Forum: Karriere
Politik als Beruf: Plötzlich im Landtag

Ich, eine Berufspolitikerin? Völlig überraschend sollte Astrid Wallmann entscheiden, ob sie für die CDU in den Wahlkampf zieht. Der Job ist attraktiv: Gute Bezahlung, viel Einfluss, kaum Langeweile. Und noch nie war es so leicht, in deutschen Parteien Karriere zu machen.

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georgia.k 13.09.2013, 14:37
10. leicht ist es immer, wenn die Parteiführung die Auswahl trifft

dann werden schon mal gewählte Vorschläge der Basis ignoriert, auch bisherige Kandidaten dürfen erleben, dass sie keine Chance gegen die Parteiführung haben.
Wie das geschieht, dazu muß man wohl über Insiderwissen verfügen, von außen kann das kaum jemand beurteilen.
Da gibt es verschiedene Kriterien, die ein Kandidat zu erfüllen. Am besten ist es natürlich, von der Partei herangezogen worden zu sein. Schon von Anbeginn in der SchülerUnion, Sohn/Tochter eines Parteifunktionärs, Ziehkind eines Politikers stellen sicher, dass man sich nicht mit einen allzu selbständig denkenden und unabhängigen Kandidaten einhandelt. Am besten ist noch wirtschaftliche Abhängigkeit, wenn die berufliche Karriere eng mit der Partei verknüpft ist. Bestes Beispiel: Der Junge und der Müllbaron :-)
Man schaue sich nur mal verschiedene junge Frauen an, die ihren Aufstieg Männern zu verdanken haben bzw. auf die männliche Hilfe nicht verzichten wollten, wenn auch nicht alle einem Ehemann oder Lebensgefährten: Kristina Schröder, Michelle Müntefering, Sahra Wagenknecht.
Man glaube doch nicht, dass ein kleines Mädelchen wie Kristina Schröder unter normalen Umständen gleich zur Ministerin katapultiert worden wäre. Das schaffen noch nicht mal Mittdreißigerinnen mit wesentlich mehr politischer Substanz.
Auch die Qualifikation einer Ursula von der Leyen reicht bei der CDU in Niedersachsen ansonsten gerade mal für den Stadtrat in einer Stadt wie ... , wenn man denn nicht durch seinen MP-Vater einen Vertrauens- und Kompetenzvorschuss zugestanden bekommt. Ansonsten kann Frau/Mann noch so viel Engagement und Kompetenz vorweisen, normalerweise geht es nur über die Ochsentour ins Mandat - oder eben durch Beziehungen, und zwar den richtigen. Da kann man mitunter sogar ohne große Lust und/oder wenig Ahnung, auch schon mal mit schlimmen Verständnisproblemen ein erstes Mandat erhalten - oder Landtagskandidat werden. Es gilt ja auch missliebige Konkurrenz beizeiten zu verhindern.

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muunoy 13.09.2013, 15:05
11. Bitte nicht noch mehr Berufspolitiker

Zitat von sysop
Ich, eine Berufspolitikerin? Völlig überraschend sollte Astrid Wallmann entscheiden, ob sie für die CDU in den Wahlkampf zieht. Der Job ist attraktiv: Gute Bezahlung, viel Einfluss, kaum Langeweile. Und noch nie war es so leicht, in deutschen Parteien Karriere zu machen.
Wir haben schon jetzt kaum noch richtige Politiker aus dem wirklichen Leben. Berufspolitiker ist in meinen Augen ein Schimpfwort. Da werden Leute Minister, die von der Realität keine Ahnung haben. Die katastrophale Minderleistung unserer derzeitigen Legislative liegt doch hauptsächlich darin begründet, dass unsere Abgeordneten kaum noch das Volk repräsentieren. Ein Parlament mit lauter Beamten und Juristen kann kaum meine Interessen vertreten. Warum macht man es nicht wie bei den FH-Professoren. Auch die müssen zunächst einmal 5 Jahre im Berufsleben zeigen, dass sie was drauf haben. Das wünsche ich mir auch von unseren Politikern.

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malepocahontas 13.09.2013, 15:17
12. Schlecht!

Was ist schlechter Journalismus? So ein Artikel, in dem der Autor die Leser für dumm zu verkaufen versucht. Eine Astrid - sagen wir mal - Gülanoglu hätte nie eine solche Karriere gemacht. Klüngeleien als Chance für alle zu verkaufen, ist schon ein starkes Stück.

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micromiller 13.09.2013, 15:40
13. toll, dass sind genau die politiker die wir nicht gebrauchen !

versorgungssuchende beamte, die nie ihrem dasein das reale leben kennengelernt haben verfuegen ueber unsere zukunft. ich wuensche mir ein parlament aus aktiven und erfolgreichen buergern, die die hoehen und tiefen des realen lebens mitgemacht haben handwerksmeister, aerzte, ingenieure, bauern, unternehmer gross und klein, industrielle, wissenschaftler und einige juristen, das waere eine mischung, die unser land voran bringt.

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henderson2 13.09.2013, 15:54
14. Die

Arme (also noch. Bis zur Diat).
Selten solchen Unfug gelesen.
Könne wir irgendwo eine "Mitleidspetetion" unterzeichen ?

