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Online-Marktplatz für Selbstgemachtes: Warum Dawanda-Händler sich vor Etsy fürchten
Johannes Leitner

Dawanda, der bekannteste deutsche Marktplatz für Selbstgemachtes, wird Ende August eingestellt - und viele Händler fürchten um ihre Zukunft. Wo sollen sie nun verkaufen? Bei Etsy? Sechs Verkäufer berichten.

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mhwse 03.07.2018, 16:50
20. es IST einfach

Zitat von uhahn
das es verbietet selbst eine Platform aufzubauen. Mit 70.000 potentiellen Aktionären oder besser Genossenschaftlern sollte es möglich sein ein paar IT'ler einzukaufen und dann einfach los zu legen. Ein Internetshop ist kein Hexenwerk. Auch Serverstandorte gibt es zur Genüge.
man muss noch nicht mal eine Scriptsprache beherrschen - habe das in den USA und in Deutschland schon mehrfach aufgesetzt.

Ein generischer Shop/bzw. auch Multiuser/Multianbieter Plattform läuft in 1-2 Stunden ..

Dann baut man eine Roadmap - z.B. ganz wichtig zunächst SSH Integration wegen DSGVO z. B. kostet ca. EUR 60 p.a.

mich kostet der Server Betrieb - physikalisch im Serverraum ca. 60 EUR im Monat .. (skalierbar - da unter dem Gehweg vor dem Haus der Glasfaser-Strang von M-Net läuft.. )

Aber es wird sein wie immer: lieber doch in den USA kaufen - denn die Entwicklung bis zum Ausbaustadium kostet Geld und Nerven + Geduld.

Es besteht immer das Risiko dass es nicht klappt.

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m.schrottmeyer 03.07.2018, 16:55
21. Eine neue Bleibe für dawanda Verkäufer & Mitarbeiter

Dass Dawanda schließt, finden wir sehr schade!
Die Plattform hat sich um viele kleine Händler sehr verdient gemacht, sie war initial und sehr engagiert. Und Sie war für uns bei oldthing lange Zeit ein großes Vorbild; Wenigstens bis zu dem Zeitpunkt, als man auch dort daran ging große Kassa zu machen.

Dass jetzt alle - Käufer, Verkäufer und Mitarbeiter - geschlossen zu etsy wechseln sollen, ist letztendlich nur noch die konsequente Entwicklung hin zu einem seelenlosen kapitalistischen Betrieb.

Wer das ablehnt, ist herzlichst dazu eingeladen bei der Berliner Sammlerplattform oldthing.de einzusteigen.

Verkäufer von Vintage und Second Hand können für drei Monate gratis den Provisionsshop von oldthing erproben. Mitarbeiter, Entwickler und andere kreative Köpfe können sofort unser kleines Team in Berlin Karlshorst verstärken.

Liebe Grüße
Schrottmeyer Michael

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hema411 03.07.2018, 21:27
22.

Das Problem ist, dass man auf Etsy so weit ich weiß nicht filtern kann. Das heißt, man kann nicht auswählen, 'ich möchte nur Händler angezeigt bekommen, die aus Deutschland verschicken...'. dadurch wird es definitiv schwer für die Verkäufer in dem Wust der weltweiten Verkäufer gefunden zu werden...

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bernd0963 04.07.2018, 08:06
23. Ein Problem der Zeit

ist es, das solche Plattformen irgendwann schließen.
Alles ist sehr schnelllebig und ständig ist der Drang nach neuem. Außerdem gibt es eine Vielzahl davon im Netz oder als App - clever wären die Händler wenn sie diese Platform übernehmen und selbst betreiben würden, 70000 aktive Händler sind doch schonmal ein guter Einstieg und wer an etwas dauerhaften Interessiert ist wird sich schnell dazu gesellen - dann muss man sich auch nicht vor der Konkurenz aus Übersee verstecken!

