Forum: Karriere
Pilot bei insolventer Airline Niki: "Das konnte nicht lange gutgehen"
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Wie fühlt es sich an, wenn die eigene Firma von einem Tag auf den anderen pleite geht? Ein Pilot der insolventen Airline Niki erzählt.

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Sergeij 16.12.2017, 20:38
20. Die Rolle der LH...

Zitat von Profdoc1
die Rolle der LH hinterfragen, aber strafrechtlich ist da nichts zu holen. Das müssten Sie auch erklären, was bei der Übernahme von AB strafrechtlich(!) nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll? Auf die Erklärung Ihrerseits bin ich mal gespannt!
Die LH wollte nicht DIE AB übernommen, sondern nur die Tochtergesellschaften LGW und Niki! Und da ging es nicht um die paar Flugzeuge oder Piloten, sondern vor allen Dingen um die Slots, die vor der Insolvenz noch schnell von der AB-Muttergesellschaft zu den Tochtergesellschaften transferiert wurden, wie mir Piloten dieser Gesellschaften kürzlich erzählt haben (ich bin Ausbilder in einer ATO). Das hat nicht nur ein Geschmäckle, sondern, sollten sich die Angaben der Piloten bewahrheiten, ist schlichtweg Betrug, fällt es doch unter die Bankrottdelikte nach §283 StGB. Von daher sollte man abwarten, was in den nächsten Tagen und Wochen noch alles ans Tageslicht kommt...

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blödbacke 16.12.2017, 21:09
21. Wettbewerbsrechtlich völlig OK!

Man sieht ja, wie LH gleich die Preise angezogen hat, als ein Konkurrent weggefallen ist. Mit den Slots, die sie von Niki bekommen hätte, wäre der Wettbewerb noch schlechter geworden. So bekommt auch die Konkurrenz einige Slots, und das ist auch gut so! Da die hohen Preise problemlos gezahlt werden, sollte man auch gleich eine Kerosinsteuer einführen! Das Geld ist ja da!

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tatsache2011 16.12.2017, 21:13
22. ähnlich Interflug?

Zitat von lollipoppey
Warum hat sich die Politik und im Mittelpunkt die Person Herr Machnig (SPD und Staatssekträter) von Anfang an so massiv auf die Lufthansa als Käufer konzentriert? Für mich ein Rätsel, zumal Fachleute im Vorfeld bereits davor gewarnt hatten, dass die Preise der Lufthansa aufgrund der Monopolstellung steigen werden zu Ungunsten des Verbrauchers. Die Politik spielt in der Wirtschaft immer wieder ein unrühmliche Rolle zu Lasten der Verbraucher und in diesem Fall auch der Belegschaft von AirBerlin/NIKI. Hier sollte Licht ins Dunkle gebracht werden. Ich hoffe, die Rolle von Herrn Machnig in diesem "Lufthansa-Deal" wird noch aufgeklärt werden!!
[Zitat] "Die Lufthansa bemühte sich um eine Kooperation mit der Interflug.
Langfristig wurde eine Fusion in Aussicht gestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. ....
Erstes Ergebnis war die Übertragung der ... Langstrecken an die Lufthansa und der Einsatz von Interflug-Flugzeugen im Charter für die Lufthansa.
Die Fusion von Lufthansa und Interflug wurde jedoch am 30. Juli 1990 durch das Bundeskartellamt abgelehnt.
...
Im November 1990 stellte die Lufthansa fest, dass Interflug jede Woche einen Verlust von 1 Million DM mache, insgesamt bestünde ein Defizit von 200 Millionen DM.
Mit Beschluss der Treuhandanstalt vom 7. Februar 1991 wurde die Interflug liquidiert"
Zitate aus https://de.wikipedia.org/wiki/Interflug#Liquidation

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achterhoeker 16.12.2017, 22:06
23. Interessant

Es geht nur um ne niedliche Fluglinie.
Wenn ein britischer Unternehmer kurz vor Brexit (Insiderwissen?) von der Insel in die Schweiz abhaut und dann MIT Hilfe der EU in Europa den Markt eines Produktes aufmischt und zu seinem Vorteil umgestaltet dann ist das keine Zeile wert. Es sind ja keine Piloten um die es geht. Sondern nur paar überflüssige Arbeiter.

