Forum: Karriere
Personalmangel: Die unfreiwillige Feuerwehr von Grömitz
Andreas Arnold/ dpa

Freiwillige Feuerwehr? Funktioniert - wie der Name sagt - nur mit Freiwilligen. Weil die fehlen, verpflichtet ein Ort in Schleswig-Holstein jetzt seine Bürger.

Seite 12 von 12
brandmeister 04.06.2019, 12:25
110. ein paar Richtigstellungen

Zitat von meimei
Teil2 (falls ich Sie versehentlich nicht, sondern den Kollegen #105 im Teil 1 zitiert habe, nein, Sie sind gemeint ;) ) Ob eine Gemeinde dann überhaupt eine ordentliche Auswahl treffen wird? Männlich, Weiblich, Diverse, Alter, Finanzkraft (für Anwalt, generell) usw., oder ob es nach dem Vitamin B geht - gerade in kleinen Gemeinden. Besser ist es, dass die Gemeinschaft einfach mehr investiert! Also, Gemeinden werden nicht allein gelassen, sondern erhalten mehr Unterstützung vom Land, vom Bund - von uns Steuerzahlern. In Form von mehr Berufsfeuerwehren, und einer angemessen Vergütung von Freiwilligen. Ich sehe ein, in vielen Orten kann eine Berufsfeuerwehr schlecht funktionieren, aber Zwang und unentgeltlich kann nicht sein. Echtes Geld, keine Steuervergünstigungen für die Freiwilligen. 5000+ im Jahr. Bzw. nach Zeitaufwand (erforderliche Kurse, Übungen) und Bereitschaft wäre mal ein Vorschlag in den Raum geschrieben. Und ein deutschlandweites Netzwerk für Supervision, Hilfe und absolute Absicherung im Fall von Unfällen, Verletzungen usw.
Um die Tauglichkeit festzustellen gibt es die amtsärztliche Untersuchung nach G 26 (Atemschutz). Das ist also kein Problem.
vitamin B funktioniert nicht, da die Gemeinden eine extras Satzung für die Einberufung aufstellen müssen und diese rechtlich "wasserdicht sein muß. Bei mir in Hessen, sind z. B. nur bestimmte Berufsgruppen, Mitglieder anderer BOS oder Personen die bereits ein Ehrenamt acht Jahre bekleidet haben von der Dienstpflicht befreit.
Selbstverständlich haben die Dienstverpflichteten Anspruch auf eine Dienstaufwandsentschädigung; das "normale" Arbeitsgehalt während den Einsätzen wird fortgezahlt und durch die Gemeinden den Arbeitgebern ersetzt.

Wenn Sie flächendeckend Berufsfeuerwehren einsetzen wollen, wird dies eben nicht flächendeckend sein, sondern es wird, wie in anderen europäischen Ländern 20-30 Minuten dauern, bis die Feuerwehr mit einer einzelnen Einheit kommt. Bisher sind zehn Minuten verpflichtend.
Der Brandschutz ist Aufgabe der Gemeinden. Länder sind für den Katastrophenschutz und der Bund für dien Kats im V-Fall zuständig. Im Rahmen dieser Vorsorge erhalten die Gemeinden schon zwischen 30 und 50 % Zuschuss bei Investitionen von den Ländern.

Und abgesichert sind die Einsätzkräfte schon durch die jeweilige Gemeinde und deren Unfallversicherung. Auch für eine psychologische Betreuung ist bereits gesorgt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 12