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Personalmangel: Die unfreiwillige Feuerwehr von Grömitz
Andreas Arnold/ dpa

Freiwillige Feuerwehr? Funktioniert - wie der Name sagt - nur mit Freiwilligen. Weil die fehlen, verpflichtet ein Ort in Schleswig-Holstein jetzt seine Bürger.

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LondoMollari 02.06.2019, 08:39
60. Auch schreiben was ist ...

Zitat von Andre V
.... Klar kann alles "der Staat" machen, zur Not mit einer Berufsfeuerwehr, einem Berufs-Rotkreuz, einem Berufs-THW, für die dann schön brav Steuern gezahlt werden müssen - noch mehr Steuern zahlen ist heute ja im Zweifel links. Dabei war das Vereinsleben einmal "links" und oft genug von der Obrigkeit verboten. Turnvereine galten mal als umstürzlerisch!
Jepp, kann der Staat machen, muss er ggf. auch. Funktionierender Staat glat überigens immer auch als "konservatives" Konzept, um nicht rechts zu sagen. Gebe dem Kaiser was des Kaisers ist (Steuern zahlen) überigens auch.

Und im überigen als Analogie-Ende zu Ihnen ...

Scheibenwahltelefone galten mal als hypermodern!

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lareluna 02.06.2019, 08:54
61.

Es ist albern zu sagen „Ich Zahl steuern damit hab ich meine Schuldigkeit getan“ Nein haben Sie nicht. Vielmehr müsste endlich herausgestellt werden, dass der Feuerschutz in Deutschland ohne die FFW gar nicht möglich wäre. Berufsfeuerwehren sind da nicht die Lösung um z.B. Großschadenslagen zu bearbeiten.

Wer soll den bitte in einer Stadt wie Castrop Rauxel als Beispiel eine Feuerwehr mit, sagen wir mal 100 Feuerwehrleuten pro Schicht, um es klein anzusetzen bezahlt werden ?

Vielleicht sollte auch der „ich Zahl steuern und bin fertig“ Gedanke mal überdacht werden. Nicht was kann der Staat für mich tun, sondern was kann ich für mein Land tun. Aber es ist ja oft einfacher AFD zu wählen und über Merkel zu jammern. Ich kann es nicht mehr hören. Hauptsache ich, der Rest soll zusehen.

Bekommt den Arsch hoch und beteiligt Euch an der Solidargemeinschaft.

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spmc-12355639674612 02.06.2019, 10:19
62. Na, dann

Zitat von bluraypower
... eine Pflicht gegen mich erlassen würde bei der Feuerwehr teilzunehmen dann würde ich sofort umziehen und weg aus der Kleinstadt gehen. Ich zahle Steuern und Abgaben und damit ist meine Schuld getilgt und wenn der Bürgermeister nicht richtig haushalten kann mit unseren Gebühren und Abgaben dann ist das nicht mein Problem. Ende!
kann man ja nur hoffen, dass es bei Ihnen nie brennt.
Ja, so ist das nun einmal: Es gibt Bürgerrechte, aber auch Bürgerpflichten. Wissen Sie aber, was so eine Drehleiter kostet? Oder braucht Ihr Ort keine, weil da nur Bungalows stehen? Was würden Sie sagen, wenn man bei Ihnen in der Kleinstadt die Kosten für die Feuerwehr einfach als "Feuerwehrsteuer" einkassieren würde? Coole Idee, oder? In der Großstadt mit Berufsfeuerwehr zahlen Sie dann halt mehr für's Wohnen, auch gut. Aber Hauptsache, hier mal wieder einen arroganten Kommentar vom Stapel gelassen zu haben ...

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modellflieger 02.06.2019, 10:28
63. Freiwilligkeit

In ganz Europa gibt es freiwillige Feuerwehren. Beispiel: In Frankreich sind 78 % der Feuerwehrleute Freiwillige.

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Checkmate 02.06.2019, 10:30
64. Wer hats erfunden?

In der Schweiz besteht grundsätzlich die Feuerwehrdienstpflicht für jedermann, egal ob Mann oder Frau – Schweizer oder nicht. Derzeitgibt es ca. 1'500 Feuerwehrkorps und ca. 95'000 Feuerwehrleute, davon dienen nur ca. 1'200 Personen in Berufsfeuerwehren.Die Feuerwehrpflicht beginnt mit dem 21. Lebensjahr und endet mit 42 Jahren. Wer sich weigert seinen Dienst anzutreten wird beim Friedensrichter anzeigt und muss sich dafür verantworten. Ich denke das ist ein gutes System, weil es auch den Gemeinschaftssinn fördert. Das wäre auch für Deutschland ratsam.

