Forum: Karriere
Papierloses Büro: Kein Blatt, nirgends
Benjamin Dürr

Gähnende Leere auf allen Schreibtischen: Die niederländische Firma Decos verzichtet komplett auf Papier. Pro Jahr spart sie so 16 Bäume ein. Nun musste auch noch das Toilettenpapier dran glauben.

Seite 1 von 6
veremont 02.10.2014, 11:24
1. Nette Idee

Das ist für ein Unternehmen welches ausschließlich einen digitalen Output hat vielleicht eine nette Idee... bei allen anderen wird das aber noch nicht funktionieren. In der Baubranche benötigt man Pläne in Papierform und Anträge in Papierform... vielleicht ändert sich das aber wenn sich Augmented Reality weiterentwickelt und man Pläne einfach durchschreiten kann anstatt sie wie eine Tapete flatternd vor sich her zu tragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 02.10.2014, 11:40
2. Wohl kaum...

...mit deutschem Arbeitsrecht kompatibel. Den Mitarbeitern die Nutzung von privatem Papier (Toilettenpapier oder Küchentüchern) zu verbieten...ist nicht nur krank sondern auch nicht zulässig. Die Po-Dusche in Asien ist zwar sehr sinnvoll (ich finde die Idee grundsätzlich Klasse)..sollte aber temperiert sein denn mit Eiskalten Wasser seinen Darmausgang zu spülen kann zu erheblichen Reaktionen führen und muss auch eingebübt sein...sonst sind alle Klamotten nicht nur nass sondern auch mit Kotresten verschmutzt.
Im übrigen verwenden auch Asiaten hin und wieder Toilettenpapier oder Hygienetücher um sich abzutrocknen...naja vielleicht gibts ja einen Fön im Firmenklo...lach...stelle ich mir grade vor bei drei bis vier Personen die gerade untenrum geduscht wurden, wie da der Streit um den Fön mit runtergelassener Hose so ausartet.
Spaß bei Seite...das Papierlose Büro ist sicher mit Anstrengung möglich...aber schon wenn der Posteingang nach dem Scan vernichtet wird...ob das rechtlich im Falle von Aufträgen und Verträgen einem nicht später auf die Füsse fällt....nene...da ist zuviel Manipulationsriskio...Unterschriften auf Tabletts oder ähnlichem haben noch immer keine Rechtsgültigkeit....Verträge können so nicht geschlossen, Aufträge nicht erteilt werden....auch wenn das viele glauben weil sie beim Paketzusteller kritzeln...das hat letztlich keine Bedeutung vor Gericht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 02.10.2014, 11:47
3. ...

Das Menschen es immer gleich übertreiben müssen. Und Unternehmer dann direkt ihre Ideologie auf ihre Mitarbeiter übertragen müssen. Das kapieren die glaube ich nie, daß es ihren Mitarbeitern darum geht, Geld zu verdienen und nicht die Träume des Chefs zu teilen (weil sie auch nicht die Möglichkeiten des Chefs haben). Deswegen sind mir auch Großkonzerne mit ihrer cooperate identity suspekt. Was anderes ist das als die Diskriminierung von Menschen? Da passt es auch, daß man mit dem Papier im Büro allein noch nicht zufrieden ist, nein man muß auch noch in den kleinsten Bereich der persönlichen Sphäre eingreifen und das Klopapier ersetzen. Pervers nenne ich sowas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andreas.s 02.10.2014, 11:50
4. Konsequent

Man muss ich mal vorstellen wieviel Energie sich einsparen liesse wenn man keine Kopierer/Laserdrucker mehr hat. Ich schätze mal grob das 10% des Energieverbrauches eines Büros dabei reduziert würde. Dazu die Einsparungen die sich durch den nicht notwendigen Transport des Papiers ergibt.
Und ich wette das in den allermeisten Büros sich das Papier um mehr als 75% reduzieren liesse, vor allem wenn alle Behörden konsequent auf papierlosen Datenaustausch umstellen würden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
QPDO 02.10.2014, 11:56
5. Papierphobie?

Was zur grünen Hölle ? ;) Das hat weder mit Umweltschutz noch mit optimierter Organisation zu tun. Das ist reine digitale Masturbation. Bis jetzt ist mir keine Tabletlösung bekannt, auf der man so kreativ kritzeln kann wie auf einem Blatt Papier. Die Tablets sind zu träge und geben kein haptisches Feedback. Digitale Whiteboards laufen in die selbe Richtung. Sicherlich können viele Vorgänge ohne Papier ablaufen (Memos, Infos, Protokolle,Schriftverkehr), aber wer Papier völlig ausgrenzt ist am Ende genauso limitiert, wie derjenige, der digitale Lösungen meidet.