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grande.malo 04.07.2018, 08:30
24. Nur bedingt Mitleid

Wenn ich die Aussagen der Kreativen im Artikel lese, dann denke ich mir meist: "Tja, jetzt wird Lehrgeld gezahlt!". Wer so blauäugig ist und sich nicht breit aufstellt und streut, der wird es jetzt halt auf die harte Tour lernen müssen. Und gerade bei Unternehmern mit Personalverantwortung kann ich nur den Kopf schütteln, dass man da so naiv war. Bei einer Aussage wie: "Ich muss mir die Etsy Seite mal in Ruhe anschauen..." bekomme ich Nackenschmerzen vor lauter Kopfschütteln. Gut zu sehen dass zumindest 1-2 im Artikel befragte Unternehmer auch unternehmerisch denken und handeln. Allen Betroffenen trotzdem viel Glück!

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grey_mouser 04.07.2018, 08:32
25. Oh nein, Dawanda wird geschlossen =0 ...

....dabei hatte ich noch nie von der Seite gehört. etsy mag 1,9 Millionen aktive Verkäufer haben, da kann man bestimmt untergehen, besonders wenn man kein vernünftiges Produkt anzubieten hat, aber wir wollen mal nicht vergessen, dass sich auf etsy auch über 33 Millionen Kunden tummeln und irgendwie bezweifle ich, das dass auf Dawanda auch zutraf, auch nicht in Relation.

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kaiosid 04.07.2018, 09:01
26. Etsy

Also Dawanda hat sich ja offensichtlich an Entsy orientiert (steht im Text). Und wenn ich mir die Seite anschaue dann kann ich mir dort auch einfach ausschließlich Sachen mit Artikelstandort Deutschland anschauen. Die Ansicht von Roxanne Leissring ist doch cool: bleibt entspannt und hat auch im Laufe der Jahre gelernt, dass das alles kein Selbstläufer ist und man sich umschauen sollte.
Diese ganzen "Vintage" Und "Shabby" Sachen auf Dawanda waren schon eine Pest; bei Etsy gibt es da klare Vorgaben.
Bin gespannt

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romanpg 04.07.2018, 09:03
27.

Mir tun die Dawanda Händler ja leid, die jetzt vor den Trümmern ihrer selbst aufgebauten Existenz stehen, ABER vom unternehmerischen Standpunkt aus ist es natürlich hochgradig fahrlässig seine (und teilweise sogar die von Angestellten) finanzielle Existenz von einer Onlineplattform abhängig zu machen. Das zeigt halt leider auch, dass viele der jetzt betroffenen es sträflich versäumt haben sich professionell mit e-commerce zu beschäftigen. Aber wer seine Existenz darauf basiert muss nunmal ein profi sein. Da das Internet sehr schnelllebig sollte man immer auf mehrere Channel setzen. Zumindest eine eigene Seite mit eigenem Shop sollte IMMER Pflicht sein. Außerdem sollte man sich auch Gedanken über die eigene Präsenz machen über das gezielte streuen von Werbung in sozialen Netzwerken und über SEO Optimierung (Google AdWords etc). Wer das nicht will oder kann, sollte die Finger davon lassen oder es als Hobby/Nebenverdienst betreiben.

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whitewisent 04.07.2018, 09:44
28.

Selbstständig kommt von Selbst stehen, und das ist hier bei vielen Betroffenenen wohl eher nicht der Fall. Es ist mal wieder ein Beispiel für die deutsche Vollkaskomentalität, bei der man wider besseren Wissens meint, es wird schon irgendwie gut gehen. Die Konzentration auf große Plattformen wird in der schnelllebigen Internetwelt immer Kopien und Klone, aber auch Weiterentwicklungen bringen. Wer redet heute noch von StudiVZ?

Ein Problem scheint eher im Flair des "Selbstgemachten" zu liegen, und das man es immer noch als Hobby betrachtet, während es eigentlich auch nur Teil einer Vermarktungskampagne von Kleinunternehmern/innen war. Die eben nicht funktionierte, was eben ein Managmentfehler der Plattform ist, der sich schon länger abzeichnete.

Es gibt zum Glück bereits heute Alternativen, aber die sind wahrscheinlich nicht mit dem Wuselfaktor bestückt. Man kauft heute ja auch seine Bio-Produkte bei Aldi, und nicht beim Bio-Laden an der Ecke.

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naklar261 04.07.2018, 17:38
29. Höre hier das erstmal

Von Dawanda...guter Name eigentlich. Vielleicht einfach das Zeug auf Alibaba anbieten.

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