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Personalmangel: Die unfreiwillige Feuerwehr von Grömitz
Andreas Arnold/ dpa

Freiwillige Feuerwehr? Funktioniert - wie der Name sagt - nur mit Freiwilligen. Weil die fehlen, verpflichtet ein Ort in Schleswig-Holstein jetzt seine Bürger.

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meimei 02.06.2019, 00:55
40. Verfassungskonform? Klagen? im Allgemeinen und Speziellen

ich bin außer mir, nach dem ich nun etliche Artikel der letzten Jahre zu Pflichtwehren gelesen habe. In kaum einen wird kritisiert, man liest immer nur von den Bürgermeistern, oder Freiwilligen bis Bezahlten, dass die das nicht OK finden, wenn einer versucht raus zu kommen, "faul" seien die dann... Oder von Unfreiweilligen, die das dann später doch ok finden... und dann wird oft auch an die "Gemeinnützigkeit" appelliert...

Ich bin interessiert, ob es Klagen dagegen gibt und wo der Stand dieser aktuell ist. Oder das Ergebnis.

Es wird sicherlich immer weniger Freiwillige geben, also ist das ein aktuelles Thema. Aber unFreiwillige (teils gibt es ja augenscheinlich gar keine Pflichtfeuerwehr, und die Zwangsarbeiter werden den Freiwilligen gleichgestellt) als Leibeigene in Knechtschaft zu nehmen kann nicht die Lösung sein.

Mehr ist das doch gar nicht, und dass man ja nicht "gezwungen" wird, aber mit Zwangsgeldern bis Beugehaft dann "umgestimmt" wird ist eine lächerliche juristische Ausrede.

Wenn man Sylt oder den Ort im aktuellen Artikel nimmt, wird es noch perfider.

Der Ort benötigt mehr Feuerwehrleute, weil in der Touri-Saison so viele Menschen dort sich aufhalten.

Wo ist hier ein "Allgemeinwohl"?! Dann soll es von einer Kurtaxe oder von den erhöhten Steuereinnahmen geholt werden.

Oder erhöhter Bedarf wegen Bundesstraßen, Autobahnen. Dann verdammt noch mal der Bund.

Schaffen wir das System der Freiwilligen ab, Beruf her. Und wenn Freiwillig, dann sollen die dafür auch so ordentlich vergütet werden, wie es eben gerecht ist.

Per Lotteriepech geht absolut nicht.

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baumann.ste 02.06.2019, 00:59
41. Erst Denken dann schreiben!

Lieben Mitforisten!

Berufsfeuerwehr überall, wie soll denn das funktionieren!
Selbst wenn man nur eine Gruppe in einer Gemeinde mit 9 (8) Mann aufstellt! Dann sind das bei nur 2,5 Schichten 20 Vollzeitstellen!

Schönen Dank bei kleinen Gemeinden bis 10.000 EW! In jeder dieser kleineren Gemeinde wäre die Feuerwehr der größte Kostenfaktor!

Da reicht Ihre kleine Steuer allerdings nicht aus!
Man kann sich auch nicht aus allem rauskaufen! Eine Berufsfeuerwehr überall wird nicht funktionieren!

Also heißt es die Freiwillige wo und wie es geht zu unterstützen und ja in den Brandschutzgesetzen der Länder ist sehr wohl eine Pflichtfeuerwehr als letztes Mittel vorgesehen und das ist auch gut so!

Der rote Hahn unterscheidet nicht! ?

Munter bleiben!

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three-horses 02.06.2019, 01:08
42. Zu vergessen.

Zitat von meimei
"LOL" Sie meinen also, die Ungerechtigkeit der Wehrpflicht (~20% der männliches Bevölkerung?) ist besser als die Ungerechtigkeit der Laibeigenschaft/Zwangsverfreiwilligung wie im Artikel beschrieben? Ich würde sagen, beides gehört eingestellt. Soll es eine Berufsfeuerwehr geben, überall. Gerade wenn eine "Freiweillige Feuerwehr" für Bundesstraßen oder Touri-Orte zwangsverpflichtet wird. Das wird ja nur erforderlich, weil diese Orte einiges an Geld durch den Tourismuss bekommen, Stichwort Sylt. (auf der Suche dem Rechtichen auf u.a. Sylt gestoßen) Dann soll das der Tourismus tragen. Hotels und Gemeinde und und finanzieren dann einfach eine Berufsfeuerwehr. Unglauchlich, dass es so etwas gibt. Und Merkel (weiter oben) hat ja nun wirklich nichts damit zu tun. Das sind §§ aus der Vergangenheit - die natürlich nicht angerührt werden. Klar. Ist ja genehm, muss man nichts machen.
Da gibt es ein kleines Konflikt. Auch der FF Einsatz ist nicht kostenlos.
Das war mal anders. Dafür gab es die... Feuerwehrabgabe war eine Kommunalabgabe, die männliche Erwachsene in einigen deutschen Bundesländern zu zahlen hatten, wenn sie nicht der Freiwilligen Feuerwehr angehörten...so weit auch ungerecht, die Damen waren fein raus. Eine Familie mit ab 18 Jungs und so um die 60? DM je Mann..da kam schon was zusammen. Aber alles vergessen.

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eisfuchs 02.06.2019, 01:21
43.

Was haben hier alle mit freiwillig? Wenn sich nicht genügend melden gibt es keine freiwillige Feuerwehr mehr, sondern eine PFLICHTfeuerwehr. Dem kann man sich nicht so einfach entziehen. Das kann sehr hohe Geldstrafen bedeuten und ggf. wird man auch von der Polizei abgeholt. Genauso wie z.B. beim Schöffendienst.