Die Entwicklung zum 100% digitalisierten Workspace strebt dabei nämlich einem Extremistenorgasmus entgegen dem ein Zusammenbruch folgen muss, weil die Technik vollständig aktuell gehalten werden muss, alle Geräte kompatibel sein müssen, jeder neue Mitarbeiter erst einmal eine digitale Dekontamination über sich ergehen lassen muss und am Ende trotzdem kein Gedanke und Arbeitsschritt mehr vor Spionage und Überwachung (interner wie externer) sicher ist.
Allein die Kommunikation der ganzen Geräte kann einfach nicht sicher sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
solaris_3001 02.10.2014, 12:09
6.

Ökologisch sicherlich eine tolle Sache, aber die Zahlen stimmen dann leider wohl eher nicht. Laut (kurzer) Recherche ergeben sich aus einem Baumstamm, ca. 80.000 Blatt Papier. Pro Mitarbeiter verbraucht man sicherlich nicht 20.000 Blatt pro Jahr. Ausserdem ist das meiste Papier heutzutage recycelt.

Hinzukommt der Produktivitätsverlust. Man kann viele - vielleicht sogar die meisten - Dinge digital per Computer erledigen, aber zu 100% auf Papier zu verzichten und nur von dem Computer zu sitzen, bremst die Menschen dann wieder unnötig aus und erzeugt Stress.

Sinnvoller wäre sicherlich ein Papierverzicht in Höhe von 70-90%, wobei man dem einzelnen Mitarbeiter dann z.B. zugesteht, sich persönliche Notizen auf Papier anzufertigen oder z.B. auch mal ein Dokument zur Durchsicht auszudrucken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archback 02.10.2014, 12:10
7. Sauber

Mit Wasser alleine geht aber nicht alles ab. Man muß schon wischen, wenn nicht mit Papier, dann mit dem Waschlappen. Oder etwa wie in anderen Kultukreisen die Hand - die linke, damit der Döner nicht kontaminiert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dotter101 02.10.2014, 12:13
8.

Zitat von fatherted98
...mit deutschem Arbeitsrecht kompatibel. Den Mitarbeitern die Nutzung von privatem Papier (Toilettenpapier oder Küchentüchern) zu verbieten...ist nicht nur krank sondern auch nicht zulässig. Die Po-Dusche in Asien ist zwar sehr sinnvoll (ich finde die Idee grundsätzlich Klasse)..sollte aber temperiert sein denn mit Eiskalten Wasser seinen Darmausgang zu spülen kann zu erheblichen Reaktionen führen und muss auch eingebübt sein...sonst sind alle Klamotten nicht nur nass sondern auch mit Kotresten verschmutzt. Im übrigen verwenden auch Asiaten hin und wieder Toilettenpapier oder Hygienetücher um sich abzutrocknen...naja vielleicht gibts ja einen Fön im Firmenklo...lach...stelle ich mir grade vor bei drei bis vier Personen die gerade untenrum geduscht wurden, wie da der Streit um den Fön mit runtergelassener Hose so ausartet. Spaß bei Seite...das Papierlose Büro ist sicher mit Anstrengung möglich...aber schon wenn der Posteingang nach dem Scan vernichtet wird...ob das rechtlich im Falle von Aufträgen und Verträgen einem nicht später auf die Füsse fällt....nene...da ist zuviel Manipulationsriskio...Unterschriften auf Tabletts oder ähnlichem haben noch immer keine Rechtsgültigkeit....Verträge können so nicht geschlossen, Aufträge nicht erteilt werden....auch wenn das viele glauben weil sie beim Paketzusteller kritzeln...das hat letztlich keine Bedeutung vor Gericht.
Die Hoffnung ist das es ein anständiges japanisches Klo ist. Die Dinger sind himmlisch, heizbare Klobrille, Spülung mit Massage Funktionen, regulierbarer "Fön" und eine kleine Stereo um die natürlichen Geräusche zu übertönen. Ein wahrer Thron.
Zum rechtlichen, in den Niederlanden ist die Rechtssprechung liberaler wenn es zu digitalen Dokumenten, Verträgen, Rechnungen et. kommt. So ist das aber halt nicht überall, und Ich bin mir sicher die Firma hat auch einen Berg an Papieren die das Original der digitalen Kopie darstellen, die werden aber halt ausgelagert...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zerr-spiegel 02.10.2014, 12:17
9. Und wo kommt der Strom her?

Und wo kommt der Strom her? Aus der Steckdose?

Bei meinem Arbeitgeber wurden die Stoffhandtücher in den letzten Jahren durch Papiertücher ersetzt. Sicherheits- und Hygienegründe (ok, chemische Industrie, es gilt aber auch für die Büros, wo es keine Chmikalien gibt).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6