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odapiel 02.06.2019, 10:31
65.

Zitat von lareluna
Bekommt den Arsch hoch und beteiligt Euch an der Solidargemeinschaft.
Welche Solidargemeinschaft?

Das ist doch der Knackpunkt. Die wurde staatlicherseits 2005 aufgekündigt - für alle sicht- und spürbar. Und jetzt beschwert sich der Staat darüber, daß die Bürger sich selbst die Nächsten sind? Wie hirnrissig ist das denn?

Fakt ist, daß dieses Dörfchen jede Menge Kohle mit den Touris macht. Oder genauer, die oberen Zehn(tausend) des Kaffs machen die Kohle. Jede Wette, daß das Bürgermeisterlein auch ein oder zwei Pensionen und Kneipen hat, und selbst gut an der Saison verdient.

Nun, wenn man gut verdient, gleichzeitig aber einer Staatspolitik zustimmt, die die Solidarität mit den eigenen Bürgern schon lange aufgekündigt hat, dann muß man halt selbst zahlen.

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kumi-ori 02.06.2019, 10:34
66.

Offenbar verdient dieser Ort ja klotzig Asche mit Touristen. Warum setzt man nicht da an? Wenn man sagt, für jeweils zehn Betten oder für jeweils fünf Restaurant-Tische (der Fachmann möge passendere Quoten ausrechnen) muss der Betrieb einen Feuerwehrmann/eine Feuerwehrfrau stellen.

In der Praxis gilt doch bei solchen Veranstaltungen thematisch passend gerne das Sankt-Florians-Prinzip. Natürlich freut sich jeder Betrieb über die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn es um die Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern für den eigenen Laden geht, wird man aber de facto vielleicht doch lieber den bevorzugen, der nicht während des Bettenbeziehens oder während des Serviettenfaltens plötzlich zu seiner ehrenamtlichen Pflicht gerufen werden kann.

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kumi-ori 02.06.2019, 10:41
67. Riesen-Idee

Zitat von egonv
Beim Lesen der Kommentare kam mir noch eine bessere Idee: Die Bundeswehr! Dir bezahlen wir sowieso! Wenn es wirklich hart auf hart kommt, könnten die in solchen "armen" Gemeinden zumindest übergangsweise einspringen.
Wenn Ursula von der Leyens Top-Beraterfirmen dann entscheiden, welches Feuerwehrauto angeschafft werden soll, wird es wohl hier bald Flächenbrände geben, wie man sie sonst nur aus Kalifornien oder aus Griechenland kennt.

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denkdochmalmit 02.06.2019, 10:48
68. Personalmangel...

Zitat von twacorbies
Wenn man Kommentare wie von 4) oder 6) ließt: Erstens haben auch Großstädte mit Berufsfeuerwehren zustzliche Freiwillige Feuerwehren, denn Einsätze passieren leider nicht immer schön nach einander und da werden die Freiwilligen dann trotzdem dringend gebraucht. Und zweitens sollen sich die, die der Meinung sind, dass ihre Leistung mit ihren gezahlten Steuern beglichen ist und die Politik doch bitte auch für Kleinstädte Berufsfeuerwehren einführen sollen, überlegen was das kostet: Mindestens 8 Berufsfeuerwehrleute in drei Schichten (plus Wochenendversorgung und Urlaubsvertretung), da ist man da locker bei 40 - 50 Vollzeitstellen. Glaubt jemand, dass sich das jede kleine Gemeinde einfach so leisten kann? Dann dürften die Kommentaren aber ihre Steuern mal deutlich nach oben korrigieren.
...auch wenn die betroffenen Ortschaften hauptamtliche Kräfte einstellen WOLLTEN, würden sie keine bekommen.
Der Markt für Feuerwehrleute ist leer, die Ausbildung lang und teuer.
Da wurde jahrelang gepennt und nun tut man ganz erstaunt.
Ich bin seit 1992 hauptberuflich bei einer Feuerwehr und das Thema wird schon ewig besprochen.
Ich würde einfach mal mal behaupten da haben welche ihren Job nicht gemacht, also nichts neues...

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denkdochmalmit 02.06.2019, 11:11
69. Klimaschutz

..wenn ein Feuer schnell gelöscht wird , dann dient das natürlich auch dem Schutz des Klimas!
Aber wo sind sie denn alle die FFF Schnuffi´s?
In den freiwilligen Feuerwehren jedenfalls nicht, ich glaube der Rezo muss da schnell mal ein Blaulicht..äh Blauhaar Video zu machen..
Dann wird es auch endlich jung, divers, bunt und weiblich in den Wachen...also das worauf die Welt seit langem wartet..

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