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wiwicantab 16.12.2017, 22:08
24. Unterhaltsam ...

... was meine Vorredner hier so vom Stapel lassen: Der eine schwadroniert von strafrechtlichen Vorwürfen, ohne in irgendeiner Weise konkret zu werden, und der andere holt zur Gesellschaftskritik aus. Da wird offensichtlich ein Forum zum Frustabbau gesucht. Schade, dass keine sachdienlichen Beiträge verfasst werden.

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moistvonlipwik 17.12.2017, 11:56
25.

Zitat von biesi61
ist wirklich hinterfragenswert. Politisch auf jeden Fall und vermutlich auch strafrechtlich.
Gegen welche Strafvorschrift soll jemand in der Lufthansa verstoßen haben?

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mittelstadtuwe 17.12.2017, 14:13
26. Ich....,

Zitat von Havel Pavel
In Deutschland gibt es ein hervorragendes Sozialsystem, keiner muss Angst davor haben, dass er verhungern muss oder auf der Strasse leben muss! Und als Flugkapitän sowieso nicht, da man mit solch einer Ausbildung wohl leicht eine neue Anstellung auch auf anderen Betätigungsfeldern finden kann. Ich kenne den Ausbildungsgang deutscher Piloten nicht, bei uns zumindest war es so, dass sie in aller Regel ein Studium abgeschlossen haben und die meisten zudem als Militärflieger ihre fliegerische Ausbildung fortsetzten. Viele wechseln dann nach dem Ende ihres Armeedienstes zur zivilen Luftfahrt, einige finden auch eine Anstellung in der Luftfahrtindustrie, denn sie haben ja schliesslich auch eine Ingenieurausbildung. Dort arbeiten sie dann oftmals in der Flugerprobung, da sie ja viel Praxierfahrung mitbringen. Ich bin überzeugt auch die meisten nun auf der Strasse stehenden Niki Kapitäne werden auch zügig eine neue Anstellung finden, vielleicht sogar bei ihrer alten Linie, wenn Niki Lauda künftig das Unternehmen wieder führen sollte. Es gilt nun die Verhandlungen hierzu schnell aufzunehmen!
glaube - Sie haben nicht verstanden um was es in dem Beitrag geht! Lesen Sie sich noch einmal - ganz langsam durch - was dort geschrieben wurde - und dann sehen Sie vielleicht das der Schreiber voll und ganz recht hat - mit seiner Kritik am Turbokapitalismus!

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brooklyner 17.12.2017, 14:47
27.

Zitat von Profdoc1
die Rolle der LH hinterfragen, aber strafrechtlich ist da nichts zu holen. Das müssten Sie auch erklären, was bei der Übernahme von AB strafrechtlich(!) nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll? Auf die Erklärung Ihrerseits bin ich mal gespannt!
Warten Sie ab, die Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen. Vorfreude ist die schönste Freude.

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volker_morales 17.12.2017, 14:56
28. Schön wäre es,

wenn die Politik sich mal langsam zu einer gesetzlichen Novelierung durchringen könnte, der zur Folge die Airlines verpflichtet werden, eine halbwegs akzeptable Insolvenzabsicherung vorzuhalten. Es kann nicht sein, dass der Kunde finanziell in Vorleistung treten muss, und dann im Insolvenzfall seinen Leistungsanspruch weitgehend entschädigungslos verliert. Auch ist es gerade im Zusammenhang mit der Personenbeförderung völlig unverständlich, dass es erst zu einer Zahlungsunfähigkeit kommen muss, bevor der Flugverkehr - dann schlagartig - eingestellt wird.

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merenlähellä 17.12.2017, 15:27
29. Für diesen Foristen

Zitat von Profdoc1
die Rolle der LH hinterfragen, aber strafrechtlich ist da nichts zu holen. Das müssten Sie auch erklären, was bei der Übernahme von AB strafrechtlich(!) nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll? Auf die Erklärung Ihrerseits bin ich mal gespannt!
- so fällt es mir auf - trägt der "Kapitalismus" wohl die straf- und zivilrechtliche Verantwortung für so gut wie alles auf dieser Welt. Nicht weiter aufregen.
Und an Nat Bampoo: Dass der Menschheit die Lohnarbeit ausgeht, das werden Sie und ich nicht erleben. Keine Angst.

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