Überall eine Berufsfeuerwehr einrichten? Wissen Sie auch nur annähernd was das an Kosten bedeutet dauernd und jeden Tag eine Berufsfeuerwehr einzurichten? Dann können sie aber nochmal jeden Monat einen ganz ordentlichen Batzen auf ihre Steuern draufrechnen, denn sowas dürfte dann in etliche Milliarden fallen für Deutschland. Vor allem weil es oftmals vollkommen bescheuert und ineffizient ist bei paar Einsätzen im Jahr sowas vorzuhalten, wo auch Freiwillige völlig reichen würden.

Aber bei der hier teilweise gezeigten Einstellung bloß niemals der gemeinschaft wirklich aktiv etwas zurückgeben zu wollen (nein, Steuern zahlen, keine Gesetze übertreten und einmal im Jahr Müllsammeln reicht nicht!) hat eben dazu geführt, dass sich gerade auf dem Land Leute ausbreiten, die zwar gerne ihren Tesla ausfahren, aber bloß nichts mit dieser dreckigen Gemeinschaft vor Ort zu tun haben wollen und auch nichts ihrer kostbaren Freizeit für andere Leute opfern wollen (schon gar nicht deren Haus vorm abbrennen retten). Lieber Herr St. Florian, verschon mein Haus, zünd das vom Nachbarn an... diese Einstellung ist ja zum brechen.

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HevoHo 02.06.2019, 02:23
44. BFW statt FFW - wirklich?

Es überrascht mich wie viele der Kommentatoren generell Berufsfeuerwehren statt einer freiwilligen Feuerwehren fordern (vl. weil die meisten nur in Großstädten gelebt haben und es so gewöhnt sind oder einfach ein Schnellschuss, wer weiß). Jedenfalls vermute ich, dass sich die wenigsten die Folgen dieser Forderung klar gemacht haben. Es würden mit Sicherheit sehr viele Gemeinden vl. sogar ganze Teile eines Landkreises zusammen legen um eine Feuerwache zu betreiben (es gibt nun mal Gegenden in denen sich im Umkreis von 100km oder mehr keine einzige Berufsfeuerwehr befindet, dann wird man wohl kaum in jedem Dorf eine eröffnen). Beim nächsten Notruf könnte man sich, während man 45min Anfahrt abwartet, nochmal überlegen ob das so eine kluge Forderung war. Wer das anzweifelt: Vergleiche Polizei, dort gibt es auch heute schon Gegenden mit horrenden Warte-/Anfahrtszeiten von einer Stunde und mehr.

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flying_dutchman 02.06.2019, 02:40
45. Wo bleibt das Geld?

Wo bleibt das ganze Geld, dass mit den vielen Gästen eingenommen wird? Da sollte doch etwas für die Sicherheit vorhanden sein? Bei so viel Business auf eine freiwillige Feuerwehr zu setzen ist wohl nicht der richtige Weg.

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cm1 02.06.2019, 03:09
46. Pro

Es spricht aus meiner Sicht nichts gegen einen Dienst für die Gemeinschaft. Logisch das F und F (Frauen und Flüchtlinge) bevorzugt werden, um den Eindruck der "weisen Männer" zu verflüchtigen.

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Lankoron 02.06.2019, 05:08
47. Vielleicht muss man sich

auch auf dem Gebiet seine Gedanken machen, was hier die Änderungen der Menschheit bringen. Man kann nicht einerseits Flexibilität bei Arbeit und Beruf fordern, andererseits aber Ortsgebundenheit und örtliches Engagement fordern. Vielleicht müssen auch Feuerwehren, Rettungsdienste THW und Co. Zuständigkeiten und Professionalität überdenken. Vielleicht muss auch nicht zu jedem kleinen Unfall eine vollständige Einsatzgruppe rausfahren....um ein Ölleck aus nem PKW zu beseitigen braucht man vllt nicht unbedingt 6 oder 8 Leute. Übrigens SPon...die Wikipedia zählt mindestens 15 Länder mit FFW auf. Vielleicht sollte man auch mal internationale Seiten anschauen und nicht nur die deutschsprachige (die doch etliche Lücken deswegen hat...)

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odapiel 02.06.2019, 06:37
48.

Alles immer schön kostenlos haben wollen, aber selbst nix mehr kostenlos machen. Ihr habt das Land auf neoliberalen Egoismus gebürstet, jetzt müßt ihr damit fertig werden. Das war alles abzusehen und es wird noch schlimmer werden.

Ansonsten: gerade auf den Käffern fehlen doch die Jobs. Also ran an die Buletten, hurtig-hurtig ein oder zwei Berufsfeuerwehren aufgebaut, brav mit dem Steueraufkommen finanziert, und so dafür gesorgt, daß wenigstens 30 Mann nicht unter der Woche in den Westen pendeln müssen.

Aber ich seh schon kommen, daß der Bürgermeister dann viel lieber mit seinem Kumpel beim Jobcenter kungelt und bereits ohnehin halbtot kranke Arbeitslose von der 1-Euro-Grüngruppe in die Hiwi-Feuerwehr verschiebt - und sich dann wundert, warum die Brände nicht mehr zufriedenstellend gelöscht werden oder ihm die Zwangsverpflichteten einen Vogel zeigen und die Katze im Baum lassen.

Nur echte Solidarität schafft den Wunsch selbst solidarisch zu handeln.

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tomblu 02.06.2019, 06:52
49. "Ehrenamt"

Soso, da bezeichnet man klassische Zwangsarbeit als "Ehrenamt". Wie wär's mit einer Berufsfeuerwehr?! Wozu zahlen denn die Bürger Steuern? Wenn die nicht reichen, muss man sie halt entsprechend erhöhen. Ich halte jedenfalls nichts von Zwangsarbeit, egal welcher Art.

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