute verdienen auch meistens nicht genug, um sich über ihre Lebenszeit ein nennenswertes Vermögen aufzubauen. Da kommen dann bis zum bitteren Ende, bis zu dem man mangels anderer Alternativen durchhalten muss, schonmal leicht 50 Jahre zusammen. Sowas kann man wissen, wenn man ein bisschen mitdenkt und Respekt für die Leute mitbringt, durch die ein Leben mit Geld erst angenehm wird.

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spon_5711341 02.09.2019, 23:19
49.

Zitat von Leonia Bavariensis
Trotz körperlicher und geistiger Fitness, häufig sogar mehr als bei deutlich jüngeren Kolleg(inn)en, war ich froh, als ich es mir mit 64 leisten konnte, mit meinem mit engem Terminkorsett versehenen Job aufhören konnte. [...] Aber abends und am Wochenende war ich zu nichts mehr zu gebrauchen, und die freie Zeit reichte kaum für die notwendige Regeneration. Also ziehe ich den Schluss, dass das längere Arbeiten zwar möglicherweise notwendig ist, die Rentenkasse stabil zu halten, dass aber die Kehrseite sein wird, dass die älteren Arbeitnehmer wegen chronischer Erschöpfung sehr viel früher als die vorherige Generation in die Kiste springen werden. Ich hoffe, dass das nicht der unausgesprochene Hintergedanke ist. Denn eines sollte klar sein: das derzeitige Arbeitstempo ist mindestens doppelt, wenn nicht dreifach so hoch, wie noch vor ca. 20-25 Jahren! Das kann man langfristig gar nicht so viel länger durchhalten, selbst in Bürojobs, von den körperlich anstrengenderen ganz zu schweigen.
Das passt zu meinen Beobachtungen als langjähriger Personalrat in einer Sicherheitsbehörde. Von den Kollegen, die in den letzten 15 Jahren in den Ruhestand gegangen sind, haben viele nur wenige Jahre ihres Ruhestands erlebt. Wenn ich mal schätzen sollte, würde ich sagen, die Rentenzahlungen sind auf eine Durchschnittserlebensdauer von ca. 10 Jahren ausgelegt. Es tut weh, wenn man immer wieder auf Begräbnissen sein muss, wo die ehemaligen Kollegen/-innen nur 6-8 Jahre Rente erlebt haben. Davon oft die letzten 2-3 Jahre mit einer Krebs- oder anderen schweren Erkrankung, wie z.B. Herzinfarkten oder Schlaganfällen, Parkinson oder Demenz. Dazu ist noch anzumerken, dass alle diese Kollegen 45 Jahre oder mehr mit einer 40- bzw. mittlerweile 41-Stunden-Woche, Schichtdienst, Einsätzen und hohen Überstundenansammlungen verbracht haben. Sicherlich kein stressfreies Berufsleben - wobei Stress nach meiner Erfahrung bei körperlichen, wie auch bei Schreibtischtätigkeiten wie z.B. IT-Projektarbeit gleichermaßen gravierend sein kann. Die Stundenerhöhung mag der Personalknappheit geschuldet sein, die zudem auch dazu führt, dass immer mehr Aufgaben in "Zugleichfunktion" oder "Matrixorganisation" übernommen werden müssen - eine Form der Arbeitsverdichtung. Es gibt aber offenbar eine Obergrenze der Belastbarkeit, deren permanente Überschreitung dann eben lebensverkürzend wirkt. Insofern wird sich das Verhältnis von aktiv Arbeitenden zu Rentnern möglicherweise in den 20er- oder 30er Jahren dieses Jahrhunderts auch wieder verschieben.
Wenn man Menschen wirklich länger im Beruf halten will, so dass sie gesellschaftlich (oder wirtschaftlich??) von Nutzen sind, aber dennoch ihren Lebensabend noch erleben, müsste man die Belastung verringern. Dies könnte durch Teilzeitmodelle geschehen, aber auch der Arbeitstakt müsste wieder gemindert werden. Oder.. tja.. oder es wird stillschweigend hingenommen, wozu Arbeitsverdichtung und Arbeitszeitverlängerung (wöchentlich wie Lebensarbeitszeit) führen.

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