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koepi71 13.09.2013, 16:32
15. So So

'noch nie war es so leicht, in deutschen Parteien Karriere zu machen'
Für wie dämlich haltet ihr die Leute?

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Criticz 13.09.2013, 17:12
16. ...und die Quote hilft auch noch!

Zitat von Olaf
Ganz besonders leicht, wenn Papi Ministerpräsident war. Das war bei Frau von der Leyen auch so und ist jetzt nicht wirklich überraschend, sondern eher ein Beleg für den im Artikel beklagten Politikerklüngel. Ein unglücklich gewähltes Beispiel.
Tja, und die Frauenquote macht die Karriere nochmals leichter. Obwohl z.B. in der CSU der Frauenanteil bei 20% liegt, sind 40% der Spitzenpositionen für Frauen reserviert.

Frauen wie Uvd Leyen sind dann doppelt privilegiert....die richtige soziale Herkunft und das richtige Geschlecht...und jammer trotzdenm permanent rum, dass sie benachteiligt seien. Grotesk.

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sven glückspilz 13.09.2013, 18:56
17. Wiesbaden

In der Tat hat Wiesbaden im Moment wenig Grund, auf seine Abgeordneten stolz zu sein. Das traurige Bild einer Familienministerin und hier jetzt die von alten Männern hochgepuschte Ministerpräsidentennichte mit dem höchst innovativen Beamtenhintergrund. Bei den Sozialdemokraten geht es auch durchaus merkwürdig zu: Landtagskandidat Roth trat seinerzeit als parteiloser Oberbürgermeisterkandidat in Wiesbaden an, die Partei vergass (oder auch nicht) seine Anmeldung zur Wahl, woraufhin der CDU-Kandidat durchstarten konnte (um jetzt bei der nächsten Wahl vom nächsten SPD-Kandidaten auf den Platz verwiesen zu werden). Jedenfalls tröstete die SPD ihren ausgebremsten Kandidaten mit einer erfolgversprechenden Kandidatur für den Landtag. Einer größeren Öffentlichkeit ist er seitdem nicht mehr aufgefallen, bestenfalls dadurch, dass er sich bei Wahlsendungen in Berlin ständig vor die Kamera schob.

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hiphop 13.09.2013, 18:58
18. Karriere danach? ??

So stellt sich das steht Bürger und der Redakteur vor. Nach kurzer Politik Phasem kommt das größere Geld in der freien Wirtschaft. Für die meisten Politiker sieht dritte Wirklichkeit anders aus. Sie haben haben den Anschluss im Beruf verloren und sind meist auch nicht so interessant für Firmen, dass man ihren die Tore aufmachen würde. Finanziell hat sich das Ganze oft auch nicht wirklich geht. Der angesprochene junge Jurist fährt besser, wenn er zB bei seiner Bank bleibt. Auf Dauer mehr Geld und meist auch ein geringeres Arbeitsplatzrisiko bei deutlich weniger Arbeitseinsatz. Aber Vorurteile lassen sich oft nicht ausrotten, selbst beim Spiegel nicht.

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k70-ingo 14.09.2013, 15:23
19.

Zitat von hiphop
So stellt sich das steht Bürger und der Redakteur vor. Nach kurzer Politik Phasem kommt das größere Geld in der freien Wirtschaft. Für die meisten Politiker sieht dritte Wirklichkeit anders aus. Sie haben haben den Anschluss im Beruf verloren und sind meist auch nicht so interessant für Firmen, dass man ihren die Tore aufmachen würde. Finanziell hat sich das Ganze oft auch nicht wirklich geht. Der angesprochene junge Jurist fährt besser, wenn er zB bei seiner Bank bleibt. Auf Dauer mehr Geld und meist auch ein geringeres Arbeitsplatzrisiko bei deutlich weniger Arbeitseinsatz. Aber Vorurteile lassen sich oft nicht ausrotten, selbst beim Spiegel nicht.
Die Verhätschelung ausgedienter Politiker ist für ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen ein teurer Klotz am Bein. Daher wird das nur selten gemacht und wenn, dann nur bei Leuten, wo ein späteres politisches Wiederaufflammen erwartet werden kann. Dann muß auch eine Position gefunden werden, in der die Persönlichkeit dem Unternehmen gewogen bleibt (Gehaltsstufe!), aber gleichzeitig keinen Schaden anrichten kann. Also fallen alle Abteilungen aus, wo richtig gearbeitet wird, wo es um was geht.

Was ich so aus dem persönlich-familiären Umfeld mitbekommen habe, wurden, wenn sowas wirklich mal gemacht wurde, diese (erhofft nur zeitweise) abgehalfterten Politiker mit der Position à la Frühstücksdirektor, Sonderbeauftragter für die Veröffentlichung der Firmenchronik oder Pressebeauftragter (wo ihm genau vorgegeben wurde, was er wann wo und wozu zu sagen hat) bedacht. Irgendwas, was doll auf der Visitenkarte aussieht, aber nichts, was reale Substanz hat.

Zudem muß diese Person und diese Stelle durchsetzbar sein, d.h. derjenige -der alte Kamerad im Klartext-, der den ex-Politiker ins Unternehmen holen will, muß seine Vorstandskollegen, bei AGen die Shareholder-Value-Lobby, den Betriebsrat und die zähen Mühlen der eigenen Verwaltung überwinden können. Sowas schaffen die wenigsten.

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